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Periodical volume 7. Dezember 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung vom 7. Dezember 1910 483
Z u r V orbereitung der Ausschließung können w ar, die u n s seiner Z eit im  Ausschuß von dem 
w ir jetzt schon einen S chritt tu n . Dieser S chritt H errn S ta d tb a u ra t geschildert w orden w aren. W ir 
besteht darin , daß w ir so rasch w ie möglich den w erden wohl alle der M einung sein, daß die M o­
B ebau u n g sp lan  aufstellen und veröffentlichen. D ie­ m ente, die auch heute wieder eine gewisse Rolle 
sen S chritt zu tu n , sind wir durch nichts gehindert. in  der Erklärung des H errn  S ta d tb a u ra ts  gespielt 
W enigstens habe ich aus den A usführungen  des haben, so geartet sind, daß m an  sie ebenso gut vor 
H errn  S ta d tb a u ra ts  Bredtschneider nichts en t­ drei J a h re n  beseitigen und die bezüglichen A rbeiten  
nom m en, w as dem entgegensteht. M it diesem dam als so gut wie heute in A ngriff nehm en konnte, 
Schritte w erden w ir das einzig Praktische, das für die so daß m an allerdings in  Übereinstim m ung m it den 
Ausschließung und Fortentw icklung von N ord­ A usführungen  des H errn  Kollegen S tad th ag en  
westend einzig Mögliche tu n . D as  können wir, sagen darf: es hätte  das Nötige ganz gut einige 
und das wird ein fruchtbarer S chritt se in ; denn in  J a h re  früher in die W ege geleitet w erden können.
dem M om ent, wo w ir diesen B eb auungsp lan  auf­ W as insbesondere die Schwierigkeiten an ­
stellen und veröffentlichen, w erden w ir die B e­ langt, die uns hier vom H errn S ta d tb a u ra t un ­
wegung fördern, die bereits jetzt in  Nord-W estend gem ein drastisch geschildert w orden sind, —  die 
eingesetzt hat, nämlich die B ildung  von großen technischen Schwierigkeiten, die sich einer V erbin­
Terraingesellschaften, m it denen w ir verhandeln dung zwischen derHöhe von W estend, dem einen Ufer 
können, die kapitalkräftig genug sind, um  an dieser der S p re e  und dem  andern  Ufer entgegenstellen 
S te lle  eine gesunde Entwicklung in  die W ege zu sollen, so möchte ich e ins b e to n en : tatsächlich be­
leiten. E s hat sich ja  dort schon eine große T rust­ steht doch bereits jetzt ein erheblicher Verkehr zwi­
gesellschaft gebildet; es sind die bedeutungsvollsten schen diesen beiden U fern. D ie Leute scheinen schon 
Terraingesellschasten G roß-B erlin s zu einer ein­ jetzt diese Schwierigkeiten doch nicht so hoch einzu­
zigen zusam m engetreten, die den größten T eil schätzen, w ährend sich ja  nach erfolgter baulicher 
von Nord-W estend in  der H and hat. W ir fördern Erschließung die V erbindung noch ganz anders 
diese Entwicklung und ein gem einsam es, großzügiges und leichter gestalten w ürde. B ei den Schilderungen 
O perieren  aller Terrainbesitzer, w enn w ir den B e­ des H errn S ta d tb a u ra ts  konnte m an  beinahe zu 
bauungsp lan  so rasch wie möglich veröffentlichen. der Ansicht kommen, als ob die Höhe von Westend 
Nachdem die Entwicklung des G renzgebiets dem Gletschergebiete des M ont B lane angehöre, 
so wuchtig eingesetzt hat, haben, glaube ich, die die Tiefe des S p ree ta le s  ein Seitenstück zu dem 
Terrainbesitzer durchaus das Recht darauf, und „C annon des Colorado" w äre und beide zusam m en 
cs liegt auch im  In teresse  der K om m une, w enn ein geradezu unüberw indliches N atu rh indern is  dar­
wir diesen S chritt tu n . W enn hierbei die A n­ stellten. Ich  glaube, w enn m an  den Schwierigkeiten 
regung, die H err Klau vorhin gegeben hat, befolgt ernstlich in s  Auge sieht, dann verflüchtigen sie sich. 
