Path:
Periodical volume 16. Februar 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzlmg vom 16. Febmar 1910 45 hätten: Gott, um die Zukunft kümmern wir uns J a h r wachsen. S ie sehen, daß die Provinzial­ nicht, wir schließen einen Vertrag auf 20, 30 Jah re , steuern in diesem Jahre die Sum m e von 1 408 0C0,ft, — dann wären wir jetzt nicht in der glücklichen Lage, also beinahe 1% M illionen Mark erreicht haben, diesen großen Posten einzustellen. Und ich glaube, gegen das Vorjahr ein M ehr von 191 000 ,ft; S ie w i r h a b e n e b e n s o d i e V e r p f l i c h ­ sehen ferner, daß die Polizeikosten infolge des neuen t u n g , u n s e r e r s e i t s a u c h a n d i e z u ­ Polizeikostengesetzes von 600 000 Ai aus 635 000 M k ü n f t i g e G e n e r a t i o n z u d e n k e n , gestiegen sind. w i e e s d i e V e r g a n g e n h e i t u n s N un scheint es ja, als ob einige Herren, die g e g e n ü b e r g e t a n h a t . D ann bedenken vor m ir gesprochen haben, den dringenden Wunsch wir doch auch, welche großen Aufgaben uns noch haben, noch vier mehr Geld für die Polizei auszu­ bevorstehen. Der Herr Vorsteher erwähnte schon geben. Es ist wörtlich gesagt: w ir würden gern einige. Wir haben hier eine Reihe von Punkten, die mehr geben, wenn uns mehr geleistet wird. Meine nahezu reif sind; ich erinnere an d a s W o h n u n g s- Herren, ich bin anderer M einung: ich meine, daß a m t , erinnere auch vor allen Dingen an die wir schon viel zu viel Geld für die Polizei ausgeben. B a d e a n s t a l t in der Nürnberger S traße. Leider sind wir durch das Gesetz dazu gezwungen M eine Herren, auf die Dauer werden wir den und können an diesen Ausgaben nichts abknappsen. Platz nicht weiter öde liegen lassen können. Er Selbstverständlich verlangen wir, daß die Polizei verschlingt jährlich, glaube ich, 200 000 M Zinsen auch ihren eigentlichen Zweck erfüllt, d. H. daß und dieser Betrag kommt natürlich immer weiter sie für die Sicherheit des Publikums ein tritt; auf den B au der Badeanstalt herauf. Wir aber zu andern Zwecken wird von unserer Seite, m ü s s e n d a b a l d zu e i n e m E n t s c h l u ß und ich glaube, auch von der M ehrheit der V er­ k o m m e n , a u c h i m I n t e r e s s e d e r sammlung, die Polizei sehr wenig in Anspruch B ü r g e r s c h a f t . Ebenso liegt es m it einigen genommen. W enn wir dafür zahlen, tun w ir es, anderen Punkten, auf die ich nicht näher ein­ weil wir durch die staatliche Gesetzgebung dazu gehen will. gezwungen sind. Meine Herren, w i r w e r d e n a l s o W as den E tat selbst anbetrifft, so wäre es s e h e n m ü s s e n , wi e w i r d i e Zwecke verhängnisvoll, wenn wir uns verhehlen wollten, d e s S t r a ß e n b a u e s , d e r B e r k e h r s ­ daß unser E tat tatsächlich m it einem Defizit ab­ v e r b e s s e r u n g i m E t a t s a u s s c h u ß schließt. M eine Herren, wir haben den Ausgleichs­ n o c h i n w e i t e r e m M a ß e e r f ü l l e n fonds in Angriff nehmen müssen. Der Ausgleichs­ k ö n n e n , als es die Vorlage des M agistrats fonds ist aber seinerzeit geschaffen worden unter getan hat; wir werden mit Eifer an die Arbeit der ausdrücklichen M otivierung, daß er ein etwaiges gehen müssen in dem B e ft r e b e n , d a ß , w i e Defizit decken solle. Dieses M om ent ist leider b i s h e r , d i e w o h l h a b e n d e n w i e d i e jetzt eingetreten, und wir müssen gleich so tief m i n d e r b e m i t t e l t e n K l a s s e n g e r n in den Fonds hineingreifen, daß fast nichts mehr i n C h a r l o t t e n b u r g w o h n e n b l e i b e n drin bleibt. Ich gebe zu, daß es dem Herrn u n d a u s a n d e r e n G e m e i n d e n i n Kämmerer sehr schwer gewesen ist, den E tat bei u n s e r e G e m e i n d e z i e h e n . 