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Periodical volume 6. März 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

Sitzung vom (i. März 1912 109
dem  U rte il  der L eh re r nicht m eh r in  d ie H ilfsschule e in  e tw a s  w e ite r  südlich gelegenes städtisches 
g eh ö rten , w ied e r h ra u sz u n e h m e n ; der S p r u n g  b is  G rundstück  zu  b ebauen , wo u n s  e in  T e r r a in  
nach d er N orm alschu le  w a r  fü r  diese K in d e r  zu w eit. z u r  V e rfü g u n g  stan d . D e n  H e rrn  S ta d tv e ro rd n e te n  
Je tz t  haben  sie b is  nach der L -K lasse  n u r  noch die S chw arz  t r i f f t  ebensow enig w ie a lle  ü b rig e n  e in  
H ä lf te  d e r D is ta n z  zurückzulegen: d a s  verm ögen  sie. V o rw u r f  d a ra u s . Liber w enn  w ir  auch d a s  S c h u l­
W ir  frag en  alle  J a h r e ,  w enn  d a s  P e n su m  e iner h a u s  nicht d o r t  errich ten  konn ten , w o w ir  eigentlich  
K lasse e rle d ig t ist, nach, ob in  d e r H ilfsschu le  K in d e r  w o llten , so bedeu te t d e r B a u  doch e inen  F o r ts c h r itt .  
v o rh a n d e n  sind, welche nach d er U eberzeugung  der D ie  erste günstige  F o lg e  ist, d a ß  w ir  d ie H ilfs ir lu tl-  
L eh rk räfte  in  eine L -K lasse kom m en m üssen. D a s  ist klaffen in  d e r Jo a c h im S th a le r  S t r a ß e  kassieren u n d  
in  e tw a  2 0  F ä lle n  vo rgekom m en. D iese  Z a h l, m eine m it  nach der B le ib tre u s tra ß e  verleben  können . Auch 
H e rre n , ist sehr g ering  bei d e r sehr g ro ß en  M en g e  von  fü r  v iele an d e re  K in d e r  der H ilfsschu le  in  d e r B i s ­
S c h ü le rn . A b er es scheint m ir  doch e tw a s  a u ß e r ­ m arckstraße ist der Tausch schlechterer R ä u m e  m it 
o rden tlich  W e rtv o lle s  zu  sein, d a ß  w ir  u n s  jetzt solcher besseren bei gleichen S chu lw egen  nicht g e rin g  a n z u ­
K in d e r  besser an n eh m en , d a ß  w ir  sie von  dem  fü r  sie schlagen. F ü r  d ie jen igen  K in d e r  freilich, welche 
zu lan g sam en  L eh rg än ge  befre ien  können. Ic h  h ä tte  w e ite r nach N o rd e n  h in  w ohnen , w ü rd e  der S c h u l­
e rw a rte t , d aß  H e r r  O b e r le h re r P ro fe s so r  S c h w a rz  d a s  weg recht w e it w erden . A b er w er w ill  denn  d a s ?  
