Path:
Periodical volume 17. und 18.Dezember 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

496 Sitzung vom 18, Dezember 1912
Beifügung stellen. Ich beantragt Wr diesen einen im  einzelnen un terha lten  können. Ic h  b itte  S i e  also, 
Punkt X I einen Ausschuß von 11 Mitgliedern; im d ie  V orlage einem  Ausschuß von 15 M itg liedern  zu
Ausschuß wird uns, wie m ir nach Rücksprache mit übergeben.
dem Herrn Dezernenten gesagt worden ist, genauerer 
Aufschluß gegeben werden. Stabtu. Klick: M eine  H e rre n ! M eine F reu n d e  
Die ersten zehn Punkte bitte ich S ie  dringend werden dem A n trage  des B erichterstatters ohne 
anzunehmen, da die Bestellung möglichst schnell statt­ w eiteres zustim m en. Ich  möchte ober bei dieser G e­
finden muß, um im nächsten September, spätestens legenheit noch einm al au f d as  eigenartige V erhalten  
Oktober gerüstet zu sein für die Winterkampagne. des E isenbahnfiskus hinweisen, der zu dem B au e  d e s  
Ich stelle also den Antrag, die Punkte I  bis X sofort B ahnhofs keinen P fe n n ig  Kosten beitragen  w ill. E r  
anzunehmen und Punkt X I einem Ausschuß von lä ß t  sich nicht n u r  den B ahnhof von den I n t e r ­
11 Mitgliedern zu überweisen. essenten bauen, sondern verlang t auch noch w eiter 
fü r fün f J a h re  die Betriebskosten. W ir könnten das 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage alles näher im Ausschuß e rö rte rn ; ich m eine über, 
des Berichterstatters, wie folgt: es m uß  e in m al vor der Oeffentlichkeit festgestellt 
a) Die maschinellen Anlagen des Elektrizitäts­ werden, welches V erhalten  der E isenbahnfiskus dem 
werkes sind durch Aufstellung einer Turbo- V erkehrsbedürfn is gegenüber zeigt. E s  w äre doch 
dynamo von erwa 6000 Kilowattleistung mit n iem als im  P riv a tle b en  möglich, d aß  m an  sich von 
den erforderlichen Dampfkesseln, Rohrleitun­ jem and eine B etriebsw erkstätte e rbauen  und dann  
gen, elektrischen Schaltapparaten und Leitungen noch fünf J a h re  lang  Betriebskosten zahlen läß t. Ich  
usw. nach Maßgabe des vorgelegten Kosten- glaube, d ie  A n tw ort, die m an  von dem B etreffenden, 
überschlags zu verstärken. a n  den m an d a s  A nsinnen stellte, erhalten w ürde, 
L) Die zu I bis X der Zusammenstellung er­ w ürde m an  sich nickt h in te r den Sp iegel stecken.
forderlichen M ittel im Betrage von 774 800 
Mark werden aus Anleihemitteln bewilligt und (D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A ntrage 
sind in den Sonderetat 4 für 1913 einzustellen, des B erich tersta tters m it g roßer M eh rh eit die Ueber- 
c) Punkt X I der Zusammenstellung wird zur Vor­ Weisung der V orlage an einen Ausschuß von 15 M it ­
beratung einem Ausschüsse von 11 Mitgliedern gliedern.)
überwiesen.)
Vorsteher Kaufmann: Auch hier wird der Aus­
Vorsteher Kaufmann: D ie  N om in ie rung  des schuß in der ersten Sitzung des neuen Jahres ge­
Ausschusses wird in der /isten Sitzung des nächsten wählt werden.
J a h r e s  erfolgen, da heute die W ahl keinen Zweck Nunmehr gebe ich das Wort dem Herrn Kollegen 
hätte. Dr. Liepmann zu Punkt 14:
W ir kommen zu Punkt 18:
Anfrage der Stadtv. I)r. Liepmann und Gen. betr 
Vorlage betr. Anlegung eines Ringbahn-Personen­ Bahnhof Witzleben. —  Drucksache 347.
bahnhofs Witzleben. —  Drucksache 351.
