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Periodical volume 29. Juni 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

318 Sitzung vom 29. Juni 1910 logisch, daß die D epu ta tio n sich ihre A rbeitsaus- > in anderen K om m unen bereits glänzend bew ährt schüsse, die a l l e i n zu i h r e r V erfügung stehen ,1 hat, sich auch bei u n s bew ähren wird. auch nach dem praktischen B edürfn is s e l b st zu­ M eine H erren, der K ern der F rag e ist von sammensetzt. D agegen paß t das W ahlverfahren, keinem R edner heute vorgebracht w orden: es ist das in der S täd teo rd n u n g fü r die D epu ta tionen doch nicht der Umstand, den H err Kollege Liep- vorgeschrieben ist, hier durchaus nicht. Ich gehe m ann m it seinen B efürchtungen hier berührt hat, sogar noch w eite r; ich glaube, daß, w enn w ir dem sondern der Umstand, daß es sich jetzt darum han ­ A ntrage B ollm ann folgen, eine gewisse G efährdung delt, eine O rganisation zu schaffen, durch welche der O rganisation allzu leicht die Folge sein kann. die Möglichkeit geboten w ird, tatsächlich festzustellen, D ie Ausschußmitglieder können, da sie nicht D e­ ob auf dem Gebiete des W ohnungsm arktes und der pu ta tionsm itg lieder sind, nicht zu diesem Am te W ohnungspflege M ängel vorhanden sind, die m an gezw ungen w erden; sie sind eben keine E hren­ bekämpfen kann und bekäm pfen m uß. W enn m an beam ten, können es nicht sein. W enn S ie n u n für n u r d i e Möglichkeit hat, dann soll m an nicht m it sie dasselbe W ahlverfahren einführen, das allge­ finanziellen Bedenken kommen, um so w eniger, m ein fü r D eputa tionsm itg lieder und B ü rg er­ als S ie au s der V orlage ersehen, daß die finanzielle depu tierte gilt, so wird allzu leicht und allzu bald T ragw eite gar nicht so bedeutend ist. Ich glaube eine P a ra lle le zwischen Ausschußmitgliedern^ und also, daß w ir bei der ausgezeichnet vorbereiteten B ü rg erdepu tie rten gezogen w erden. D ie Folge V orlage heute u n s m it bett O ruubfähen einstimmig wird u n te r U m ständen sein, daß die rechtliche Kon­ einverstanden erklären und dadurch die C harlo tten­ struktion der Ausschüsse auf Zw eifel stößt, und daß burger W ohnungszustände günstig beeinflussen diese so in ihrer Existenz gefährdet w erden. D as können. ^ „ alles wird nicht der F a ll sein, w enn S ie unserem W enn von dem H errn Kollegen B ollm ann A ntrage folgen und die Ausschüsse als eine ganz darauf hingewiesen w orden ist, daß es zweckmäßig freie und, ich möchte sagen, unabhängige B ildung sei, dem A ntrage des M agistrats u n te r § 6 be­ neben den D epu ta tionen , u n te r den D epu ta tionen treffend die W ahl der W ohnungsausschüsse nicht konstruieren. D am it häng t eine praktische E rw ä­ zuzustim m en, so halte ich dieses Bedenken nicht für gung zusam m en: w ir haben den lebhaften Wunsch, ganz gerechtfertigt. Schon der H err V orredner daß sich die Ausschußmitglieder auch dessen b e ­ h a t darauf hingewiesen, daß das ganze B ild ver­ w u ß t sind, daß sie frei, freiw illig und 'ungezw ungen schoben w erden w ürde, daß die ganze O rganisation, m itarbeiten . Ich glaube, daß gerade auf diesem wie w ir sie u n s denken, nicht das bringen, w ürde, Gebiete eine solche bew ußt freiw illige M itarbeit m as w ir erreichen wollen, w enn w ir gewissermaßen von dem denkbar besten E influß auf die A rbeiten einen Z w ang auf diejenigen P ersonen ausüben der W ohnungsaufsicht sein wird. wollen, die besser freiw illig in den Ausschuß ein­ tre ten und u n s dazu verhelfen w ollen, das, w as Endlich, m eine H