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Periodical volume 31. Januar 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

46 Sitzung vom 3 . Januar 1912 Berichterstatter S tad tv . W öllmer: M eine brennenden Laterne zu sehen w ar; auf Hunderte Herren! D er M agistrat beantragt Erw eiterungs­ M eter konnte man wahrnehmen, daß vollkommen bauten auf Gaswerk I I , und zwar sollen erstens die noch die O rientierung möglich war. I n gleicher Weise Gasreinigeranlagen des Gaswerks I I m it einem habe ich im Laufe des J a n u a r wiederholt festgestellt, Kostenaufwand!: von 210 000 Jt, zweitens die elek­ daß wenigstens in meiner Gegend des M orgens die trische Kraftstation m it einem Kostenaufwande von S traßenlaternen weit über die übliche und die nötige 65 000 J t erweitert werden. Die gesamten Kosten Z eit h inaus brannten. Ich weiß mich bestimmt zu von 275 000 J t sind aus Anleihemitteln zu ent­ erinnern, es w ar am 14. J a n u a r : da bin ich nach der nehmen, wofür die neue Anleihe über 421-2 M illionen Potsdam er S traß e in B erlin gefahren, und als ich zur Verfügung steht. dort um y28 Uhr ankam, waren die Laternen aus­ M eine Herren, die M otivierung der M agistrats­ gelöscht; um 8 Uhr bin ich dann wieder zurück­ vorlage in technischer Beziehung ist so außerordentlich gefahren, und als ich nach Charlottenburg kam — klar und ausführlich, daß ich mich dam it begnügen das war etwa 25 M inuten nach 8 Uhr — , da brannten kann, nur das Wesentliche hervorzuheben. W as die in meinem Viertel noch die Laternen. Ich sah gerade Erweiterung der Gasreinigeranlagen betrifft, so den Laternenanzünder kommen, der die Laternen kann angenommen werden, daß die Leistungsfähigkeit auslöschte. Wie ich aus der Tabelle, die die G asver­ der Anlagen in ihrem bisherigen Umfange bis zu waltung für die Laternenanzündung herausgegeben 250 000 cbm G as beträgt. D a aber die größte G as­ hat, festgestellt habe, soll zwischen dem 14. und 20. abgabe im Dezember v. I . an einem Tage bei sehr J a n u a r um T1/* Uhr das Auslöschen der Laternen starker Beanspruchung bereits 240 000 cbm be­ bewirkt werden. T ie Laternen haben also weit über tragen hat, so erhellt au s dieser Gegenüberstellung der eine S tunde länger an diesem Tage gebrannt. N un Zahlen, daß eine Erweiterung der G asreinigeranlage weiß ich, daß in unserer Gegend G asfernzündung ist, unbedingt erforderlich ist. E s wird die Aufstellung und diese mag wohl bei dem dam als herrschenden von 3 neuen Trockenreinigern m it einer Leistungs­ Frost versagt haben. Im m erh in ist es doch eine große fähigkeit von 150 000 cbm beantragt, so daß in Ver­ K alam ität: es wird doch außerordentlich viel G as bindung m it dem bisherigen Betriebe eine Leistungs­ unnütz verbrannt. Wenn dam als — ich hatte noch fähigkeit von zusammen 400 000 cbm an zu nicht die Ehre, der Stadtverordnetenversam m lung reinigendem Gase nachgewiesen ist. Diese Anlage anzugehören — , als die ziemlich hohen M ittel für die würde schätzungsweise mindestens auf 5 Ja h re reichen. G asfernzündung bewilligt werden sollten, gesagt Auch die Erweiterung der K raftstation, die den wurde, daß dadurch eine E rsparn is an G as eintreten zweiten Punkt der M agistratsvorlage betrifft, ist würde, so scheint m ir teilweise wenigstens das Um­ unbedingt nötig schon m it Rücksicht auf den ständig gekehrte der F a ll zu sein, da weit über das übliche wachsenden Kohlen- und Koksbetrieb. D ie Aufstellung M aß hinaus G as gebrannt wird. Auch heute, am einer weiteren Turbodynamomaschine erscheint 31. J a n u a r , wo nach der m ir zugänglichen Tabelle dringend geboten, und dam it wird ein Kosten­ das G as nachmittags um 5% Uhr in B rand gesetzt aufwand von 65 000 Jt verursacht werden. werden soll, ist das G as vor meinem Hause schon um Die D eputation für die Gaswerke hat sich m it % 5 , also eine halbe S tunde vorher, angezündet dieser Vorlage gründlich beschäftigt. Ich beantrage worben. Ich habe eine Berechnung angestellt, daß, die Annahme der M agistratsvorlage. wenn nur 20 M inuten später das G as angesteckt wird, bei den vorhandenen ca. 8000 Flam m en etwa S tad tv . Dr. Byk: Z u der Vorlage selbst möchte 144 000 cbm im Ja h re erspart werden. D as scheint ich im Namen meiner Fraktion erklären, daß sie m ir doch eine nicht unbedeutende Menge zu sein. Ich gewillt ist, die Vorlage ohne weiteres anzunehmen. habe nicht so sehr in Betracht gezogen, was am Ich möchte bei der Gelegenheit aber etwas hervor­ M orgen gespart werden könnte, weil ich ja weniger heben, w as m ir, so lange ich in Charlottenburg an­ Gelegenheit habe, des M orgens diese W ahrnehmung sässig bin, aufgefallen ist,' nämlich daß in Charlotten- zu machen; aber des Nachmittags ist es, wie ich schon vurg viel zeitiger a ls in den Nachbarkommunen das eingangs sagte, nicht bloß m ir, sondern zahlreichen G as am Abend angesteckt wird. Diese W ahrnehmung anderen aufgefallen, daß in Charlottenburg weit habe ich nicht für meine Person allein gemacht, sondern früher als in anderen Kommunen und als es nötig ist viele andere haben das auch in dem Grundbesitzer­ ■— das ist ja wohl die Hauptsache — , das G as an ­ verein von 1894, dem ich angehöre, hervorgehoben gesteckt wird. und haben gefragt, wie es kommt, daß das G as am Nachmittag hier viel eher in B rand gesetzt wird, als Vorsteher .Kaufmann: Ich habe H errn Kollegen es anderswo der F a ll ist. Ich habe mich z. B . wieder­ Dr. Byk das W ort gelassen, obgleich diese seine A us­ holt im Laufe der Ja h re davon überzeugt, daß, wenn führungen bei der E tatsberatung besser am Platze ich am Kurfürstendamm gegangen bin, das G as auf wären als bei der B eratung einer Vorlage, die eine unserer S eite jchon hell brannte, während die gegen­ Erweiterung der Gasreinigeranlagen und der elek­ überliegende W ilmersdorfcr Seite noch verhältnis­ trischen Kraftstation zum Gegenstände hat. mäßig dunkel war. W enn ich vom Kurfürstendamm nacki der Potsdam er S traß e in B erlin fuhr, brannte S ta d tra t (Jassiren Wenngleich der Herr T tadt- hier bereits das G as, und in der Potsdam er S traß e verordneten-Vorsteher schon hingewiesen hat, daß die waren die Laternen noch dunkel. Ich bin im Ausführungen des H errn V orredners m it der Vorlage November d. J s . mehrere Wochen durch die Sietzen­ des M agistrats nicht in direktem Zusammenhange burger S traß e , die doch eine Grenzstraße zwischen stehen, so möchte ich doch auf die sehr ausführlichen Charlottenburg und W ilm ersdorf ist, täglich zwischen Ausführungen einige W orte erwidern. Ich glaube, V24 und 4 gegangen, und da ist m ir regelmäßig auf­ der H err S tad tv . Dr. Byk geht von falschen V oraus­ gefallen, daß auf der Charlottenburger Seite und in setzungen aus. Wenn er an der einen oder anderen den nach Charlottenburg zu gelegenen S traß en die S telle bemerkt hat, daß das G as früher angezündet Laternen brannten, während auf der andern S eite worden ist, a ls es nach dem Zündkalender hätte an­ in W ilmersdorf, soweit man blickte, nichts von einer gesteckt werden müssen, so m uß er doch berücksichtigen,
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