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Periodical volume 19. Juni 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

Sitzung vom 19. Jun i 1912 291
die Aufnahme ohne weiteres erfolgen soll bei J n -  h ö h e r e n  Ueberschuß. D enn —  die Vorlage führt 
sektionskranken, bei Schwerverletzten, bei Kranken, das ja  au s —  die Ausgabe, die hier das Kapitel V  
bei denen der Aufnahm earzt nach den vorange­ der Arm endirektion leistet, ist im Kapitel V I  bei der 
gangenen D aten, also nach der Anamnese und nach Krankenhausverwaltung ja wieder a ls  E innahm e 
dem gegenwärtigen Befund eine schwere Erkrankung enthalten. Also, wenn w ir diese Ausgabe nicht ge­
erkennt, und dann soll auch ohne W eiteres die Auf- habt hätten, hätten w ir auch die Einnahm e nicht ge­
nähme erfolgen bei einzelstehenden Personen, die in habt. M it  anderen W orten: man nennt das einen 
Schlafstellen, in Chambres garnies sind, und in durchlaufenden Posten. D er Ueberschuß wird da­
anderen näher festzusetzenden Fällen. durch in keiner Weise beeinflußt. Von einer E n t­
Diesen Erwägungen lag ich ob, a ls ich zu meiner fettung kann also unter diesen Umständen nicht die 
F reude in den Asten einen Vermerk gefunden habe, Rede sein.
daß der M agistrat doch wohl zu ähnlichen E n t­ D a n n  h a t der H e rr  R eferen t ein zw eites B ild  
schlüssen gekommen ist. D enn er hat die A rm en­ gebraucht. D ie  starke Z u n ah m e der B elegung  des 
direktion beauftragt, das gegenwärtige E inziehungs­ K rankenhauses sei offenbar ein F eh le r in der O rg a ­
verfahren bei den Kurkosten zu prüfen und eventuell n isa tio n , und  w enn die O rg ane  krank seien, dann  
anderweite Vorschläge zu machen und zweitens eine sei der ganze K örper krank, und  d a s  sei doch sehr 
Zusammenstellung vorzulegen, welcher Prozentsatz der bedauerlich. M eine  H erren , ich glaube nicht, daß 
Kurkosten vor dem Beschluß, wonach kein Wahlrechts­ m an  die Z un ah m e der B elegung  des K rankenhauses, 
verlust durch die Nichtbezahlung der Kurkosten ein­ d a s  heiß t den A n dran g  von P a tie n te n , v o r allen 
tr it t ,  und nach demselben eingezogen worden ist. D in gen  von arm enkranken P a tie n te n , a ls  einen F eh le r 
Ich  möchte m ir nun diese Beschlüsse des M a ­ der O rg a n isa tio n  bezeichnen m u ß , und infolgedessen 
gistrats zu eigen machen und möchte weiter den V or­ stim m t nach m einer M ein u n g  auch d as  w eitere B ild  
schlag machen, einen Ausschuß von 11 M itgliedern nicht. W ir  können natürlich  die B elegung des K ra n ­
einzusetzen, in dem diese Punkte, die der M agistrat kenhauses nicht nach unserer Bequem lichkeit einrich­
angeregt hat, nun beraten werden, und ich möchte ten , und  w ir  können sie nicht h in an h a lten  —  das 
weiter bitten, daß in diesem Ausschüsse auch noch haben w ir  ja  w iederholt h ie r bei den V o rlagen  über 
statistisches M ateria l unterbreitet w ird, das Aufschluß E rw eite ru n g  des K rankenhauses e rö rte rt — , um  eine 
darüber gibt, wie die einzelnen Positionen des A rm en­ A usdehnung  und  N eu bau ten  im  K rankenhause zu 
e ta ts in den Kom munen G roßberlins belastet sind. verm eiden. Alst) darüber, daß  w ir  keinen E in flu ß  
S ie  wissen ja wohl alle, daß hier in  C harlottenburg haben au f den Z ustro m  der B evölkerung in s  K ranken­
bei den B ürgern  eine gewisse Anim osität gegen die h au s , ja, daß w ir in  gewissem S in n e  u n s  sogar d a r­
A rm enverw altung besteht. E s  wird der Arm enver­ über freuen sollen, w enn eine möglichst starke I n a n ­
w altung vorgeworfen, daß in zu üppiger und generöser spruchnahme sta ttfindet, im  In te re sse  der allgem einen 
Weise verfahren wird. Ich  mache m ir diese Vorwürfe Volkshygiene, d arüb er sind w ir  w ohl alle ein ig . W ir 
nicht zu eigen: aber es ist gut, wenn dies einm al vor­ haben Z e iten  gehabt, wo w ir  haben m it V o ru rte ilen  
gebracht wird, wenn diese S tatistik  dem Ausschuß gegen die K rankenhausbehand lung  kämpfen müssen; 
unterbreitet w ird, so daß w ir unseren M itbürgern  dar­ diese Z e iten  sind durch die G ü te  der E in rich tungen  
über auch Aufschluß geben können. unseres K rankenhauses glücklicherweise überw unden . 
Z um  Schluß möchte ich n u r noch darauf ein­ Ic h  glaube, d a s  ist ein sehr w ünschensw erter Z u ­
gehen, daß dem M ehrbedarf bei einzelnen E ta ts ­ stand. Ic h  glaube auch nicht, daß  es im  S in n e  des 
num m ern ein M inderbedarf von rund 65 OOO 
    
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