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Periodical volume 6. März 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

134 Sitzung vom 6. März 1913
W ie ich I h n e n  im  E ta rsau ssch u ß  gesagt habe, d aß  die U n te rfü h ru n g  der W indscheidstraße in  A u s ­
e rg ib t unsere b isherige  B erechnung , das; w ir  zw ar sicht genom m en ist, d ie aber doch w oh l e in ige  J a h r e  
e inen  g an z  an stän d ig en  Ueberschuß auch in  diesem in  A nspruch nehm en w ird . E s  ließe sich doch aber 
J a h r e  e rw a rte n  können ; w ir  können I h n e n  w ohl w en igstens fü r  die D a u e r  dieser A rb e iten  e in  D urch ­
m it B estim m th e it erk lären , d aß  der Ueberschuß nach gangsverkehr fü r  F u ß g ä n g e r  durch den B ah n h o f 
den  v o rläu fig e n  F estste llungen  m indestens 6 0 0  0 00  C h a rlo tte n b u rg  schaffen.
b is  7 0 0  0 0 0  dl e rb r in g en  w ird . A ber, m eine  H erren , E s  sind d o rt jetzt 4  B ahnste ige  u nd  zw ei H ä u s ­
ob es wesentlich m ehr w ird , ob es üb e r 1 M ill io n  chen fü r die F ah rta rte n sch a ffn e r v o rh an d en . E s  
und  eventuell ein  p a a r  h u n d erttau sen d  M a rk  über m ü ß ten  dazu  noch zw ei w eitere  H äuschen  eingerichtet 
e ine  M ill io n  h in au sg eh en  w ird , d a s  kann I h n e n  kein w erden, um  eine K o n tro lle  fü r  die F a h rg ä s te  zu 
M ensch der W elt sagen. D a s  h ä n g t vo r a llen  D in g e n  haben . D ie jen ig en , die noch die a lte  E in ric h tu n g  am  
von  den Ü berschüssen der W erke ab. M e in e  H erren , B ah n h o f C h a rlo tte n b u rg  kennen, w erden  sich ja  e r­
u n te r  I h n e n  sitzen eine ganze R eih e  gew ieg ter K a u f­ in n e rn , d aß  frü h e r auch an  jedem  B ah n ste ig  eine 
leu te , die sich d irekt w u n d ern  w ü rd en , w enn  ich F ah rk a rten k o n tro lle  w a r. E s  w ürde  dazu  ja  e tw as 
I h n e n  heute  erklären  w o llte : dieses W erk g ib t so m eh r P e rs o n a l erforderlich  sein ; w enn  aber der M a ­
un d  so v iel U eberschuß, jenes W erk so u nd  so v iel. g is tra t bei dem  E isen b ah n fisk u s  vorstellig  w ird , so 
D a s  ist e in  D in g  der U nm öglichkeit! E he  da nicht w ird  sich derselbe den berechtig ten  W ünschen der d o r­
d ie  R echnungen  au f H elle r u n d  P fe n n ig  abgeschlossen tig en  B ew o h n er nicht verschließen u n d  gesta tten , daß  
sind. kann d as, w ie gesagt, kein M ensch feststellen. w ir  den T u n n e l fü r  den D urchgangsverkeh r benutzen.
D esw egen  möchte ich ausdrücklich d ie  E rk lä ru n g  
abgegeben haben, d aß  der M a g is tr a t  auch heute nicht 
in  d e r L age ist, e tw as  an d e re s  sagen zu  können, a ls  Stadtbaurat Brebtschneiber: E s  ist m i r  nicht 
w a s  er im  A usschuß gesagt h a t. bekann t, d aß  die S ta d tv e ro rd n e te n v e rsa m m lu n g  e inen  B  e s c h l u ß  d a h in  gefaß t h ä tte , den M a g is tr a t  
Ttadtv. Panschow: M e in e  H e rren ! M i t zu ersuchen, m i t  der E isen b ah n d irek tio n  zu dem  
großem  V erg n ü g en  haben m eine  F re u n d e  davon  Zwecke in  V e rb in d u n g  zu  tre te n , d aß  ein  D urchgang  
K e n n tn is  genom m en, d aß  der H e rr  B ü rg e rm e is te r durch den B a h n h o f C h a r lo tte n b u rg  geschaffen w ird . 
e rk lä rt h a t, d aß  m it  der R e g u lie ru n g  d es N o n n e n ­ I c h  en tsinne mich n u r  —  ich g laube, H e rr  Klick 
d a m m s n u n m eh r e tw as  m ehr E rn s t gem acht w ird . selbst h a t diese A n reg u n g  gegeben — , d aß  h ie r  in  
W ir  geben dabei dem W unsch A usdruck, d aß  se itens der S ta d tv e ro rd n e te n v e rs a m m lu n g  ein  solcher 
des M a g is tr a ts  d a n n  d ie jen igen  A n lieg e r , die sich W  u  n s ch g eäu ß e rt w orden  ist. D iesem  W unsch b in  
sträuben , durch sanften  T ruck  e tw as  w illig e r gemacht ich en tgegengetre ten , indem  ich d a ra u f  aufm erksam  
w erden . A u f der a n d e rn  S e i t e  sind w ir  aber v o ll­ machte, d aß  es zw ar möglich sei, aber v iel G eld  
ständ ig  dadurch befried ig t, w enn  u n s  e rk lä rt w ird , koste, u nd  sow eit w ir  die E isen b ah n d irek tio n  kennen, 
d aß  die Ü berschüsse, sobald sie v o rh an d en  sind, fü r w erde sie es m it  Rücksicht a u f d ie  G eld frag e  ab lehnen . 
