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Periodical volume 17. und 18.Dezember 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

486 Sitzung vom 17.. Dezember 1912
etats bei unserer letzten B eratung nicht a ls  eine peri­ versammlung Beschluß gefaßt worden, und der Herr 
odisch wiederkehrende festgesetzt worden ist. E s ist in Bürgermeister hat dam als die Versammlung um die 
der damaligen Vorlage des M agistrats ausdrücklich Ermächtigung ersucht, im S in n e  meines damaligen 
daraus hingewiesen worden, daß zwar früher einmal Antrages' m it der S traßenbahn zu verhandeln. W ir 
der Beschluß gefaßt worden wäre, nach 5 .Jahren  haben seit dieser Z eit nichts darüber gehört und wissen 
den Normalbesoldungsetat zu remitieren, daß es sich nicht, ob diese Verhandlungen zu dem Resultat ge­
aber wohl diesm al empfehle, von einer Festlegung führt haben, das seinerzeit gewünscht wurde. Ich bin 
nach der Richtung hin abzusehen. D er H err Bericht­ von verschiedenen S e iten  darüber befragt worden, 
erstatter der Stadtverordnetenversam m lung, Herr was denn eigentlich aus der Angelegenheit geworden 
Kollege Meyer, hat darauf noch ganz besonders auf­ wäre, ob sie im  Sande verlaufen ist oder nicht. Ich 
merksam gemacht, daß er sich als Berichterstatter dem habe darüber keine Auskunft erteilen können, weil die 
anschließe. D as  ist auch von anderen Rednern ge­ Stadtverordnetenversam m lung über bas Resultat der 
schehen. D er Normalbesoldungsetat ist also dam als Verhandlungen noch nichts erführen hat. Ich  würde 
ausdrücklich ohne irgend eine B indung darüber, wann deshalb darum bitten, vielleicht darüber Aufschluß 
die nächste Revision erfolgen soll, festgestellt worden. zu geben, wie die Verhandlungen verlaufen sind.
D as  wollte ich n u r zur Beantw ortung der Anfrage des 
H errn Kollegen Bollm ann feststellen. Bürgermeister Dr. Maier: D ie Führung der 
Linie D  war von der Straßenbahngesellschaft über die 
(D ie Versammlung beschließt nach dem Antrage Hardenbergstraße und das Knie nach dem Reichs­
des Petitionsausschusses die Ueberweisung der P e ti­ kanzlerplatz in Aussicht genommen. Herr S tad tv . 
tionen als M aterial.) Jocobi hat seinerzeit bei der B eratung des Vertrages 
angeregt, diese Linie über den Kurfürstendamm 
Borsteher-Ttellv. Dr. Hubatsch: durch die W ilm ersdorfer S traße , dann weiter durch 
den Kaiserdamm nach dem Reichskanzlerplatz zu 
IV. P e t i t i o n  d e s  G r u n d b e s i t z e r ­ führen. W ir haben uns von der S tadtverordneten­
v e r e i n s  N  e u = SB e ft e n d b e t r .  S t r a ­ versammlung ermächtigen lassen, auf der Grundlage 
ß e n b a h n  n a ch N  e u - W e st e nd. dieses Vorschlages m it den Straßenbahngesellschaften 
zu verhandeln. W ir haben das getan, und seinerzeit 
'Berichterstatter Stadt». Dr. Stadthagen: M eine hat H err Generaldirektor Dr. Wussow sich auf den 
Herren! D er Grundbesitzerverein Neu-Westend bittet, S tandpunkt gestellt, daß gegen diese Linienführung 
m it dem vereinbarten B an  der elektrischen B ahn bis keine Bedenken zu erheben seien. Neuerdings greift 
zum Reichskanzlerplatz so rechtzeitig zu beginnen, daß die Straßenbahngesellschaft auf ihr altes P rojekt zu­
die Eröffnung dieser Strecke zu dem festgesetzten rück, hat uns aber in Aussicht gestellt, falls die 
Term in erfolgen kann. W ir haben in diesem Jah re  D -Linie über die Hardenbergstraße und das Knie ge­
eine M agistratsvorlage angenommen, nach der die führt werden sollte, eine neue Linie über den Stur- 
Eröffnung dieser Bahn in etwa einem V ierteljahr er­ sürstendamm und die W ilmersdorfer S tra ß e  durch 
folgen sollte. D ie Verhandlungen zwischen der Gharlottenburg zu führen, um auf diese SBeise die 
städtischen Verwaltung und der Straßenbahngesell­ Verbindung m it dem S tad tte il südlich des Bahnhofs 
schaft sind auch rechtzeitig abgeschlossen. SB tim  die Charlottenburq, speziell m it dem Kurfürstendamm 
Gleise bisher noch nicht gelegt sind, so liegt es nicht zu verbessern. Inzwischen ist auch die Linie C ein­
an  uns, sondern an der noch fehlenden Zustimmung gerichtet worden, die im  wesentlichen eine neue Ver­
der anderen Instanzen, der in Betracht kommenden kehrsrelation im S inne  der Wünsche des Herrn 
Polizeibehörden und auch des .Zweckverbandes. Jacob i schafft.