wird, daß der B eb au u n g sp lan  besonders reizvoll Ic h  möchte deshalb m it den W orten schließen: 
ausgestaltet wird, daß ein öffentliches P re is a u s ­ wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und ich hoffe, 
schreiben erfolgt, so wird sich dagegen nichts ein­ daß dieser Weg recht bald und recht energisch be­
w enden lassen. Durch eine derartige M aßnahm e schritten wird.
dürfte aber m einer M einung  nach die Aufstellung , (B rav o !)
des B eb auungsp lanes nicht erheblich verzögert 
w erden. (D ie V ersam m lung stim m t m it großer M ehr­
heit dem  A ntrage der S tad tv . Dr F la ta u  und 
(Die B era tu n g  wird geschlossen.) G en. zu.)
Berichterstatter S ta d tv . D r. F la ta»  (Schluß­ B orsteher-Stellv . Dr. H ubatfch : Durch diesen 
w ort ): M eine H erren, ich darf m it V ergnügen Beschluß ist die P e titio n  der In te ressen ten  von 
konstatieren, daß au s der M itte  der V ersam m lung Nord-W estend, die eingereicht w orden ist, er­
von keiner S e ite  ein W iderspruch gegen das Z iel ledigt.
unseres A ntrages lau t gew orden ist und daß alle D as  Protokoll vollziehen heute die H erren 
R edner, die sich m it dem I n h a l t  unseres A ntrages Kollegen Kerb, K ern und Klick.
beschäftigt haben, auch den notw endigen Z usam m en­ W ir kommen zu P unk t 8 der T ageso rdnung :
hang zwischen der baulichen Erschließung von N ord- 
Westend und der wirtschaftlichen Erschließung des A ntrag der S ta d tv . Dr. Borchardt und Gen. 
angrenzenden S p a n d a u e r G eländes betont haben. betr. G em eindefriedhof. —  Drucksache 337.
Ich  möchte im  Anschluß daran  noch feststellen, 
daß der S tad tverordnetenversam m lung  und wohl D er A ntrag lau te t:
auch den einzelnen M itg liedern  in  diesen T agen D ie V ersam m lung ersucht den M agi­
eine neue P e titio n  zuging, die durch den G ang strat, nachdem das fü r Errichtung eines G e­
der heutigen V erhandlungen —  wie ich annehm e, m eindefriedhofes in  Aussicht genom m ene 
—  zur Z ufriedenheit der In te ressen ten  erledigt T erra in  am  T iefw erder in andere Hände über­
w orden ist. Persönlich möchte ich dann  noch gegangen ist, unverzüglich bei der R egierung 
m einer G enugtuung  darüber Ausdruck geben, daß Schritte  zu tu n , um  auf geeigneten Teilen 
der H err S ta d tb a u ra t u n s heute die ersten wirk­ der Jun g fern h e id e  einen G em eindefriedhof 
lichen Schritte  auf dem W ege der baulichen E r­ errichten zu können.
schließung von Nord-W estend für die nächste Z eit 
angekündigt hat. W enn ich m einen S tandpunk t, wie Antragsteller S tad tv . B o g e l:  M eine Herren, 
ich ihn vor ungefähr Jah resfris t hier vertre ten  hatte, dieser A ntrag ist nicht neu. B ere its  am  19. Novem ­
in der Zwischenzeit ein igerm aßen m odifizieren ber 1901 ist von unserm  früheren  Kollegen Dr P e n - 
m ußte, so hat das seinen G rund darin , daß ich in ­ zig und einer Anzahl Genossen der A ntrag gestellt 
zwischen e tw as skeptisch inbezug auf die U nüber- w orden, einen G em eindesriedhof in C harlotten- 
windlichkeit und S tärke der Hindernisse gew orden burg zu errichten. S p ä te r  sind vom  Kollegen
        
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