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Periodical volume 6. März 1912

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1912

106 Schung vsm 6. März 1912
Ic h  rekapituliere m eine Wünsche: erstens eine ich sage n u r :  das, w as H err S ta d tv .  Schw arz 
aintsstatistische Z usam m enfassung der S ch u la rz t­ hier angeführt und . zum  A n laß  einer K ritik  
berichte, zw eitens eine amtliche (b isher „ u n a u s fü h r­ genom m en hat, beruh t auf einem  I r r t u m ,  und das 
b a re") S ta tis tik  der Umschulungen, d r itte n s  eine w ird  sich ja  in  w enigen M o n a ten  zeigen, w enn I h n e n  
A m tsstatistik , welche die N orm alzah l der H ilfs- der Kassenabschluß vorgelegt w erden w ird .
schulklassenplätze m it dem Hilfsschülerprozentsatz G anz und gar nicht hängt dam it zusam m en und 
von der S u m m e  der G em einde- und H ilfs- kann bei dieser P o s itio n  zum Ausdruck gebracht w er­
schüldr vergleicht und die W eite der H ilfs ­ den, w as der H err S tad tv e ro rd n e te  dam it in  Z u ­
schulwege graphisch darstellt, v iertens eine Am ts* sam m enhang brachte, daß z. B . die Rektoren entlastet 
siatistik der Schulbesuchsdauer, des Schul- w orben seien. S e i t  E in fü h ru n g  der neuen M a ß n a h ­
wechsels und der B eru fsw ah l der K inder in  den m en haben sie in  der Schule eine E rm ä ß ig u n g  ih rer 
B=,Klassen und endlich fün ftens eine amtsstaristische Pflichtstundenzahl um  zwei S tu n d e n  erfahren. D a ­
Feststellung der Klassen der höheren Schulen , in durch werden die A usgaben fü r M ehrstunden  beein­
welche Geineindeschüler aufgenom m en w erben sind, f lu ß t. Aehnlich verhält es sich m it den A usgaben 
und der Entw icklung der letzteren auf senen höheren fü r die S p ie ls tu n d en , welche seit E in fü h ru n g  des 
L ehranstalten . W enn w ir diese S ta tistiken  rechtzeitig neuen L eh rp lan s in  den un tersten  Klassen eingeführt 
vor den S9erHandlungen des E tatsausschusses bekom­ w orden sind. Diese werden, wie alle S p ie ls tunden , 
m en, so ist d a s  von großer B edeu tung  fü r die E n t ­ a u s  der P o s itio n  Jugendsp ie le  bezahlt. B eides hängt 
schließungen des M a g is tra ts  und der L-tadtverord- in  keiner Weise m it der P o s itio n  Nachhilfeunterricht 
netenversam m lung hinsichtlich des B a u es  von Schulen zusam m en.
und  der S chu lo rgan isa tion . W ir schaffen u n s  dam it W as den N achhilfeunterricht in  den B-M assen 
eine allgem ein zugängliche, objektive und darum  ge­
sicherte G rund lage  für die Entschließungen des E ta ts -  anbelangt, so sind w ir  u n s  wohl bew ußt, daß hierbei 
ansschuffes und der S tad tvero rdnetenversam m lung . m it großer Vorsicht vorgegangen w erden m uß . A ber keinesfalls können w ir  zu dem Schlüsse kommen, daß 
diejenigen K inder, welche langsam er arbeiten , welche 
(B ra v o !) zum  großen T e il körperlich, teilweise auch geistig 
e tw as schwächer sind a ls  die übrigen, keiner Nach­
Stadtschulrat Dr. Neufert: M eine  H erren , es hilfe bedürfen. I m  G egenteil, sie bedürfen derselben 
ist richtig, daß die im  vorigen J a h re  geforderte besonders. E s  ist b isher bei der S ta d tv e rw a ltu n g  
S ta tis tik  I h n e n  noch nicht vorgelegt w orden ist. S ie  w ohl im m er G rundsatz gewesen, den körperlich wie 
ist aber abgeschlossen, liegt zurzeit zum  Druck vor geistig B edü rftigen  die helfende H and  zu reichen, wo 
und  w ird  I h n e n  demnächst zugehen; ich verm ag es notw endig ist, und daß  es bei diesen notw endig  ist, 
jedoch nicht zu sagen, ob d a s  in  acht oder in  etwa u n terlieg t fü r  mich w enigstens g a r keinem Z w eife l. 
vierzehn T agen der F a l l  sein w ird , glaube aber auch, A ber m it Vorsicht m uß der N achhilfeunterricht er­
es w ird  nicht so viel d a ra u f ankomm en. Je d e n fa lls  te ilt w erden. D ie  K inder sollen nicht überanstrengt 
