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Periodical volume 20. März 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

164 Sitzung rnmt 20. Marz 1912
M ag istra t vorgeschlagenen Jugendp fleger bere its  a n ­ gesundheil dienen soll, so b in  ich der M einung , daß  
erkannt. D a  die Entscheidung der R egierung  v iel­ die V orlage wohl der Volksgesundheit dienen könnte, 
leicht später einm al fü r die S tad tv e ro rd n e ten v er­ aber in erster L in ie  n u r  bestim m t ist, den hu rra- 
sam m lung von B edeutung  sei» könnte, erlaube ich patriotischen B estrebungen zu dienen. I m  Ausschuß 
m ir, den betreffenden P a ssu s  vorzulesen. E r  lau te t sind ja  auch Bedenken nach der R ichtung h in  ge­
wörtlich: ä u ß e rt w orden, w enn die S ta d t  C harlo ttenbu rg  der 
D e r Jugendp fleger w ürde von m ir im  R eg ierung  in  dieser F ra g e  nicht entgegenkäme, w ürde 
E invernehm en m it dem M a g is tra t zu ernennen der H err R eg ierungspräsiden t V eranlassung nehm en, 
sein. M it  dem Vorschlage der E rn en n u n g  des bei anderen wichtigen F rag en , z. B . w enn es sich um  
—  kommt der N am e des betreffenden H errn  —  die E in rich tung  eines Schw im m bades handeln sollte, 
zum  Jugendp flege! b in  ich einverstanden. der S ta d t  ebenfalls Schw ierigkeiten zu machen. S ie  
M ehr konnte aber die S ta d t  von der R egierung  sehen also, w as m an  befürchtet, w enn m an  hier nicht 
nicht erw arten. entgegenkommend ist. D a s  w ird  m eine F reu n d e  
A ls w eiteres M om en t fü r die V orlage w urde jedoch nicht h indern , nach wie vo r die V orlage ab­
im Ausschuß angeführt, daß es sich ja  n u r  um  ein zulehnen.
P ro v iso riu m  von einem J a h re  handele. Endlich er­
klärten die H erren  V ertre ter des M a g is tra ts , daß der (D ie  B e ra tu n g  w irb  geschlossen. D ie  V er­
M ag istra t bereit sei, nach etwa %  J a h r  einen a u s ­ sam m lung beschließt nach dem A ntrage  des A u s­
führlichen Bericht über die b is  dahin ausgeübte schusses, wie fo lg t:
Jugendpflege zu erstatten. D e r Ausschuß w ar in Z u r  B esoldung eines Ju g en d p fleg e rs  werden 
seiner M ehrheit der M e in u n g , daß dann  die A n ­ 600 cä und zu r U n te rha ltung  einer Z e n tra l­
gelegenheit defin itiv  zu regeln sei. A u s  allen diesen stelle fü r Jugendpflege  1000 dt —  beides zu ­
G ründen  beantrage ich im  N am en des Ausschusses nächst auf 1 J a h r  vom  1. A pril 1912 ab —  
die unveränderte  A nnahm e der M ag istra tsvo rlage . a u s  dem D isp o sitio n sfo n d s bew illgt.)
Stadtv . Neum ann: M eine H erren! N am ens Vorsteher K aufmann: P u n k t 6 der T ages­
m einer F rak tio n  habe ich die E rk lärung  abzugeben, o rd n u n g :
daß w ir der M ag istra tsvo rlage  zustim m en. D ieser 
Beschluß ist in  unserer F rak tio n  einstim m ig gefaßt 
worden, und w ir freuen u n s  dessen um  so m ehr, a ls  Vorlage betr. Verstärkung von Etatsnummcrn des 
es sich hier um  eine V orlage handelt, die in  erster Ort». Kapitel IX  für 1911. —  Drucksache 93.
L in ie  der Volksgesundheit d ient, der praktischen (D ie  B e ra tu n g  w ird  eröffnet und geschlossen. 