100% zu balancieren. Aber, meine Herren, wer I n diesem Geiste werden wir an die E tats­ sagt denn, daß die Grenze von 100% nicht über­ beratung in dem beantragten Ausschusse heran­ schritten werden darf? Ich habe hier schon wieder­ gehen und gern m it den anderen Herren m it­ holt den S tandpunkt vertreten, daß wir gar keine arbeiten. Veranlassung haben, so starr daran festzuhalten, (B rav o !) daß nur ja nicht über 100% erhoben werden sollen, und der Herr Vorsteher hat zu meiner Freude S tob tb . Hirsch: Meine Herren, meine sich heute aus denselben Standvunkt gestellt, nur Herren Vorredner haben, als sie die Frage er­ will er, daß eine Gemeinde von G roß-Berlin nicht örterten, worauf die schlechte Finanzlage zurück­ allein vorgeht. N un, meine Herren, ich glaube, zuführen ist, auch die angeblich so hohen Sum m en wir werden m it der Zeit dazu gezwungen werden — für kulturelle und Wohlfahrtszwecke erwähnt. Ich sämtliche Gemeinden von G roß-Berlin werden werde darauf später zurückkommen, möchte an dieser einfach durch die Macht der Verhältnisse gezwungen S telle nur erklären, daß ich mich wundere, daß werden, die 100% zu überschreiten. Irgendeinen keiner der Herren die wahren Ursachen der schlechten S in n hat es nicht, an den 100% festzuhalten; Finanzlage nicht nur unserer S tad t, sondern über- denn wenn früher gesagt wurde, daß bei einer baupt aller Gemeinden erörtert hat. Diese Ur­ Überschreitung der 100% der E ta t zur Genehmigung sachen sind zurückzuführen auf die Politik, die eingereicht werden muß, so fällt dieser Punkt heute im Reiche und im S taa te getrieben wird. S ie fort, weil unser E tat sowieso der Genehmigung der dürfen nicht vergessen, daß die ganzen Aufwendun­ Königlichen S laatsregierung bedarf. gen, die wir für Beamtenbesoldungen ausgegeben M eine Herren, un ter den E innahm en weisen haben, die sich — um das W ort des Herrn Kämme­ die S teuern einen erheblichen Mehrüberschuß auf. rers zu gebrauchen — wie ein roter Faden durch Ich will nur hoffen, daß die Sum m en, die der Herr- den E tat ziehen, in letzter Linie nicht den B eam ten Kämmerer in den E tat eingestellt hat, wirklich zugute kommen, sondern daß sie lediglich ein einkommen. Ersatz sind fü r das, was die B eam ten infolge D er größte Mehrüberschuß wird erw artet von der verteuerten Lebenshaltung aus allen Gebieten der Grundsteuer, und wir finden auch, daß der neue mehr zahlen müssen. Meine Herren, wenn wir E tat wieder eine Erhöhung der Grundsteuer vor­ die schlechte Finanzlage der S täd te betrachten, sieht. Der Herr Kämmerer sagt allerdings: das ist müssen wir unbedingt auf dieses meiner M einung nur rechnerisch. Gewiß, aber tatsächlich werden die nach sehr wichtige M om ent hinweisen. Hausbesitzer von dieser neuen S teu er getroffen. Ebenso, meine Herren, ist daran zu erinnern, Ich bitte, nicht etwa zu denken, daß ich irgend­ daß auch andere staatliche Ausgaben von J a h r zu etwas dagegen habe; ich stehe durchaus auf dem
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.