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Periodical volume 14. September 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

360 Sitzung vom 14. September 1910
(Die B era tung  wird geschlossen. D ie 93er* |I  V on vornherein möchte ich hierbei b itten , daß die 
sam m lung beschließt nach dem A ntrage des M a ­ alte Brücke aber auch so lange stehen bleibt, bis 
gistrats, wie folgt: die neue Brücke dem  Verkehr übergeben w orden 
D er Ä nderung des B ebauungsp lanes der und auch fahrbar ist. W ir haben bei der D ove- 
A bteilungen VI und V ia  zu beiden S e iten  brücke augenblicklich m it einer ziemlichen K alam ität 
der R ingbahn nach M aßgabe des Flucht­ zu tu n . D o rt ist die alte Brücke beseitigt w orden, 
lin ienp lans vom 15. J u l i  1910 B la tt 1 und 2 und die neue Brücke ist feit drei Wochen gesperrt 
wird zugestim m t.) w orden. G erade die Dovebrücke weist aber einen 
ziemlich starken Lastwagenverkehr auf, und es ist 
Vorsteher K aufm ann: P unk t 15 der T ag es­ für die Lastgespanne sehr empfindlich, daß sie den 
ordnung: großen Um weg durch die F ranklin- und M arch­straße machen müssen. Ic h  möchte deshalb bei 
dieser G elegenheit b itten , daß das T iefb au am t 
V orlage betr. N eubau der Marchbrüüc. —
Drucksache 240. schleunigst dafü r S o rg e  träg t, daß die D ove­brücke endlich eröffnet w ird, und daß es auch 
sein Augenmerk darau f richtet, daß bei der M arch­
Berichterstatter S ta d tv . Harnisch: M eine brücke die hölzerne Brücke nicht eher abgerissen 
H erren, w ir kommen hier zu der neuen Brücke, w ird, a ls bis die neue fertig ist.
die S ie  in Aufriß und Zeichnung an der T afe l D a  die Brücke nach den P lä n e n , die u n s 
sehen. S ie  wissen, daß die Brücke selbst dringend vorliegen, sehr luxuriös ausgestaltet zu sein scheint, 
nötig  ist —  „dringend nötig" möchte ich u n te r­ so möchte auch ich b itten , einen Ausschuß einzu­
streichen. W ir haben schon seit J a h re n  große setzen, um  zu p rüfen , ob w ir bei der Brücke nicht 
R ep a ra tu ren  an  der a lten  Brücke auszuführen . noch etw as sparen können.
Die Jnterim sbrücke, die ja  schon m it Rücksicht 
auf den N eubau  so angelegt ist, daß sie fü r die S ta d tv . G redy: Ic h  habe mich n u r  zum 
Z eit des N eubaues erhalten  w erden kann, liegt W orte gem eldet, um  den A ntrag  des H errn  B e­
nicht im  Z uge der S tra ß e , und sie w ar u rsp rüng­ richterstatters auf W ahl eines Ausschusses zu u n te r­
lich auch nicht fü r annähernd  so lange Z e it bestim m t. stützen. Ich  bean trage m einerseits, daß dieser A us­
S ie  ist in  jeder Beziehung nicht n u r re p a ra tu r­ schuß aus 13 M itgliedern  zusammengesetzt w ird.
bedürftig, sondern sie ist überständig; sie ist so Ich  will üb rigens noch bemerken, daß die 
strapaziert, daß sie kaum noch so lange reicht, H erren, die sich der Aufgabe unterziehen, diese 
wie sie nötig  ist. D er B a u  der Brücke ist eine sehr interessante Brückenkonstruktion im  Ausschuß 
beschlossene Sache —  wie S ie  wissen, sind in  den zu p rü fen , zu dem  R esulta t kommen w erden, 
a lten  Anleihen M itte l bew illigt — , und n u n  soll daß da nicht viel zu sparen ist,
es energisch an  die A usführung  gehen. (sehr richtig!) 