erren, lassen S ie doch der w ir erstreben, zu erreichen. W enn wir den A ntrag D epu ta tio n die Möglichkeit, diejenigen Leute, m it B ollm ann akzeptieren, so kommen w ir auf die ge­ denen sie, und zw ar sie allein, arbeiten soll, sich auch fährliche B a h n , einen Z w ang auszuüben ; w ir w urden nach ihrem eigenen sachverständigen Ermessen zu d am it E hrenbeam te schaffen, die nach der S ta d te - w ählen, und erschweren S ie ih r die A rbeit nicht ordnung zur A nnahm e gezw ungen w erden können, dadurch, daß S ie ih r u n te r Umständen • Leute und das w ürde die Leute m ehr abschrecken als sie bringen, die ih r a ls M ita rb e ite r nicht willkommen veranlassen, sich dem schönen Werke zu w idm en. und dann geeignet sind, ih rer A rbeit geradezu zu Ich w ürde daher den H errn Kollegen B ollm ann schaden. b itten , seinen A ntrag zurückzuziehen. Eventuell Alle diese G ründe bestim m en mich, an dem A n­ bitte ich S ie , m eine H erren, die S ie F reunde der trage des M agistrats festzuhalten und S ie zu bitten , V orlage sind, den A ntrag so zu gestalten, daß die im In teresse der Sache die form ellen Bedenken Freudigkeit der M ita rbe ite r nicht beeinträchtigt schwinden zu lassen. wird. „ , . M eine H erren, H err Kollege L ,epm ann h a t (Stabtb. H o lz : M eine H erren, nach dem G ange, gleichsam ein Schreckgespenst in der P erson des welchen die D ebatte genom m en hat, glaube ich P fleg e rs Ih n e n vorzuführen versucht. D er Woh- jetzt schon zu m einer F reude diskontieren zu können, nungspfleger soll ja — das,geh t au s den D ebatten daß die V orlage wohl ohne wesentliche Ä nderung in der vorigen Sitzung auch hervor nicht das­ in der vorliegenden F o rm angenom m en werden jenige sein,' w as H err Kollege L iepm ann sich dar­ w ird ; denn die Bedenken, die w ir bis jetzt gehört un te r vorstellt: ein M ann , der von allen Leuten, haben, sind nach m einem D afü rha lten so u n e r­ besonders von den Hausbesitzern, gefürchtet w ird. heblich, daß w ir wohl noch im Laufe der D ebatte R ein , m eine H erren, es wird der F reund der V er­ leicht darüber hinwegkom m en w erden. Selbst m ieter und M ie te r sein. E r ist dazu berufen, die H err Kollege L iepm ann hat, wenigstens im E ingang Leute zu beraten , bie Schüben aufzubetten, sie burch seiner W orte, zu erkennen gegeben, daß er au s einem B elehrung aufzuklären und zu veranlassen, daß die S a u lu s ein P a u lu s gew orden ist. E r spricht m it Schäden beseitigt w erden. V on Z w ang ist noch einer gewissen Begeisterung von der allerdings lange feine Rebe. Än bet S t i rn bet V orlage steht vorzüglich vorbereiteten V orlage, kommt aber dann der Satz: die ganze O rganisation ist eine W ohl­ au s finanziellen und anderen Bedenken zu dem fahrtsorganisation , geschaffen zu dem Zwecke, die E rgebnis, daß w ir das den C harlo ttenburger zweifellos vorhandenen Schäden, die im sozialen B ürgern nicht zum uten können. M it Recht hat In teresse beseitigt w erden müssen, aus der W elt H err S ta d tra t S eydel schon darauf hingewiesen, zu schaffen. D eshalb w ar auch ein T eil m einer daß gerade C harlo ttenburg, das im m er in sozialen F reunde im Ausschusse der M einung , daß gerade F rag en vorausgeeilt ist, berufen ist, auch auf diesem der beste M an n fü r das A m t des W ohnungs­ Gebiete eilte führende S te llu n g einzunehm en. Er pflegers gut genug ist, und daß der W ohnungs­ hat w eiter darauf hingewiesen, daß das, w as sich pfleger, der diese führende S te llu n g einnehm en
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