M eine Herren, w ir fönen also bei dieser Sachlage 
nichs anderes tun, -als dem M agistrat die Angelegen­ (D ie Versammlung beschließt nach dem Antrage 
heit a ls  M aterial zu überweisen. des Petitionsausschusses die Ueberweisung der P e ti­
Unter b wünscht der Grundbesitzerverein Neu- tion als M aterial.)
Westend eine Fortführung der Linie, die bis zum 
Neichskanzlerplatz geht, über den Reichskanzlerplatz Vorsteher-Stellv. Dr. Hubotsch: P unkt 10 der 
hinaus durch die Reichsstraße b is zur Preußenallee. Tagesordnung:
M eine Herren, das ist ja in  gewisser Weise Zukunfts­
musik. S ie  wissen, daß an dem Reichskanzlerplatz Borloge betr. Prüfung der Gültigkeit einer Stobt- 
noch sehr wenig Häuser stehen. E s sollen zwar in »erorbnetenlöohi und Berichterstattung des 'Aus­
bezug auf die Fortführung Verhandlungen schweben; schusses. —  Drucksache 343.
Genaueres kann aber zurzeit noch nicht festgestellt 
werden. Jedenfalls liegt ein wesentliches Bedürfnis Berichterstatter Stobt». Erdmannsdörffer:
für diese Linie zunächst nicht vor, wodurch etwa die M eine Herren! Am 15. J u n i  wurde an S telle  des 
S tadtverw altung veranlaßt sein könnte, auf G rund verstorbenen S tad tv . S te in  H err S a n itä ts ra t 
der früheren allgemeinen Verträge m it der S tra ß e n ­ Dr. Genzmer einstimmig zum S tadtverordneln  ge­
bahn den B au  der B ahn zu verlangen. D a s  ist eine w ählt; am  30. Oktober aber erklärte diese Versamm­
Sache, die reiflich überlegt werden muß, und wir lung die W ahl für ungültig, weil der Vorstand nicht 
haben es auch hier für richtig gehalten, Ih n e n  zu ordnungsm äßig zusammengesetzt worden war. Am 
empfehlen, diese P e tition  dem M agistrat a ls  M ateria l 23. November fand die Neuwahl statt. Hierbei wurde 
zu überweisem H err Dr. Genzmer einstimmig wiedergewählt. E s  war 
diesm al alles ordnungsm äßig besetzt; es sind keine 
Stobt». Jocobi: Ich  habe dem eigentlich nichts Einsprüche gegen die W ahl erfolgt; H err 
hinzuzufügen: ich wollte Nur den M agistrat -bitten, Dr. Genzmer hat die W ahl angenommen. Ich  b itte  
darüber Aufschluß zu geben, was denn eigentlich daher um  Gültigkeit.
aus der D-Linie geworden ist. Ueber diese Ange­
legenheit ist ja seinerzeit von der Stadtverordneten­ (Die Versammlung beschließt demgemäß.)
        
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