Path:
Periodical volume 9. November 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung vom 9. November 1910 *0 »
Stadtv. W alther: Meine Herren, ich halte Berichterstatter Stadtv. Wersdorfs: 4 Lehrern 
die Petition des Haus- und Grundbesitzervereins der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule sind durch 
bezüglich der Pflasterung der Kaiser-Friedrich- den Etat für 1910 je 160 M zu einer Studienreise 
Straße für vollkommen berechtigt. Die Verhältnisse nach Brüssel bewilligt worden. Die Petenten sind 
sind dort in der Tat, wie m ir von vielen Seiten nun um Erhöhung dieser Summe eingekommen, 
gesagt wird, durchaus nicht schön, und es wird weil die Gesamtkosten pro Person 300 M be­
namentlich darüber geklagt, daß sich die Arbeiten tragen würden. Da nun aber der bewilligte Betrag 
schrecklich in die Länge ziehen. bereits die Hälfte der gesamten Unkosten übersteigt 
(Sehr richtig!) und weil nach der Ministerialverfügung vom 
23. März 1905 zu solchen Studienreisen, die auch 
Wenn hier gesagt wird, die Asphaltierung der im Interesse der Lehrkräfte selbst liegen, Ent­
Kaiser-Friedrich-Straße kann in vollem Umfange schädigungen nur in mäßiger Höhe zu gewähren 
zurzeit nicht erfolgen da der Baugrund südlich der sind, hat der Petitionsausschuß Übergang zur 
Scharrenstraße noch nicht zur Ruhe gekommen ist, Tagesordnung beschlossen. Ich bitte, dem Beschluß 
so muß man sich damit abfinden. Aber wenn des Petitionsausschusses zuzustimmen.
gesagt wird, für die übrigen Teile s o l l e n  die 
M itte l in den Etat eingesetzt werden, so würde ich 
doch dafür sein: die M itte l w e r d e n  in den Etat (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­
eingesetzt, und ich möchte mich dem Antrage des sammlung beschließt nach dem Antrage des Petitions­
Herrn Kollegen Zander anschließen, daß diese ausschusses, über die Petition IV  zur Tagesordnung 
Petition nicht als Material, sondern zur Berück­ überzugehen.)
sichtigung überwiesen wird.
Vorsteher Kaufmann:
Stadtbaurat Bredtschneider: Ich wollte den 
Ausführungen des Herrn Vorredners gegenüber V. P e t i t i o n  d e s  T  u r n b e z i r k s Ch a r -  
noch eins bemerken. Aus meiner Rede bitte ich nicht l o t t e n b u r g  b e t r .  Ü b e r l a s s u n g  
zu schließen, daß ich leugne, in der Kaiser-Friedrich- v o n  T u r n h a l l e n .
Straße seien schlechte Zustände. Im  Gegenteil, 
ich bekenne und habe das wiederholt hier und auch Berichterstatter Stadtv. Wersdorfs: Ver­
in den Deputationssitzungen und in den Etats-' schiedenen Vereinen des Turnbezirks Charlotten­
ausschußsitzungen geäußert — ich bekenne, daß die burg, unter anderen der Charlottenburger Turn- 
Zustände in der Kaiser-Friedrich-Straße, was das gemeinde und der Charlottenburger Turnerschaft 
Pflaster anbetrifft, sehr schlecht sind, und daß es ist auf Gesuche um Überlassung der Turnhallen 
in höchstem Maße erwünscht ist, daß die Kaiser- zu den Schauturnen an Sonntagen mitgeteilt 
Friedrich-Straße so schnell wie möglich ein an­ worden, daß außer der gewöhnlichen Gebühr von 
ständiges, gutes Pflaster erhält. 1,50 J l pro Stunde in Zukunft noch eine besondere 
Gebühr von ungefähr 10 M für Beleuchtung, 
(Die Beratung wird geschlossen.) Heizung und Überstunden des Heizers erhoben 
würden. Da nun der Haushaltsetat der kleineren 
Berichterstatter Stadtv. Klick (Schlußwort): Turngemeinden hierdurch sehr belastet würde, ist 
Meine Herren, der Wunsch, die Kaiser-Friedrich- beschlossen worden, von der weiteren Erhebung 
Straße in ihrer ganzen Länge zu asphaltieren, ist der besonderen Gebühr von 10 M, die bereits seit 
ja bei uns allen vorhanden. Aber w ir können doch Dezember 1909 erhoben worden ist, Abstand zu 
die M itte l in den Etat nicht schon heute einstellen, nehmen, aber betreffs des weitergehenden An­
wenn w ir noch nicht wissen, ob sie wirklich vorhanden trages um unentgeltliche Überlassung der Turn­
sein werden. Ich möchte aber doch daran erinnern, hallen an den Sonntagen, zur Tagesordnung über­
wenn hier so sehr über das Pflaster der Kaiser- zugehen. Ich bitte, dem Beschluß des Petitions­
Friedrich-Straße geklagt wird, daß w ir auch noch ausschusses zuzustimmen.
andere Straßen haben, die sehr viel schlechteres 
Pflaster haben. Die Anlieger dieser Straßen (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­
könnten dann auch kommen und die Asphaltierung sammlung beschließt nach dem Antrage des Pe­
verlangen. Ich glaube, den Hausbesitzern der titionsausschusses, über die Petition V zur Tages­
Kaiser-Friedrich-Straße sind w ir in diesem Jahre 
weit genug entgegengekommen. ordnung überzugehen.)
(Die Versammlung lehnt den Antrag des Vorsteher Kaufmann:
Stadtv. Zander, die Petition I I I  dem Magistrat 
zur Berücksichtigung zu überweisen, ab und be­ V I. P e t i t i o n  d e s  G. B i e l i n g  u n d  
schließt nach dem Antrage des Petitionsausschusses, Gen .  b e t r .  D u r c h l e g u n g  d e r  
die Petition I I I  dem Magistrat als Material zu W e i m a r e r  S t r a ß e  v o n  d e r  
überweisen.) B i s m a r c k -  b i s  z u r  W a l l st r a ß e.
Borsteher Kaufmann: Berichterstatter Stadtv. Litten : Meine Herren, 
die Herren G. Bieling, Charlottenburg, Wallstraße 6, 
IV . P e t i t i o n  d e r  L e h r e r  d e r  K u n st - und Konsorten haben einen Antrag gestellt:
g e w e r b e -  u n d  H a n d w e r k e r ­ Die städtischen Kollegien werden ersucht, 
s chu l e  O t t o  u n d  Gen .  b e t r .  E r  - baldigst die Durchlegung der Weimarer Straße 
h ö h i m  g d e r M  i t t e l f ü r  e i n e  von der Bismarckstraße bis zur Wallstraße zu 
S t u d i e n r e i s e . veranlassen.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.