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Periodical volume 14. Februar 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

Sitzung vom 1 r. Februar 1912 77
Uns steht noch eine ganze Reihe Aufgaben be­ tern Teuerungszulagen zu gewähren. J a ,  meine 
vor, die gelöst werden müssen. E s wird Ihnen  ja Herren, wenn S ie jeßt bei 100 % bleiben wollen, 
bekannt fein, daß wir z. B. in Charlottenburg nicht dann werden S ie  sich auch den Vorwurf vom M agi­
einmal eine Irrenanstalt haben. strat gefallen lassen müssen: wir haben nicht die M ittel 
dazu, selbst diesen bescheidenen Antrag in die T at um­
(Lachen und Zuruse: Provinz!) zusetzen.
D as ist eine Aufgabe, die unbedingt einmal gelöst (Lachen und Rufe: Ach, ach!)
werden muß. S ie  machen Wilmersdorf mit Recht 
den Vorwurf: ihr Wilmersdorser kommt mit 100% Wo sollen wir sparen? Ich bin sehr begierig, das zu 
leicht aus, weil ihr noch nicht einmal ein Kranken­ erfahren. Ich habe immer gelauert, daß Herr Kollege 
haus habt! M it demselben Rechte können Wilmers­ Frentzel nun endlich einmal sagen würde, wo wir 
dorf und andere Gemeinden gegen uns den Vorwurf denn Abstriche vornehmen sollen. E r hat genau zwei 
erheben, daß auch wir unser Krankenhauswesen noch Punkte angeführt, von denen ich einen bereits wider­
nicht so ausgebaut haben, wie es den modernen An­ legt habe. Sollen vielleicht die Ausgaben für Pflaste­
forderungen entspricht. rung unterbleiben? Herr Kollege Frentzel hat ange­
deutet, daß wir damit warten sollen, wenn ich recht 
(Lachen und Rufe: Ach, ach!) verstanden habe, bis der Jahresabschluß vorliegt, um 
aus den etwaigenUeberschüssen— so, wie wir es früher 
S ie  dürfen sich nicht damit herausreden, daß wir an einmal getan haben —  die Straßen pflastern zu lassen. 
die Provinz Beiträge zahlen. Ich glaube, wenn wir da Abstriche vornehmen, so wür­
den sich wieder die Hausagrarier empören, und nicht 
(Stadtv. Dr. Landsberger: Jrrenwesen ist Provinz­ mit Unrecht; denn sie haben schließlich ein Recht dar­
sache!) auf, daß ihre Straßen gut gepflastert sind. Oder soll 
das Schulwesen leiden? Meiner Meinung nach ge­
W ir sind verpflichtet, wenn auch nicht gesetzlich, so doch nügen die 950 000 
    
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