a n e rk en n t. W ir  m üssen eben fü r  diese K in d e r  entsprechende E i n ­
A u f der an d e ren  S e ite ,  m eine  H e rren , kom m t rich tu n g en  tre ffen . W ir  h aben  schon d a m it b eg o n n en : 
auch fo lg end es v o r :  d aß  e in  K in d , welches sich in  der e ine K laffe ist b e re its  a u f  d e r H a lb in se l e rrich te t 
N orm alschu le  nicht h ä lt, w egen a llz u  g e rin g e r B e ­ w o rd en . E s  besteht d ie Absicht, sobald die Z ah l der 
g ab u n g  zunächst nach der L -K lasse  überw iesen  w ird . S c h ü le r g ro ß  genug  ist —  ich g lau b e , schon O ste rn  
D iese  L -K lasse  ist e ine  ganz  vorzügliche U eber- 1912 w ird  d e r T a g  e in tre te n  — , im  N o rd e n  eine 
g a n g ss ta tio n  fü r  solche K in d e r . D ie  K lassenfreguenz w eitere  H ilfsk lasse e inzu rich ten . I n  dem  M a ß e , in  
ist v iel g e rin g e r, d a s  V e rh ä l tn is  des L e h re rs  zum  dem die Z a h l d e r S c h ü le r  z u n im m t, w erden  w ir  
S c h ü le r  u n d  zum  E l te rn h a u s  ist v iel in n ig e r , d ie V e r­ im m er w eite re  K lassen e in rich ten , so d a ß  sich also a u s  
b in d u n g  m it  dem  S c h u la rz t  ist auch viel enger. A u s  der e inen  S chu le , d ie b ish e r  im  Z e n tru m  d es O s te n s  
dem  Z u sam m en w irk en  d ieser In s ta n z e n  e rg ib t sich gelegen w a r, zw ei S c h u le n  entw ickeln w erden , d ie eine 
gelegentlich  d ie E rk e n n tn is , d a ß  e in  K in d  auch in  der im  südlichen T e il , d ie  an d e re  im  nö rd lichen  T e il  des 
L -K lasse  noch zu  stark an g es tren g t w erd en  m ü ß te , d aß  O sten s . E s  ist nicht rich tig , d a ß  m an  h ie r in  e tw a s  
seine geistigen  K rä f te  nicht g enügen , u m  in  der L -  U n g ü n stig es  zu erblicken h a t. E s  ist d ie g anz  n a tü r ­
K lasse fo rtzu k o m m en , u n d  d a ra u s  e rg ib t sich d a n n , liche E n tw ick lung  der D in g e . U nd  w enn  auch die 
d a ß  d a s  b e treffend e  K in d  nach d er H ilfsschu le  kom m en S chu lw ege fü r  e inzelne K in d e r  eine Z e it la n g  e tw a s  
m u ß . D ie  M e h rz a h l ab e r e rw eist sich z w a r a l s  zu w e ite r  w erd en  so llten , so ist d a s  nicht schlim m : h a n d e lt  
schwach fü r  d ie N o rm a lre ih c , aber fü r  B  a ls  geeignet es sich doch n u r  u m  e in  P ro v is o r iu m !
u n d  b le ib t d aher d o rt . K o n n te  sich frü h e r e in  K in d  D ie  g e fo rd erten  statistischen N achw eisungen  ü b er 
in  d er N orm alk lasse  n ich t h a lte n , so gab  es b loß  die die B e ru fsw a h l der K in d e r  in  den L -K lassen  u n d  
e inzige M öglichkeit, d a s  K in d  nach d er H ilfsklasse zu H ilfsk lassen  zu  l ie fe rn  b in  ich n ich t in  der L a g e : v ie l­
b r in g e n . U nd  d abei sind m anche M iß g r if fe  vo rge­ leicht, d a ß  u n ser A rb e itsn a c h w e is  e tw a s  l ie fe rn  kann . 
kom m en. E in  K in d  z. V ., d a s  a u s  d e r H ilfsschule D ie  S c h u lv e rw a ltu n g  e rfä h r t  ja  nicht, w a s  a u s  den 
e in es  benachbarten  V o ro r te s  kam  u n d  d a ru m  ohne H ilfssch u lk in dern  sp ä te r w ird . S i e  n im m t sich zw ar 
w e ite res  in  unsere  H ilfsschu le  au fg en o m m en  w urd e , d e r K in d e r , d ie in  C h a r lo tte n b u rg  b leiben , nach M ö g ­
ist nach e inem  J a h r e  nach d er L -K lasse  versetzt w o rd en , lichkeit u n d  sehr g ern  auch w e ite r a n , a b e r es ist doch 
