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Periodical volume 26. Juni 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

302 Sitzung vom £26. Jun i 1912
E n tschu ld ig t sind die S ta d tv e ro rd n e te n  H e rre n !j wesen, d aß  d e r M a g is tr a t  sich a n  die S ta d tv e r o r d ­
Becker, B e rg m a n n , Dr. C rü g e r , G u ttm a n n , H irsch ,;n e te n v e rs a m m lu n g  gew an d t u nd  um  B ere its te llu n g  
J a s tro w , K a u fm a n n , Dr. L an d sb e rg e r , P ro tze , Rack­ e in e s  B e it r a g s  z u r  U nterstü tzung  u n d  z u r  L in d e ru n g  
witz, S ch w aß , W ag n e r, W eise un d  W enzke. der en ts tandenen  N o t ersucht h a t. W en n  g roße  G e ­
D ie  V orschläge des W ahlausschusses zu  N r .  2 1 , danken, bedeutende N euerscheinungen  im  mensch­
22 a b is  e u n d  23 a b is  1 der T a g e so rd n u n g  liegen  lichen Leben d a s  a llgem eine In te re ss e  w achrufen, 
m it den A kten a u s  u n d  gelten  a ls  genehm ig t, w enn  d a n n  h a t m a n  geg laub t, d aß  die S t a d t  a n  diesen 
b is  zum  Schlüsse d e r ö ffentlichen S itz u n g  W id e r­ E re ign issen  nicht g leichgültig  vo rübergehen  soll. Ic h  
spruch nicht erhoben w ird . e rin n e re  a n  d ie  A n te iln a h m e , d ie  seinerzeit bei der 
U eber die V orschläge z u r  T a g e so rd n u n g  Z ep p e lin k a ta s tro p h e  auch in  u n se re r S t a d t  lebhaften  
N r .  22  f  u n d  g  erfo lg! besondere B e rich te rs ta ttu n g . W iederha ll fand  u nd  in  e in e r V o rlag e  des M a g is tr a ts  zum  A usdruck kam . I n  der letzten S itz u n g  haben  w ir  
A u sg e leg t w ird  fe rn e r  die L iste  ü b e r die im  z u r  U n terstü tzung  des F lu g zeu g w esen s eine bedeutende 
A p r i l / J u n i  dieses J a h r e s  erled ig ten  E in b ü rg e ru n g s ­ S u m m e  bew illig t. D iese u nd  m anche ähnlichen  V o r­
gesuche. lagen  haben  allx d a s  eine gem einsam , d aß  sie a ls  
M e in e  H e rre n !  I c h  g laube, I h r e r  Z u stim m u n g  direkte städtische, kom m unale  A ngelegenheiten  nicht 
sicher zu  sein, w en n  ich H e rrn  K ollegen  O tto  fü r  au fg e faß t w erden  können. D iese A ehnlichkeit m i t  den 
d ie  B e re itw illig k e it u nd  Geschicklichkeit, m i t  der er v o rh e r e rw äh n ten  V o rlag en , keine städtische A ngele­
d ie  Geschäfte d e s  V o rs teh e rs  ü b e rn o m m en  u n d  v e r­ genheit zu  sein, h a t auch der P u n k t  3 unsere r heu tigen  
w a lte t h a t, den  herzlichsten D an k  ausspreche. T a g e so rd n u n g , wonach u n s  der M a g is tr a t  ersucht, 
5 0 0  dl a ls  G a ran tiev e rp flich tu n g  fü r  d ie  A u sfü h ru n g  
(A llse itig es  B ra v o .) d e r H ohenzo lle rn festsp iele  aus P im e ls w e rv e r  im  
S o m m e r  dieses J a h r e s  zu  bew illigen .
D a ß  er diese Geschäfte z u r  vollen  Z u fr ie d e n h e it der 
V e rsam m lu n g  g e fü h rt h a t, h aben  S i e  eben bekundet, D iese neg a tiv e  A ehnlichkeit ist aber auch der e in ­
u n d  d a s  habe ich schon in  K a rlsb a d  gehört. zige P u n k t  der U eb ere in s tim m u n g  zwischen jenen V o rlag en  u n d  d ieser; denn  die g roße  B e d e u tu n g , 
(H e ite rk e it.) welche d ie  verschiedenen A ngelegenheiten , die ich v o r­h in  stre ifte , haben , kann  m an  d e r g egenw ärtigen  V o r­
F ü r  den  H e rrn  V orsteher u n d  fü r  mich ist es ein  lage w ohl nicht beim essen. 5 00  dt soll die S t a d t  
g ro ß e r  T ro s t, d aß  unsere lan g e  A bw esenheit in  diesem a ls  G a ra n tie v e rp flic h tu n g  fü r  d ie  V e ra n s ta ltu n g  jener S p ie le  aussetzen. I m  a llgem einen  p fleg t m a n  G a ­
S a a le  kaum  gespü rt w o rden  ist. ran tiev e rp flich tu n g en  d a n n  zu erheben, w enn  die 
W ir  tre te n  n u n m e h r in  d ie  T a g e so rd n u n g  ein . ä l'onds perdu gezeichneten G e ld e r erschöpft sind u nd  
P u n k t  1 : n u n  die G a ra n tie ,  also die V ersicherung, herangezogen  
Borlage betr. Wanderpreis für Jugendpflege. — w erden  m u ß . I m  v o rliegenden  F a lle  ist es an d e rs . 