D ie P lä n e  sind in  den D ep u ta tio n en  in sondern daß die Brücke m it großer Vorsicht und 
jeder B eziehung eingehend geprüft w orden, ebenso Umsicht veranschlagt w orden ist.
die P reise. Architektonisch ist die Brücke ernst 
und w ürdig, ohne überm äßigen  A ufw and zu zeigen. (D ie B era tu n g  wird geschlossen. D ie V er­
An der Nordseite sollen die m einer Ansicht nach sam m lung beschließt die Einsetzung eines A us­
netten  A ufbauten  ausgefüh rt w erden, die aber schusses von 13 M itg liedern  und w ählt zu A us­
nicht au s  architektonischen G ründen  vorgesehen schußmitgliedern die ' S ta d tv . Becker, B ergm ann , 
sind, sondern deren R au m  für U m form erschalter, B rau n e , Dunck, G ebert, G ersdorff, G redy, Harnisch, 
fü r A ufbew ahrungsräum e von S traß en re in ig u n g s­ Kerb, L ehm ann, W agner, W olffenstein und Z ander.)
bedürfnissen dringend nötig  ist; es liegen unsere 
Ladestraßen dort, und w ir brauchen R äum e auch Vorsteher K aufm ann: P u n k t 16 der T ag es­
fü r Ladestraßenzwecke. Also diese A ufbauten  ordnung :
haben ihren Zweck. Auch sonst w erden S ie  finden, 
daß, wie ich schon sagte, die Brücke ernst und V orlage betr. Abrechnung mit der Berlinischen  
w ürd 'g  ist, vornehm , ohne prunkhaft zu sein, Bodengefellschaft über den Berkaus der R est­
so, wie w ir sie jedenfalls in  dieser G egend uns grundstücke an der Bismarckstratze. —  Druck­
wünschen. sache 241.
Ic h  w ürde auch hier die strikte A nnahm e 
der B orlage em pfehlen, w enn es sich nicht, wie Berichterstatter S ta d tv . G red y : M eine
S ie  wissen, um  eine S u m m e handelte, die die H erren , die Berlinische Bodengesellschaft hat ihre 
halbe M illion  bedeutend überschreitet. M ir per­ Aufgabe nahezu vollständig erfüllt und entsprechend 
sönlich w äre es auch recht, w enn S ie  anderer dem m it ihr abgeschlossenen V ertrage die städtischen 
Ansicht sind, aber gerade m it Rücksicht auf diese Grundstücke in der Bismarckstraße verkauft m it A us­
hohe S u m m e w ürde ich b itten , daß w ir einen nahm e von drei B aum asken, die ein v erhä ltn is­
Ausschuß einsetzen, der sich m it dieser F rag e  zu m äßig unbedeutendes W ertobjekt darstellen, und 
befassen hat. deren Verkauf im  städtischen In teresse  nicht über­
hastet w erden darf. D ie Bodengefellschaft ist n u n ­
S ta d tv . K lau : M eine H erren, gegen den m ehr an  den M agistrat m it dem A ntrage h e ran ­
B au  der Brücke habe ich nichts einzuw enden; ich gegangen, den V ertrag  abzuwickeln —  m it A us­
halte  sie auch für eine Notwendigkeit. Ich  möchte nahm e natürlich des T eiles, der diese drei noch 
aber darauf aufmerksam machen, daß in  der V or­ unverkauften B aum asken betrifft. S ie  haben 
lage gesagt w ird: die V orlage ja  gelesen. Ic h  glaube, S ie  w erden 
W ährend des N eubaues bleibt die hölzerne gut daran  tun , w enn S ie  dem  Wunsch der B oden­
Brücke noch bestehen und n im m t nach wie gesellschaft entsprechen. D er F a ll, daß erst m it 
vor den Verkehr auf usw. dem  Verkauf der drei testierenden B aum asken
        
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