Path:
Periodical volume 6. März 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

116 Sitzung vom 6. März 1913
M agistra t in Aussicht genom m en w ar. E s  w ird vor­ tan , um  den Satz auf 100%  zu bringen. W enn das 
aussichtlich möglich fein, m it dem reduzierten  B etrage in  den Augen des H errn  Scharnberg  ein F eh ler ist, 
auszukom m en oder durch eine besondere V orlage eine dann  bebaute ich es. M it  unmöglichen M itte ln  haben 
anderw eite R egelung vorzuschlagen. D aher möchte ich w ir nicht operiert.
S ie  b itten , hierbei zu bleiben. Ic h  betone dabei, daß 
von einigen S e ite n  im  Ausschuß d a ran  e rinnert w or­ Vorsteher Dr. Frentzel: M eine  H erren! Ich
den ist, daß ein T e il der Asche zu r E rhöhung  des werde die A nträge, die ich verlesen habe, besonders 
G eländes verwendet werden könnte, d as  der S ta d t  vorher zu r A bstim m ung stellen und dann  gemeinsam 
gehört und demnächst p lan ie rt werden soll. A llerd ings über die A n träge  des H errn  R eferenten  abstim m en 
ivurde vom M ag is tra t gesagt, daß d as n u r  zu einem lassen.
kleinen T eil, wenn überhaupt, geschehen könnte. (D ie  V ersam m lung lehnt die A n träge  der S t a d t ­
Im m e rh in  haben w ir geglaubt, diesen Abstrich ver­ verordneten  A hrens und G en. ab, stellt den S o n ­
an tw orten  zu können. deretat N r . 4 —  E lek triz itä tsw erk  —  in  E innahm e 
S o n s t sind beim  E lek triz itä tse ta t A enderungen und A usgabe nach dem Vorschlage des M a g is tra ts  
nicht vorgenom m en w orden. Ich  empfehle I h n e n  da­ m it den auf Druckseite 102 der V orlagen angegebenen 
her, den E ta t  m it den au f S e i te  102 vorliegenden A enderungen fest und beschließt nach dem A ntrage 
A bänderungen resp. Vorschlägen des E tatsausschusses des E tatsausschusses:
anzunehm en. a) den M a g is tra t zu ersuchen, die E rm äß igung  
des S tro m p re ise s  auf 30 H  fü r die P e rso n en ­
Vorsteher Dr. Frentzel: M eine  H erren! Ehe fahrstühle auch au f die zu r Beleuchtung dieser 
ich w eiter d a s  W o rt erteile, m uß  ich bemerken, daß F ah rstüh le  und des zugehörigen M o to rs  n ö ti­
der A n trag  der sozialdemokratischen F rak tio n  noch gen einzelnen L am pen auszudehnen,
w eiter geht; er fäh rt nämlich fo rt: b ) eine P e t i t io n  des H au s- u n d  Grundbesitzerver­
I m  selben E ta t :  Abschnitt 8  N um m er 1 b e in s  von 1895 betr. A enderung des E lek triz i­
—  einm alige außerordentliche Abschreibungen —  tä ts ta r i f s  dem M a g is tra t a ls  M a te r ia l  zu über­
d as  sind die Abschreibungen, von denen der H err weisen,
R eferent berichtet hat — c) die A nfrage der S ta d tv . B rode  und G en. vom 
bleibt nach der V orlage des M a g is tra ts . E s  4. 9. 12 in  gleicher A ngelegenheit a ls  erledigt 
w ird in  die E innahm e kein E innahm eposten au s anzusehen.)
dem A usgleichsfonds eingesetzt.
Stabtb. Schornberg: M eine  H e rre n ! B ei der Sonbcrctat Nr. 5. Gaswerke.
