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Periodical volume 13. März 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

Sitzung vom 13. März 1912 145
genehmes und schönes Bild bieten soll, so ist wohl dem 4000 dl aus dem Dispositionsfonds — 
Vorschlage des Hochbauamles zu folgen und der Kapitel I Abschnitt 12 — zu entnehmen.)
Schuppen architektonisch so auszubilden, wie er ge­
plant ist. Vorsteher Kaufmann: Punkt 15 der Tages­
Tie Hauptsache ist, daß Staub und Geräusch von ordnung:
den Kranken fern gehalten werden. Infolgedessen ist 
in der Nähe des Kesselhauses eine Durchfahrt vor­ Vorlage betr. Nachbewilligungen im Gasanstaltsetat.
gesehen, in die die Kohlenwagen hineinfahren. Die — Drucksache 77.
Türen werden dann geschlossen und die Kohlen aus 
den Wagen in Loren geladen, die auf Gleisen zu (Die Beratung wird eröffnet und geschloffen. 
den Stellen hinfahren, an denen die Kohlen gestapelt Die Versammlung beschließt nach dem Antrage des 
werben und umgekehrt von diesen Stellen aus nach Magistrats, wie folgt:
einem Kohlenbunker rollen, aus dem durch ein Folgende Etatsnummern des Ordinariums 
Becherwerk die Kohlen den Kesseln zugeführt werden. des Sondererats Nr. 5 — Gaswerke — für 
Es wäre wohl möglich gewesen, ohne diese Gleise aus­ 1911 werden verstärkt, und zwar:
zukommen. Aber gerade durch das Rollen einfacher a) Abschnitt I I  Nr. 2 — Abschrei­
Kipploren wäre auf dem Asphaltbetonboden ein bungen vom Werte der Gas­
großes Geräusch entstanden und ferner auch nicht der messer — u m ....................... 4 342,75 dl
Entwicklung von Staub so vorgebeugt worden, wie b) Abschnitt I I  Nr. 4 — Verzin­
es beabsichtigt ist. sung des Anlagekapitals für 
Wenn ich auf frühere Projekte aus den Akten Gasmesser — um . . . . 1 522,96 „ 
noch zurückkommen darf, so waren da Unterkellerungen c) Abschnitt I I  Nr. 6 — Kosten 
zum Speichern der Kohlen vorgesehew, die aber in für Instandsetzung von Gas­
bezug auf die Selbstentzündungsgefahr nicht allen messern — um . . . . . 10 000,— „
Anforderungen genügt hätten. Es wäre auch not­ d) Abschnitt X Nr. 3 — Unter­
wendig gewesen, die Kohlen noch auf etwa 3 m zu haltung der Retorten und 
heben, was noch größere Kosten, in Höhe von Oefen — um . . . . .  . 8 000,— „
38 000 vH, die noch dazu gekommen wären, verursacht e) Abschnitt X Nr. 8 — Unter­
hätte. Es war also nicht das zuerst aufgestellte Pro­ haltung des Straßenrohres — 
jekt zu empfehlen gewesen. um .  ........................... 3 000,— „
Es sind auch Versuche gemacht worden, die Form f) Abschnitt X IV  Nr. 1 — Be­
dieses Kohlenschuppens rechtwinklig zu gestalten. Das leuchtung der Fabrikräume — 
hat sich aber auch nicht empfohlen, sondern es ist diese um . . . . . . . . . 4 600,— „
sehr gefällige polygonale Form angenommen worden. g) Abschnitt X IV  Nr. 2 — Be­
Das einzige, was ich beim Durchlesen der Akten leuchtung der Verwaltungs­
und Ansicht der Zeichnungen zu bemerken gehabt räume — um . . . . .  . 400,— „
hätte, wäre, daß doch noch verhältnismäßig viel Holz h) Abschnitt XVI Nr. 15 — elek­
bei dem Kohlenschuppen verwendet wird, obgleich trische Kraft — um . . . . 2 000— „
dazu im Gegensatz für Ventilation und Lüftung i) Abschnitt X IX  Nr. 13 — Ver­
reichlich gesorgt ist. Ich habe mich deshalb mit dem zinsung der I I .  Abteilung der 
Hochbauamt betr. der Feuerstcherheit in Verbindung 1908 er Anleihe — um . . . 26 544,39 „ 
gesetzt, das mich aber darüber beruhigt Hot; die Sache k) Abschnitt XX Nr. 1 — Gasöl
hätte dem Brandmeister vorgelegen und entspräche — um . . . . . . .  . 15 000,— „
genau den polizeilichen Vorschriften. Das Hochbau­ 1) Abschnitt XX Nr. 3 — Koks­
amt hat sich außerdem bereit erklärt, die Sache noch verbrauch in der Wassergasan- 
daraufhin zu studieren, ob sich durch Beschlagung der lage — u m. . . . . .  . 14 000,— „
Bohlen mit Eisen, die dazu dienen, die Kohlen auf­ m) Abschnitt XX Nr. 4 — Be­
zustauen, die Feuerstcherheit vielleicht noch erhöhen leuchtung der Wassergasanlage
ließe, und überhaupt das ganze Projekt nach dieser — u m ................................ 1 100,— „
Richtung noch einmal zu prüfen, ohne die Kosten da> n) Abschnitt X X I Nr. 7 — Un­
durch zu erhöhen. terhaltung der Ammoniakfabrik
Ich möchte Sie, da die Sache eilig ist, doch — um . . . .................. 2 500,— „o) Abschnitt XX I Nr. 9 — Ar­
bitten, die Vorlage mit diesem Versprechen der Hoch­
baudeputation anzunehmen, da es ja möglich ist, beitslöhne für Arbeiter der 
daß der ganze Bau dadurch, daß wir ihn mit den Ammoniaksabrik — um . . 2 500,— „
Leichtkrankenhäusern zusammen aufführen, billiger P) Abschnitt X X I Nr. 11 — Ab­
wird und sonst später wieder neue Unruhe auf den schreibungen von den Anlagen 
Platz käme. der Ammoniakfabrik — um . 1,99 „
zusammen 95 512,09 dl)
(Die Beratung wird geschlossen. Die Versamm­
lung beschließt nach dem Antrage des Magistrats, Punkt. 16 der Tagesordnung:
wie folgt:
1. Dem vorgelegten Entwurf zum Bau eines Vorlage betr. Beitrag zur Bildung eines Fonds 
Kohlenschuppens auf dem Krankenhausgrund- zwecks Unterbringung erkrankter Kolonialkrieger in 
stück in Wcstend, sowie dem zugehörigen Erholungsheimen. — Drucksache 78.
Kostenanschläge, abschließend mit 44 000 dl, 
wird zugestimmt. (Die Beratung wird eröffnet.)
2. Die Mittel zu diesem Bau sind in Höhe von Ttadtv. Bade: Meine Freunde und ich können 
40 000 t// aus der Anleihe 1912, in Höhe von nicht für die Vorlage des Magistrats stimmen. Wenn
        
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