Die Anfrage lautet:
Berichterstatter Stabtu. Dr. Frentzel: Meine 
Herren! Die Anlegung eines Bahnhofs im Zuge der 1. Wann ist die so notwendige Anlage des Bahn­
Neuen Kantstraße hat uns schon des häufigeren be­ hofs Witzleben zu erwarten?
schäftigt. E s ist ein Wunsch, der schon seit vielen 2. I s t  die Zeitungsnachricht richtig, daß zur An­
Jahren sowohl hier im Plenum als auch bei ver­ legung des Bahnhofs Witzleben, entgegen der 
schiedenen anderen Gelegenheiten ausgesprochen Vorlage vom 14. Jan u a r 1910 betreffend E r­
worden ist. Insbesondere haben wir uns bei > dem werb des Baublocks am Lietzensee, die Gemeinde 
Kaufe des sogeiannten Baublocks am Lietzensee sehr noch zum Beitrage herangezogen werden soll? 
lebhaft mit diesem Wunsche beschäftigt und eigentlich Worauf begründet sich diese Verpflichtung an­
stets angenommen, daß diese S ta tion  über kurz oder gesichts des Umstandes, daß die beiden Gesell­
lang ins Leben und in  Tätigkeit treten würde. Nun schaften Terrain-Aktiengesellschaft Park Witz- 
ist dieser Wunsch durch die Vorlage des Magistrats leben und die Neu-Westend-Aktiengesellschaft 
erfüllt worden; allerdings, die Kosten, die der S tad l­ seinerzeit je die Hälfte der Kosten übernommen 
gemeinde dadurch erwachsen, sind mit der Zeit immer halten?
herausgegangen und stellen setzt eine Summe dar, die 
weit höher ist als diejenige, von der wir jemals früher Fragesteller Stadtv. l)r. Liepmann: M eine
gesprochen haben. Ich glaube im allgemeinen an­ H erren! Ich habe fü r den A n trag  auf Ausschuß- 
nehmen zu düifen, daß die Stimmung der Versamm­ verweisung gestim m t und schon dadurch gezeigt, daß  
lung dieser Vorlage gegenüber günstig ist und daß ich m eine A nfrage zum  großen T e il fü r  erledig t halte. 
auch diejenigen, die an dieser hohen Kostensumme S o w e it noch A uskünfte  gegeben werden sollen und 
Anstoß nehmen, doch schließlich zu ihrer Bewilligung können, w ürde d as im  Ausschuß zu geschehen haben. 
kommen werden. Denn es läßt sich nicht ableugnen, Ic h  möchte hier n u r  in  der Oeffentlichkeit m ein  B e ­
daß die Interessen, die wir in dieser Beziehung haben, dauern  darüber aussprechen, d a ß  d ie  Ueberlegung 
doch recht groß sind. Ob sie so groß sind, daß die wegen N otw endigkeit eines B ah n h o fs  m it zwei P e r ­
Summe, die wir zahlen sollen, nicht zu groß im Ver­ ro n s  und der dadurch entstehenden bedeutenden E r ­
gleich dazu erscheint, darauf will ich hier nicht ein­ höhung der Kosten unseren m aßgebenden In s ta n z e n  
gehen. E s ist auch überhaupt eine große Reihe von so spät gekommen ist. Diese U eberlegung h ä tte  schon 
Dingen vorhanden, die sich zur Erörterung im P le­ gew altet haben sollen, a ls  w ir  den Lietzenseeankauf 
num nicht eignen, und deswegen möchte ich S ie bitten, berieten, w eil e s  dan n  möglich gewesen w äre, eventuell 
diese Vorlage an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern einen großen T e il der Kosten au f die beteiligten 
zu verweisen, wo wir uns über alle diese Punkte noch Terraingesellschaften abzuw älzen. Ic h  kann nicht an-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.