u n d  w ied er nach IV 2 J a h r e n  h aben  L e h re r  u n d  R ek to r n u r  ein  sehr k leiner T e i l  der eh em alig en  C h a r lo tte n ­
d a s  U rte il  abgegeben: d a s  K in d  kann  nach der N o r ­ b u rg e r H ilfssch ü ler, d e r auch in  der F o r tb i ld u n g s ­
m alklasse zurückkom m en. E s  ist ja  m öglich, d a ß  bei schule w ied er zu  u n s  kom m t. M e in e  H e rre n , es 
diesem  K in d  d ie ganz  n o rm a le n  geistigen  K rä f te  e r­ h a n d e lt sich h ierbei u m  eine w ichtige A usgabe . U m  
w acht s in d ; a b e r w ahrscheinlicher is t es, d a ß  d a s  K in d  die ehem aligen  K in d e r  d e r H ilfsschu le  sollte m an  sich 
a n fa n g s  n u r  vernachlässig t w a r  u n d  d a ru m  in  der n icht b loß  b is  zum  14. J a h r e  g ründ lich  k ü m m ern , 
N orm alschu le  g ro ß e  S chw ierig ke iten  gem acht h a lte . sondern  noch v iel lä n g e r . H offen  w ir , d a ß  d a s  
D e ra r t ig e  M iß g r if fe  kom m en jetzt w ohl nicht m ehr nächste J a h rz e h n t  u n s  d er L o su n g  d ieser A ufg abe  
v o r :  ich hoffe, sie sind ausgeschlossen. E s  ist also n ä h e r  b r in g t. I c h  g lau b e  ab e r n ich t, m ein e  H e rre n , 
e tw a s  g anz  N a tü r lic h e s , d a ß  in  dem selben M a ß e , in  d aß  eine  S t a d t  a lle in  in  d e r L age  ist, h ie r  genügend  
dem  die L -K lassen  zu neh m en , d ie Z a h l  der S ch ü le r F ü rso rg e e in r ich tu n g e n  zu tre f fe n : h ie r  w ird  d e r S t a a t  
d e r H ilfsk lassen  a b n im m t. Ic h  h a lte  d a s  fü r  eine e ing re ifen  m üssen.
d u rc h a u s  segensreiche W irk u n g  der n euen  M a ß n a h m e .
U eber d ie w e iten  S chu lw ege bei d e r H i lf s ­ Bürgermeister Mailing: M e in e  H e rre n , ich
schule III w ünscht d e r H e r r  S ta d tv e ro rd n e te  ebenfa lls  m öchte S i e  b itte n , sich m it  d e r E rk lä ru n g  z u  be­
A u sk u n ft . N u n , m ein e  H e rren , d a s , w a s  er h ier g n üg en , d ie der H e rr  S c h u lra t  soeben abgegeben h a t, 
d a rü b e r  angegeben h a t, ist e tw a s  u n v o lls tän d ig . W ir  d a ß  S ie  die statistischen N achw eisungen , w e n ig s te n s  
h aben  beschlossen —  u n d  soviel ich w eiß , h a t H e rr  d ie jen ig en , die S i e  im  v o rig e n  J a h r e  gew ünscht 
S ta d tv .  S ch w a rz  se inerzeit m it  d a fü r  gestim m t, so­ h aben , in  a llernächster Z e i t  e rh a lte n  w erd en . Ich 
w ohl in  der S c h u ld c p m a tio n  a ls  auch h ie r  —  w ir  g lau b e , es w ird  sich d a n n  G e leg en h e it f in d e n , zu  
h aben  beschlossen, fü r  die H ilfsschu le  III, die in  p ro ­ p rü fe n , ob u n d  in w ie w e it d ie  statistischen N achtuet- 
visorischen R ä u m e n  in  d e r B ism arck straß e  u n te rg e ­ ju n g e n  genügen , u m  die P r ü f u n g e n  v o rzu n eh m en , 
b racht w a r, e in  besonderes S c h u lh a u s  zu errich ten . die H e rr  S ta d tv .  S ch w a rz  w ünscht. Ic h  g lau b e  kaum , 
E s  w a r  le id e r nicht m öglich, es gerade a n  d er S te l le  d a ß , solange diese statistischen N achw eisungen  noch 
zu errich ten , wo es die S c h u lv e rw a ltu n g  am  liebsten nicht v o rh a n d e n  sind , sich d ie  F o rtse tzu n g  d ieser D e ­
gesehen h ä tte , e tw a in  der M i t te  d es Hochschul- b a tte  em pfehlen  w ird .
v ie r te ls :  denn  d o r t  bekam en w ir  eben kein G ru n d ­
stück. W ir  m u ß te n  u n s  also d a m it  begnügen. ( S e h r  r ic h tig !)
        
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