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Periodical volume 17. und 18.Dezember 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

Sitzung vom 17. Dezember 1012 485 eine Uebertreibung, die in einer Petition an M agi­ Aussicht genommen wäre. E s wurde, wie wir das strat und Stadtverordnete nicht vorkommen dürfte. auch annehmen, erklärt, daß darüber zurzeit noch kein Woher die Petenten jetzt schon wissen, daß Rauch- Beschluß gefaßt wäre. Der Petitionsausschuß war und Rußbelästigungen eintreten, da das Haus erst im der Ansicht, daß auch jetzt am Schlüsse dieses Jahres Rohbau fertig ist und erst am 1. April nächsten noch nicht der geeignete Zeitpunkt wäre, diese Jah res bezogen werden soll, weiß ich nicht. Frage zu beraten, daß dagegen die Etatsberamng Ic h b itte S ie , entsprechend dem A n trage des im nächsten Frühjahr Gelegenheit geben werde, diese P etitionsausschusses die P e tit io n durch Uebergang Sache mit dem Magistrat zusammen zu besprechen. zu r T ageso rdnung zu erledigen. Meine Herren, ferner mache ich darauf aufmerk­ sam, daß in der Petition der Kanzlisten darauf hin­ (Die Versammlung beschließt demgemäß.) gewiesen ist, daß für sie am 1. Jan u a r nächsten Jahres die V e r s i c h e r u n g s p f l i c h t a l s A n ­ Vorsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: g e s t e l l t e nach d e m n e u e n P r i v a t a n g e ­ s t e l l t e n g e s e tz und damit eine starke finanzielle I I I . P e t i t i o n d e s W e i n g r o ß h ä n d l e r s Belastung einträte. E s ist ohne weiteres zuzugeben, M o g k b e t r . B e s c h w e r d e ü b e r d i e daß das neue Privarangestelltengesetz auch in die Ver­ U n z u l ä n g l i c h k e i t d e r G a s b e l e u c h - hältnisse der städtischen Angestellten tief hineingreift. t u n g. Es haben Angestellte, die ein Gehalt von 1680 bis 3300 J l beziehen, durch das neue Gesetz eine Be­ Berichterstatter Stadtv. Klick: Der Weingroß­ lastung in Höhe von jährlich 57 bis 120 oft zu tragen. händler Mogk am Savignyplatz hat sich über das Die S tad t hat selbstverständlich für ihre Angestellten schlechte Funktionieren seiner Gasbeleuchtung bei der Aufwendungen in gleicher Höhe zu machen. E s ent­ Gasanstalt beklagt und bittet in einer Petition an steht dann natürlich die Frage, wie diese Beamten­ die Stadtverordnetenversammlung, für Abhilfe zu kategorien sich damit abfinden sollen. Es ist begreif­ sorgen. Die Gasanstalt hat in entgegenkommender lich, daß, wenn jemand 3000 J l Gehalt hat, er bei Weise die dort vorhandenen Gasrohren ausgepumpt den jetzigen Zeiten nicht ohne weiteres in der Lage und dabei festgestellt, daß sie vollständig mit Naphtha­ ist, davon mit einem Male 120 dl für einen Zweck lin durchsetzt waren. Nachdem die Auspumpung der auszugeben, der vorher nicht bestanden hat, dessen Röhren erfolgt ist, hat sich der Weingroßhändler Mogk Wirkungen ihm erst in späterer Zeit zugute kommen in einem Schreiben an die Gasanstalt dafür bedankt sollen. T ie andern Kommunen haben zu dieser Frage und erklärt, daß er befriedigt sei. teilweise schon Stellung genommen. E s gibt Kom­ Ich b itte , diese P e t i t io n durch K enn tn isnahm e munen, die daraus den Schluß gezogen haben, eine a ls erledigt zu erklären. Versicherung ihrer Angestellten eventuell so eintreten zu lassen, daß sie nicht unter das Privatangestellten- (D ie V ersam m lung beschließ! dem gem äß.) gejetz fallen. Andere Kommunen haben den Gesamt­ betrag auf ihren E tat genommen. Unser Magistrat Vorsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: Es wird vor­ hat uns im Petitionsausschuß erklärt, daß die Frage geschlagen, Nr. V zuerst zu nehmen. in Angriff genommen, daß aber eine endgültige E nt­ scheidung noch nicht getroffen ist. E r wird uns aber (D ie V ersam m lung beschließt dem gem äß.) Anfang des nächsten Jah res in dieser Beziehung eine Vorlage machen. V. P e t i t i o n e n d e s S t a d t s e k r e t ä r s linier diesen Umständen kann ich Ihnen nur W o l f s u n d G e n . , d e s K a l k u l a t u r - empfehlen, die sämtlichen Petitionen dem M agistrat a s s i s t e n t e n H a r n i e r u n d Ge n . , d e s als M aterial zu überweisen. K a n z l t s t e n S t a b e u n d G e n . u u d d e s K o l o n n e n f ü h r e r s S t e p h a n b e t r . Stadtv. Bollmann: Meine Herren! Ich habe N e u r e g e l u n g d e r B e s o l d u n g s - , .gegen die Beschlüsse des Petitionsausschusses auf A n s t e l l u n g ^ - u n d L o h n v e r h ä l t ­ Ueberweisung dieser Petitionen als M aterial nichts n i s s e . einzuwenden. Der Herr Referent hat ja eigentlich schon die Frage wegen der Revision des Normaletats, Berichterstatter Stadtv. Dr, Stadthagen: Meine die ich an den Magistrat zu richten beabsichtigte, be­ Herren! Es liegen hier eine ganze Reihe Petitionen antwortet. Ich möchte jedoch dem Herrn Referenten von städtischen Beamten und Angestellten vor. S ie gegenüber, der darauf hinwies, daß wir uns jeden­ wissen, daß wir uns diesen Petitionen gegenüber im falls im Etatsausschuß darüber verständigen würden, Laufe der letzten Jahre so verhalten haben, daß wir wann die Revision des Normaietats stattfinden sollte, sie dem Magistrat als M aterial für die Revision des darauf aufmerksam machen, .daß meines Wissens ein Normalbesoldungsetats überwiesen. Die Einzel­ Gemeindebeschluß vorliegt, nach dem a l l e f ü n f heiten der beantragten Aenderungen ersehen S ie aus J a h r e der Normaletat einer Revision unterzogen den auf S . 445 der Vorlagen abgedruckten Wünschen. werden soll. Nun sind in den Petitionen aber doch auch einige all­ gemeine Gesichtspunkte angeführt, die mich nötigen, (W iderspruch.) darauf noch einzugehen. M eine H erren , in der P e t i t io n der K alku la tu r- D as wäre also das J a h r 1913. Nach meiner Ansicht assistenten ist direkt bean trag t, j e t z t e i n e R e v i ­ muß also die Revision des Norinaletats im nächsten s i o n d e s N o r m a l b e s o l d u n g s e t a t s a n ­ Jahre erfolgen. z u r e g e n . W ir haben im P e titionsausschuß den Berichterstatter Stadtv. Dr. Stadthagen (Schluß­ M a g is tra t gefragt, ob ein T erm in fü r die Revision wort): Ich Hobe vielleicht vorhin vergessen, daraus hin­ des N o rm a le ta ts vom M a g is tra t schon irgendw ie in zuweisen, daß die Revision des Nonnalbesoldungs-
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