Drucksache 197 . D e r  A usschuß, der die V e ra n s ta ltu n g  dieser S p ie le  b e tre ib t, h a t b e re its  jetzt G e ld e r n ö tig . E s  scheint, 
a ls  ob ein  G ru n d fo n d s  fü r  d ie  S ache  ü b e rh a u p t nicht 
(D ie  V e rsam m lu n g  beschließt nach dem  A n tra g e  besteht. D ie  G a ra n tie  n im m t also h ie r  den C h arak te r 
d es  M a g is tr a ts ,  w ie fo lg t:; e in e r d irek ten  K ap ita lsze ich n u n g  an . D e r  A usschuß 
Z u r  B eschaffung e in e s  W an d erp re ises  fü r  ta g t u n te r  dem  Vorsitze des H e rrn  O b e rb ü rg e rm e is te rs  
B a r la u f  d e r Ju g e n d p f le g e v e re in e  w erden  von  S p a n d a u ,  H e rrn  G eheim en  R e g ie ru n g s ra ts  
1 00  dl b ew illig t, d ie a u s  dem  D is p o s it io n s ­ Koeltze. D ieser N am e  verpflich tet z u r  so rg fä ltigen  
fo n d s  zu en tn eh m en  sind.) P r ü f u n g  der V o rlag e , die u n s  vom  M a g is tr a t  gemacht 
is t; den»  v iele an d ere  G rü n d e  a ls  der bedeutende 
P u n k t  2 : N a m e  dieses H e rrn  sind eigentlich in  der V o rlag e  nicht 
g e n a n n t. I c h  habe die A kten, die d ra u ß e n  au slieg en , 
Vorlage Betr. Wanderpreis für den Meilenlauf des noch e in m a l d u rchgeb lä tte rt, iveil ich hoffte, es w ürde  
Gaues Eharlottenburg. —  Drucksache 198. d a r in  vielleicht irg en d e in  H in w e is  au f den C h arak te r 
des F estsp ie ls , d a s  d o rt au fg e fü h rt w erden  soll, e n t­
(D ie  V e rsam m lu n g  beschließt nach dem  A n tra g e  h a lten  sein; ich habe n ich ts gefunden . I c h  kann  mich 
d es M a g is tr a ts ,  w ie fo lg t: d er B efü rch tu n g  nicht ganz  erw ehren , d aß  d a s  F e s t­
D em  G a u  C h a r lo tte n b u rg  (D eutsche T u r n e r ­ spiel. dessen A u to r  in  den A kten auch n icht g e n a n n t 
schaft, K re is  I I I  t>) w ird  zu dem  am  2 5 . A ugust ist, vielleicht e in  klein w en ig  in  diesen —  w ie  soll ich 
1912  von  ih m  zu  v e ran s ta lten d en  M e ile n la u f  sagen —  d ra m a tis ie r te n  G eschichtstabellenstpl h in e in ­
durch C h a r lo tte n b u rg  e in  E h re n w a n d e rp re is  fä llt , den  m a n  a u s  schlechteren S tücken  d es M a jo r s  
im  W erte  von etw a 3 0 0  dl b ew illig t. D e r  er­ L au fs  h in  u n d  w ieder frü h e r  kennen g e le rn t h a t. R e in  
forderliche B e tra g  ist dem  D is p o s it io n s ­ vom  künstlerischen S ta n d p u n k t  a u s  könnte also eine 
fo n d s  zu  en tn eh m en .) U nterstü tzung  nicht recht in  F ra g e  kom m en.
N u n  w ird  m a n  e in w en d en : es h a n d e lt sich h ie r 
P u n k t  3 : um  die W ü rd ig u n g  e in es  historischen M o m e n ts . 
F ü n fh u n d e r t  J a h r e  sind verflossen, seit d ie jen ige  
Vorlage betr. Hohenzollernfestspiele auf Pichds- H errscherfam ilie , die heu te  noch ü b e r die M ark  
werder. —  Drucksache 199. herrscht, h ie r  ih ren  E in z u g  gehalten  h a t. E s  ist ja  
selbstverständlich, d aß  d ie s  e in  M o m e n t v on  bedeu­
Stadtv. MoSgau: M e in e  H e rre n !  W en n  N a tu r ­ ten d e r historischer T ra g w e ite  ist, u n d  alle  m eine  
ereignisse von  k a tas tro p h a le r B e d e u tu n g  d a s  L an d  F re u n d e  w ü rd en  sich w ohl, g laube  ich, be re it finden  
heim suchen, sei es unser V a te r la n d , seien es andere  lassen, die z u r  g e r e c h t e n  W ü rd ig u n g  dieses be­
S trecken  E u ro p a s , d a n n  ist es S i t t e  u n d  B rauch  ge- deu tsam en  historischen A ugenblicks n ö tig en  M i t te l ,  sei
        
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