w ird  es aber nicht möglich sein, w enn die Sache Ih n e n  w erden; da rüber w erden die Schu lärz te , da rüber w ird  
bald vorgelegt werden soll, alle die statistischen Nach­ auch die S chu lverw altung  wachen. D ie  Schuldepu- 
weisungen, die der H e rr V orredner wünscht, noch ia tio n  ha t die allgem einen B estim m ungen über den 
m it aufzunehmen. M eine  H erren , sollten w ir das N achhilfeunterricht im  letzten Sem ester einer Revision 
a lles ausfüh ren , w as da gewünscht w orden ist, so unterzogen. S ie  hat P u n k t für P u n k t nachgeprüft, 
g laube ich nicht, daß d as m it den B ureaukräften , die und sie hat nicht nö tig  gehabt, wesentliche A bänderun ­
der S chu lverw altung  zu r V erfügung  stehen, erreicht gen an den b isher geltenden allgem einen B estim m un­
werden könnte. D ie  H erren  sind sämtlich —  und gen vorzunehm en: aber sie hat hier und da ein iges 
ich glaube, mich einschließen zu können —  reichlich m it getan, um  H ärten  und K an ten  abzuschleifen, und sie 
A rbeit besetzt: sie können nicht wesentlich m ehr über­ w ird  auch in  Z ukun ft in  diesem S in n e  arbeiten . D a s  
nehm en. H err S ta d tv . Schw arz sollte da auch ist ja  natürlich, daß bei neuen M aßnahm en , zum al 
den A n tra g  stellen, w eitere H ilfskräfte  zu überweisen. bei M aßnahm en , die sich au f viele T ausende von 
W enn ich n u n  au f die übrigen A u sfüh rungen  K indern  erstrecken, hier und da einige K an ten  und 
des H errn  V orredners  im  einzelnen eingehen soll, so H ärten  vorkom m en; m an  kann eben bei der unge­
glaube ich nicht, daß es m ir  möglich sein w ird, ihm heuren M ann ig fa ltigke it der F ä lle  nicht von vo rn ­
in  a llen  P u n k te n  zu erw idern ; m ein  B leistift w ar herein an alle E inzelfä lle  denken. A ber w enn die 
nicht in  der Lage, so schnell a lles aufzuzeichnen, wie S chu lärz te  gelegentlich wegen des G esundheits­
es hier vorgetragen w urde. Ic h  b itte  also die V er­ zustandes eines S chü lers gegen den N achhilfeunter­
sam m lung um  E ntschuldigung, w enn ich den einen richt Bedenken haben, so sollen sic nach der Ansicht 
oder andern  P u n k t  übergehen sollte. S o w e it ich m ir der S chu ldepu ta tion  auch in  die L age versetzt w erden, 
N o tizen  gemacht habe, w ill ich gern d a raus eingehen. diesen Bedenken sogleich Nachdruck zu geben. Nicht 
D e r  H err V orredner m einte, die Rechnung, nach bloß in  den B-Klassen, sondern in  a llen  K laffen ist 
welcher der E ta t  fü r  den N achhilfeunterricht aus­ den S chu lärz ten  gestattet, w enn sie erhebliche B e ­
gestellt w orden ist, sei eine rvsenfarbige, es w ürden  denken haben, sofort den N achhilfeunterricht zu sus­
noch N achforderungen kommen. M eine  H erren , die pendieren. S ie  sind dann  aber gehalten, die betref­
Sache ist in  der D e p u ta tio n  besprochen w orden. Ic h  fenden K inder alle M o n a te  au fs  N eue zu untersuchen, 
trete  durchaus fü r die gegebenen Z ah len  e in ; es w ird  ob eine D isp en sa tio n  noch in  vollem  U m fange nö tig  
in  diesem J a h r e  keine N achforderung kommen, son­ ist, oder ob der körperliche Z ustand  des K indes sich 
dern w ir werden noch einige tausend M ark  E r ­ inzwischen soweit gebessert hat, d aß  nunm ehr Nach­
sparnisse in  dieser P o s itio n  haben. hilfe —  fa lls  dieselbe nach dem U rte il der L ehrer noch 
nö tig  ist —  erte ilt werden darf. U ebrigens haben 
(N a ! na! und H ö rt!  h ö rt!) w ir  die L ehrer auch gefragt, ob die zum  Schutz kör­
perlich schwacher K inder getroffenen M aßnahm en  
Ic h  glaube nicht, daß es Ih re m  Wunsche entspricht, ausreichend sind, und  sie haben d as m it üb e rw älti­
daß ich au f E inzelheiten  in dieser B eziehung eingehe; gender M eh rh e it bejaht.
        
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