Path:
Periodical volume 23. November 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

464 Sitzung vom 23. November 1910
Kollegen Holz, Jo len b e rg  und W ill, das Protokoll w urf schon gegangen ist in bezug auf M aße und 
zu vollziehen. E inheitspreise. Also darchber w erden w ir noch ge­
n au er aufgeklärt w erden.
Berichterstatter L tadtv. H arnisch : M eine W ir sehen ferner, daß unser H err B a u ra t, der 
H erren, w ir w erden u n s zunächst gefragt haben, überirdische,
a ls  w ir von der E rw eiterung  des R athauses hö rten : (Heiterkeit)
ist das nötig  oder ist es nicht nötig —  sofern w ir uns schon in  seinem K ünstlertraum  soweit gegangen ist, 
darüber nicht zuvor klar w aren  — , und da w erden u n s  ein P ro jek t vorzulegen, dessen A usführung 
w ir u n s alle gesagt haben : es ist nötig . W enn vielleicht oder höchst wahrscheinlich nicht allzuviele 
w ir zw eifelhaft gewesen w ären , hätte  u n s  der von u n s erleben w erden. D er H err B a u ra t zeigt u n s 
M agistrat schon den richtigen Weg durch die Angabe hier, daß sogar fü r  den F a ll, daß w ir einm al über 
gewiesen, daß ein D ritte l der städtischen B eam ten  den Nachbar im  Westen verfügen  können, d an n  auch 
zurzeit der Fertigstellung des B au es nicht m ehr im  noch das, w as w ir jetzt n u r  nach Osten zu bauen , nach 
R athause Platz hat. Also die V ergrößerung ist W esten zu eine zweckmäßige E rw eiterung  und 
nötig . Auch darüber ist K larheit, daß eine V er­ schöne V ervollständigung finden w ird. Ic h  möchte 
größerung „dieses" R athauses stattfinden soll, nicht betonen, daß dieser F a ll, w ie ich schon sagte, in sehr 
e tw a ein B au  an einer andern  S te lle . D arüber w eite r Z ukunft liegt, denn  w enn S ie  sich auf dem 
sind die Entscheidungen in  D ep u ta tio n s- und E ta ts ­ u n te rn  P la n e  den schwarzen G rundriß  des jetzigen 
sitzungen bereits gefallen. E s liegt also fest: das R ath au ses  und den neuen ro t gezeichneten E r­
R a th au s  wird vergrößert. w e ite rungsbau  betrachten, dann  bemerken S ie  
W enn w ir vor diesen P lä n e n  stehen, dann  kann daneben  noch ein rosa Stück, d a s  annähernd  so groß 
m an  sich auch nicht zw eifelhaft sein, wie das R a th au s  ist w ie das jetzige R a th a u s  m it dem  neuen  E r­
vergrößert w erden soll. E s kann n u r nach der w eite rungsbau  zusam m en. W ir sind also auf lange, 
rechten S e ite , nach Osten hin vergrößert w erden, lange J a h re  so m it T e rra in  versehen, das zunächst fü r 
denn nach der linken S e ite  haben w ir ja  unser G e­ die B ebauung  in  F ra g e  kommt, daß w ir u n s nach 
biet ausgenutzt, der linke Nachbar gehört u n s  noch W esten zu kaum w erden zu vergrößern brauchen. 
nicht. Ob die V ergrößernug in der B erliner S tra ß e  S o  schön auch die Fassade, die w ir auf dem  großen 
oder in  der Lützower S tra ß e  erfolgen soll, ist auch P la n  vor u n s  sehen, aussieht, so wenig w erden wir 
klar: sie findet eben an beiden S e ite n  statt, weil der in  die Lage kommen, zu ih rer A usführung  M itte l 
S tre ifen , den w ir brauchen, so groß ist, daß sowohl zu gebrauchen.