E rziehung der Ju g e n d  im  T u rn en , in  w eiten S p a z ie r ­ D ie  V ersam m lung beschließt nach dem A n trage  des 
gängen und im S p ie l. W ir  erblicken in  der V er­ M a g is tra ts , wie folg t:
b indung, die die R egierung  hier m it der K om m une 
vorgenom m en hat, ein nicht ungünstiges O m en. W ir a ) Z u r  V erstärkung der E ta tsn u m m e r O rd .
glauben, dadurch, daß der Jug en d p fleg er der K apite l I X  Abschnitt 2 N r . 5 —  A ußero rden t­
S ta d t  C harlo ttenburg  gleichzeitig auch L eiter der liche Schneebeseitigung —  w erden 28 000 . ,b ) zu r V erstärkung der E ta tsn u m m e r O rd .
Z entralstelle fü r den Bezirk P o tsd a m  w ird, die G a ­ K ap ite l I X  Abschnitt 2 N r . 8 —  W asserver­
ran tie  bekommen zu haben, daß h ier auch unseren brauch —  w erden 3500 dt und
In te n tio n e n  in  der Jugendpflege  gefolgt werden c) zu r V erstärkung der E ta lsn u n u n e r  £ 1d,
w ird. A us diesen G ründen  befürw orten  w ir die V o r­
lage, und ich wiederhole noch einm al, daß der B e­ K ap ite l I X  Abschnitt 2 N r. 11 — K 'e s  zum 
schluß von u n s  einstim m ig gefaßt w orden ist. B estreuen der S tr a ß e n  —  w erden 781,11 dt a u s  dem D isp o sitio n sfo n d s bew illigt.)
Stad tv . Richter: M eine  H erren ! Auch die B e­ P u n k t 7 der T ag eso rd n u n g :
ra tungen  im  Ausschuß haben nicht dazu beitragen 
können, die ablehnende H a ltu n g  m einer F reunde  Vorlage betr. N eueinteilung der Tauentzien- und 
gegenüber dieser V orlage um zustim m en. G erade das Kleiststraße. —  Drucksache 94.
M om ent, das der H err B erichterstatter hier m it in  
die D ebatte  geworfen hat, die Denkschrift des K u ltu s ­ (D ie  B e ra tu n g  w ird  eröffnet.)
m inisters, beweist au fs  entschiedenste, daß w ir  m it 
unserm S tan d p u n k te  vollkommen im  Rechte sind. Berichterstatter S tad tv . W agner: M eine
D enn  w enn hier in  der Denkschrift gesagt w ird , daß H erren! S e i t  dem J a h r e  1906 bem üht sich der 
die U nterstützung allen B estrebungen ohne U n te r­ M ag is tra t, S ie  zu veranlassen, zuzustim m en, daß  die 
schied der Konfession und  des politischen S ta n d ­ S traßenbahng le ise  a u s  dem F a h rd a m m  der
punktes zu teil w erden soll, so kann m an  diese A euße­ Tauentzien- und K leiststraße herausgenom m en und 
rung  m it einem  parlam entarischen Ausdruck nicht ihnen ein eigener S traß en k ö rp e r angewiesen werde. 
bezeichnen; ich m eine nicht die A eußerung des H errn  E r  ha t dazu verschiedene G rü n d e : Durch d as viele 
B erichterstatters. F a h re n  der anderen Fuhrw erke au f den G leisen hat 
sich der A sphalt an  den G leisen gelockert, und es sind 
(H eiterkeit) deshalb viele R e p a ra tu ra rb e iten  notw endig gewesen. 
E s  entstehen ö fte rs  K ollisionen m it anderen  W agen, 
sondern die A eußerung  des H errn  K u ltu sm in is te rs . weil derselbe S tra ß en k ö rp e r benutzt w ird . E s  ist' für 
Ic h  w ill also a u s  diesem G runde  davon absehen, d as  die P assan ten  schwierig, den elektrischen W agen a u s ­
näher zu charakterisieren. zuweichen, w ährend sie eine I n s e l  haben w ürden, au f 
I m  übrigen, w enn die H erren  von der andern  die sie sich re tten  können, w enn die S traßenbahng le ise  
S e ite  des H auses sagen, sie freuen sich, daß  hier einen eigenen S traß en b ah n k ö rp er haben w ürden? E s  
e tw as geschaffen w ird , w as in  erster L in ie  der V olks­ entsteht auch entschieden ein größeres Geräusch da-
        
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