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Periodical volume 6. März 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

126 Sitzung vom !. März 1912
W ird, b an n  w ird  voraussichtlich auch die T re i te i lu n g s -  dieser S ache zu  tu n  haben . U nd  zw ar sind es gerade 
gesellschaft zu  K onzessionen d e r S t a d t  gegenüber bere it K reise, die nicht gleich M o rd  u n d  Z e te r  schreien, w enn  
sein. D e n n  w enn sie ih ren  B e tr ie b  w irtschaftlicher e in m a l v on  dem G rundbesitz m eh r O p fe r  v e rlan g t 
gestalten  kann, ist sie ja  auch in  der L age, trotz der be­ w erden .
stehenden V e rträg e , b illig e r fü r die S t a d t  zu a rb e iten . M e in e  H erren , a u s  diesem  G ru n d e , w egen dieser 
T e r  M a g is tr a t  h a t es n u n  a ls  seine A ufgabe be­ U ngerechtigkeit, mache ich mich zum  F ü rsp recher fü r  
zeichnet u n d  ist im  B eg riff , gem einsam  m it der G esell­ e inen  an d eren  M o d u s . A lle rd in g s  h a t der M o d u s , 
schaft nach M it te ln  zu suchen, u m  die V e rb illig u n g  den ich vorschlage, e inen  F eh le r , u nd  der besteht d a rin , 
zu  erm öglichen. M e in e  H erren , ich g laube, S i e  d aß  er dem M a g is tr a t  sehr große O p fe r  au ferleg t, eine 
können sich m it  dieser E rk lä ru n g  zu frieden  geben; g rößere  A rb e its la s t, freilich n u r  fü r  d a s  erste J a h r ;  
d en n  es g ib t kein an d e re s  M i t te l  a ls  d asjen ig e  der denn w enn  der M o d u s  erst e in m a l e in g e fü h rt ist, ist 
gütlichen  V e rs tän d ig u n g , da ja  e in  V e r tra g  b is  1922 die A rb e it später dieselbe. A b er ich g laube, der M a ­
existiert, d er e inse itig  nicht aufgehoben w erden kann. g is tra t h a t auch die m oralische V erp flich tung , ein  
M e in e n  A n tra g  habe ich e in g a n g s  m e in e r A u s ­ U nrecht, d a s  er e in m al begangen  u n d  selbst e rkann t 
fü h ru n g e n  gestellt. I c h  b itte , entsprechend zu be­ h a t, nicht zu  verew igen , u n d  er d a r f  m e in es  E rach ­
schließen. te n s  diese g rößere  A rb e its la s t nicht scheuen.
I c h  b itte  desha lb , m eine  H e rren , die R e so lu tio n  
Vorsteher Kaufmann: M e in e  H e rren , H e rr  K o l­ an zunehm en .
lege J a e o b i  h a t fo lgende R e so lu tio n  b e a n tra g t —  es 
ist zulässig, d aß  h ie r auch eine R e so lu tio n  gefaß t (D ie  B e ra tu n g  w ird  geschlossen.)
w erden  san n , obgleich es ja n u r  eine E r le d ig u n g s ­
e rk lä rung  ist — : Berichterstatter Stadtv. Jolenberg (S c h lu ß w o r t) :  
I c h  b itte  S i e ,  m eine  H e rren , d ie  R e so lu tio n  des 
D ie  S ta d tv e ro rd n e te n v e rsa m m lu n g  w olle be­ K ollegen J a c o b i  an zu n eh m en . E s  lä ß t  sich wirklich 
schließen, den M a g is tr a t  zu ersuchen, in  E rw ä ­ n ich ts dagegen  e inw enden , d aß  w ir  den M a g is tr a t  
gu n g en  d a rü b e r  e in zu tre ten , ob sich ein  au ffo rd e rn , E rw ä g u n g e n  anzustellen .
a n d e re r M o d u s  der G eb ü h ren erh eb u n g  fü r  die 
M ü llb e se itig u n g , e tw a nach der bebau ten  F läche Vorsteher Kaufmann: W ir  kom m en z u r A b ­
u n d  der E tag en zah l, erm öglichen ließe. stim m u n g . D e r  A usschuß  b e a n tra g t, d ie  F ra g e  10 
a ls  e rled ig t zu erachten.
Stadtv. Jacobi: M ein e  H e rren , ich w ill a u f  
die A u sfü h ru n g e n  des H e rrn  R efe ren ten  bei der v o r­
gerückten Z e it  nicht e ingehen ; aber e inen  der g rö ß ten  (D ie  V e rsam m lu n g  beschließt dem gem äß .)
U ebelstände der ganzen  M üllsache m u ß  ich doch e r­
w ähnen . D a s  ist die ungleichm äßige E rh eb u n g  der N u n  w ird  bei dieser G elegenheit fo lgende R e ­
G '-büh ren . D e r  eine bezah lt 1 dl, d e r andere  2 cK, so lu tio n  b e a n tra g t:
d e r d r i t te  sogar 3 dl.
D ie  S ta d tv e ro rd n e te n v e rs a m m lu n g  w olle 
(Z u r u f :  W o fü r  d e n n ? ) beschließen, den M a g is tr a t  zu ersuchen, in  E r ­
w ägungen  d a rü b e r  e in zu tre ten , ob sich e in  
—  F ü e  dieselben L e is tung en . —  I c h  habe schon ge­ an d e re r M o d u s  der G ebü h ren erh eb u n g  fü r  die 
h ö rt, d aß  ein  K a u fh a u s  b illig e r m it seinen P re ise n  M ü llb e se itig u n g , e tw a nach der beb au ten  F läche 
ist a ls  d a s  andere . H ie r  aber n im m t ein  K a u fh a u s  und  der E tag en zah l, erm öglichen ließe.
fü r  dieselbe W a re  die verschiedenen P re ise , d ie  ich 
eben e rw ä h n t habe, u n d  dieses K a u fh a u s  ist in  diesem (D ie  V ersam m lu n g  beschließt dem gem äß .)
F a l l  die S t a d t  C h a rlo tte n b u rg . M e in e  H e rren , S i e  
können versichert sein, d aß  in  den K reisen , d ie  v on  D a m it  schließe ich die öffentliche S itz u n g , indem  
dieser U ngerechtigkeit be tro ffen  w erden , eine sehr ich m itte ile , d aß  d ie  m org ige  S itz u n g  a u s fa lle n  w ird .
große  M iß s tim m u n g  herrscht, u n d  d aß  diese M iß s tim ­
m u n g  sich a u f  D in g e  au sd e h n t, die g a r  n ich ts m it (S c h lu ß  der S itz u n g  11 U h r 30  M in u te n ) .
        
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