unser Besitz an  der B erliner wie eine fast gleich lange 
F ro n t in  der Lützower S tra ß e  verw ertet w e rd e n .' M eine H erren, ich jag te  Ih n e n  vorhin schon, daß w ir die genauen  B erechnungen fü r die Preise 
W enn w ir u n s  n n u  über den B au  an dieser noch e rha lten  w erden und daß ebenso die ganz ge­
S te lle  klar sind, so könnte m an  vielleicht noch fragen, n au en  A usführungszeichnungen die Baukommission 
wie die B a u a rt fein soll. D arü b er liegt ja  auch voll­ und  die einzelnen D ep u ta tio n en  nach beschäftigen 
ständige K larheit vor. E s ist entschieden und  fest­ w erden. A us diesen G ründen  haben  w ir, glaube 
gelegt w orden, daß in  dem H auptteile  des neuen ich, keine V eranlassung, u n s  im  Ausschuß noch m it 
B au es  an  der B erlin er S tra ß e  die Sparkasse m it dieser F rag e  zu befassen. H eute b itte  ich S ie , ein­
ihren  großen R äu m en  an erster S te lle  p laciert fach der M agistratsvorlage zuzustim m en und die 
w erden soll, und im  übrigen ist, abgesehen von zwei V orlage anzunehm en.
größeren Räum lichkeiten, einem  kleinen V ersam m - 
lung.ssaal und einem  R au m  fü r das K au fm an n s­
gericht, d aran  festgehalten w orden, ü b erh au p t keine S ta d tv . J o len b erg : M eine H erren, n u r eine 
E in teilung  fü r verschiedene Z im m er zu machen, kleine A nregung. Unsere Festsäle lassen doch 
sondern bloß die Möglichkeit zu schaffen, jederzeit m ancherlei zu wünschen ü b rig : langes schmales 
separieren zu können, also lange helle R äum e und H andtuch, 'd a n n  kommt der T u rm , dann  wieder 
lange helle K orridore herzustellen. D as  ist eine ganz langes schmales Handtuch und m einer Ansicht 
klare, ebenso einfache wie zweckmäßige E inrichtung. nach unnötige Höhe. W er einm al ein Festessen 
Also auch über die B a u a rt und B auausnutzung dort m itgem acht hat, z. B . bei Kaisers G eburts­
dürfte  K larheit bestehen. tag , und  unglücklicherweise in den andern  R au m  
D aß im  Ä ußern die B a u a rt sich an  das V or­ plac iert w orden ist, ha t nie davon etw as gehört, 
handene anschließen m uß, wird ebenfalls klar sein. w as in  dem  einen R aum  gesprochen w orden ist. 
I n  wie gu ter Weise das hier gelungen ist, wird Ih n e n  E s ist nichts zusam m enhängendes, der Festsaal 
ja  allen klar gew orden sein. —  Eine N euerung gegen ist außerordentlich ungünstig gelegen. N un  w ürde 
die vorhandenen A nlagen des alten  R athauses ist sich bei G elegenheit des A nbaues oder des Um­
die Fernzenträlheizung , die vom E lektrizitätsw erk baues vielleicht e tw as m it den Festsälen machen 
au s durch A bdäm pfe in  der Hauptsache erzeugt lassen. D er H err S ta d tb a u ra t w ird die Sache 
w erden soll. Aber auch das wird nicht V eranlassung ja besser beurteilen  können: vielleicht ließen sich 
zu großen Auseinandersetzungen geben, denn an die F esträum e in zwei E tagen  te ilen  und die beiden 
sich ist das keine N euerung . D as  ist a u sw ä rts  und so E tagen  d an n  zu B u reau räu m en  verw enden, und 
o ft an  verschiedenen S te llen  probiert w orden, z. B . vielleicht ließe sich beim  U m bau ein n eu er Fest­
in  D resden , daß über die Zweckmäßigkeit solcher saal machen. D ie F ra g e  zu lösen, bin ich natürlich 
A nlagen Z w eifel nicht m ehr erhoben w erden können. nicht im stande; ich möchte n u r eine A nregung 
geben. Vielleicht ist der H err B a u ra t so liebens­
M eine H erren, auf P re is  und  Rechnungswesen w ürdig , sich die Sache einm al zu überlegen.
w erden w ir ja  m it unserm  heutigen Beschlusse nicht 
festgelegt, ebensowenig wie auf die B au au sfü h ru n g  
im  speziellen. D afü r bekommen w ir noch genaue (D ie B e ra tu n g  wird geschlossen. T ie  V er­
Kostenanschläge, die ebenso durch unsere neue Rech­ sam m lung beschließt m it großer M ehrheit nach 
nungsprüfungsstelle  gehen, wie es dieser V oren t­ dem  A ntrage des M agistrats, wie folgt:
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.