die P fla s te ra rb e ite n  verw endet w erden  sollen. W ir  In fo lgedessen  h a t der M a g is tr a t  nach dieser R ich ­
stehen du rchaus nicht a u f dem  S ta n d p n k t ,  d aß  A n ­ tu n g  h in  irgend  welche S c h r itte  nicht u n te rn o m m en . 
fo rd e ru n g en  a n  die S t a d t  zu e in er Z e it  gestellt w e r­ Ic h  möchte H e rrn  Klick d a ra u f  aufm erksam  machen, 
den m üssen, w o sie sich nicht du rchführen  lassen. d aß  seine A u sfü h ru n g e n  v on  der V oraussetzung  
au sg in g en , daß  der M a g is tr a t  sich verpflich tet h a tte , 
Stabtu. Dr. Borchardt: Ic h  möchte H e rrn bei der E isen b ah n v e rw a ltu n g  irgendw elche S c h ritte  
K ollegen P anschow  d a ra u f  aufm erksam  machen, d aß , zu u n te rn eh m en . D e r  M a g is tr a t  h a t d a s  m e in es  
w enn  nach den Beschlüssen des E ta isausschusses die E rach ten s  nicht g e tan  un d  auch keine S c h r i t te  u n te r ­
Ü berschüsse z u r P f la s te ru n g  verw endet w erden n om m en .
sollen, es sich n u r  um  d ie jen igen  Ü berschüsse h ande lt, 
d ie eine M ill io n  überschreiten, un d  a n  d e ra r tig e  ( S la d tv .  Klick: D a s  habe ich auch nicht gesag t!)
Ü berschüsse ist in  diesem J a h r e  nicht zu denken.
Stabtu. Panschow: A u s  den  A u sfü h ru n g e n  des 
(R u fe : A b w a rte n !) H e rrn  S t a d tb a u r a t s  geht doch, sow eit sie den  U m ­
b au  d es B a h n h o fs  C h a rlo tte n b u rg  betreffen , hervor, 
Stabtu. Klick: I c h  möchte noch e in m a l a u f  die daß  se itens des M a g is tr a ts  in  letzter Z e it  in  dieser 
P e t i t io n  des H a u s -  u nd  G rundbesitzervere ins von R ich tu n g  fast g a r  n ich ts g e tan  w orden  ist. E in e  
1895  zurückkom m en. W ir  wissen ja  a u s  den  A u s ­ g ro ß e  A n z a h l von  P e t i t io n e n  a u s  a llen  K reisen  
fü h ru n g en  des H e rrn  B ü rg e rm e is te rs , d aß  der E ise n ­ unserer B evö lkerung  haben aber den M a g is tr a t  e r­
b ah n fisk u s  d e r Ansicht ist, der B a h n h o f C h a r lo t te n ­ sucht, doch m it  d e r E isenbahnbehörde  in  V e rb in d u n g  
bu rg  genüge v o rlä u fig  noch dem  V erkehr und  a u s  zu tre ten  un d  endlich diesen u n w ü rd ig e n  Z u stan d  
ästhetischen G rü n d e n  w olle er keinen B ah n h o f bauen . des B a h n h o fs  zu beseitigen.
D ie  ästhetischen G rü n d e  veranlassen ih n  n u n  doch, 
die H o lz te ile  des B a h n h o fs  m it e inem  neuen  O el- ( S e h r  rich tig !)
farbenanstrich  zu versehen. H offentlich  w ird  d a n n  
der B ah n h o f den ästhetischen A nsprüchen C h a rlo tte n -  N o tw en d ig  ist es doch zw eifellos, daß  a n  e in er 
b u rg s  genügen. S te l le ,  die dem  F rem d en v erk eh r in  so reichem M a ß e  
Ic h  möchte aber nicht a u s  diesem G ru n d e  h ie r­ d ien t, w ie der B a h n h o f C h a rlo tte n b u rg  —  ich 
zu  sprechen, sondern  deshalb , u m  a n  den M a g is tr a t g laube, e s  ist d e r g rö ß te  V erkehr, den eine S t a t i o n  
die A n frag e  zu richten, ob e tw as  v e ra n la ß t ist, um  der S t a d t -  u nd  R in g b a h n  ü b e rh a u p t h ie r au fz u ­
einen  D urchgangsverkehr nach dem südlich d es B a h n ­ weisen h a t — , endlich e in m a l e in  B ah n h o fsg eb äu d e  
d am m es gelegenen S ta d t te i l  zu erm öglichen. Ic h  geschaffen w ird , d a s  den h eu tig en  A nsprüchen ge­
g laube, d aß  sich m it  e in igem  g u ten  W illen  w ohl eine n ü g t. D ie  Scheune, die vo r 4 0  J a h r e n  gebau t 
d e ra r tig e  E in rich tu n g  treffen  lä ß t . W ir  wissen ja . w orden  ist, kann m a n  doch heu te  nicht m eh r a ls
        
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