E ta tsb e ra tu n g  ist m it allen möglichen und unm ög­
lichen M itte ln  darau f hingearbeitet w orden, den E ta t Berichterstatter Stabtb. Wöllmer: M eine
H erren! Auch bei diesem E ta t  sind einige wesent­
(Z u ru fe : U nm öglichen?) liche A enderungen vorgenom m en w orden. Zunächst 
ist eine kleine A enderung der A usgabe erfolgt, n äm ­
—  ja, d as  ist m eine persönliche Auffassung — , den lich in  Abschnitt 17 u n te r N um m er 25, L ab o ra to riu m , 
E ta t  m it 100%  zu b ilanzieren . D e r M a g is tra t hat wo eine E rhöhung  auf 10 000 Jl vorgenom m en 
den V ertrag  m it Friese aufgehoben, in  Abschnitt 8 w urde, w eil die A nstellung eines Berufschem ikers er­
N um m er 6 ist die Ascheabfuhr m it 20 000 Jl neu forderlich w ird . D a n n  sind in  Abschnitt 18 N um m er 
eingesetzt; der M ag is tra t hat rechnerisch festgestellt, 1 die Abschreibungen von  dem W erte des G asw erks 
daß es u n ter dem nicht zu machen sei. Je tz t füh rt au f 1 000  700 Jl erm äß ig t w orden, und zw ar um  
der H err R eferent an, der E ta tsausschuß  w äre sich 100 000 Jl Abschreibungen au f das G asw erk I .  Nach 
dah in  einig geworden, daß es auf einem  andern  Wege eingehender P rü fu n g  und sorgfältiger E rw ägung  im  
zu machen g inge: eventuell sollte der M ag is tra t der E ta tsausschuß  haben w ir  u n s  dazu entschlossen, den 
S tad tvero rdnetenversam m m lung  eine neue V orlage Vorschlag des M a g is tra ts , diese außerordentliche A b­
machen. M eine F reu n d e  und ich haben den S ta n d ­ schreibung von 100 000  Jl au f d as  G asw erk  I ,  nicht 
punkt vertreten  und halten  auch jetzt noch d a ra n  fest: anzunehm en, weil der Buchwert des G asw erks I ,  d. h. 
wenn u n s  A usgaben bevorstehen, die unvermeidlich Grundstücke, V erw altungsgebäude, G eräte  usw., 
sind —  und d as scheint u n s  h ier der F a l l  zu sein — , im m er noch wesentlich n ied riger ist a ls  d as  G ru n d ­
so kommen w ir nicht darum . W ir müssen den vom stück a llein  W ert ha t. E s  ist durchaus richtig und a n ­
M ag is tra t angenom m enen Satz von 20  000  Jl stehen gemessen, w enn diese außerordentliche Abschreibung 
lassen. Ich  b itte  S ie  daher, unserm  A n trage  zuzu­ von 100 000  Jl un terb leib t.
stim m en. I n  der E innahm e haben w ir, ebenfalls nach 
Stabtb. Vogel: Ic h  wollte dasselbe sagen. sorgfältiger P rü fu n g , vorsichtigerweise den vom  M a ­g istrat vorgesehenen B e trag  in  Abschnitt 1 N um m er 
(V orsteher Dr. Frentzel: S i e  verzichten a lso?) 1 a  auf 7 148 435 Jl erm äß ig t, u n d  zw ar um  etw a 
— Ja . 125 000  JL I n  Abschnitt 3 haben w ir dagegen bei N um m er 8 die E innahm e a u s  V erkaufserlös fü r 
Stabtb. Bergmann: M eine  H erren! W ir haben Koks au f 2 254  863 Jl, also um  ungefähr 200 000 Jl 
diese P o s itio n  im  E tatsausschuß  sehr eingehend ge­ erhöht. Auch h ier fand eine sorgfältige und gründliche 
p rü f t und sind doch zu der U eberzeugung gekommen, P rü fu n g  sta tt. E s  w urde au f G ru n d  der bereits ge­
wie auch der H err R eferent sagte, daß m an  w ohl einen schehenen Koksverkäufe festgestellt, daß eine um  m ehr 
T e il der Asche anderw eitig  un terb ringen  könnte, so a ls  200 000 Jl höhere E innahm e für d as  E ta ts ja h r  
daß  diese großen Fuhrkosten nicht entstehen werden. 1913 bevorsteht. Also auch hier ist m it der nötigen 
E ig en artig  hat es a llerd ings berührt, daß der H err Vorsicht operie rt worden.
Kollege Scharnberg im  E ingänge seiner A usführungen  Hiernach verändert sich der R e ingew inn  dieses 
sagte, w ir  hä tten  m it unm öglichen M itte ln  operiert. K ap ite ls  dah in , daß  eine E rhöhung  auf 2 984  780 Jl 
N e in ; w ir  haben selbstverständlich alles mögliche ge- e in tritt.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.