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Periodical volume 19. Januar 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung tiotn 1! . Januar 1910 15
noch getä tig t w erden ; es w ürde dam it einer über­ möchte S ie  deshalb b itten , doch zu erw ägen , ob 
eilten Abschließung des B au v ertrag es vorgebeugt es sich nicht em pfehlen w ürde, in  N r. 4 die W orte 
w erden, welches m it Rücksicht aus das e tw as m agere „und B au v ertrag "  zu streichen. D a n n  w ürde dem 
M ateria l befürchtet w urde, welches dem  Ausschuß M agistra t wirtlich freie H and gegeben w erden. 
in der Sitzung vorgelegt w erden tonn te . D er A us­ Ob er dann  eventuell eine V erlängerung  bezüglich 
schuß hat aber gegen 2 S tim m en  beschlossen, die der F rist des K aufvertrages noch vere inbart —  das 
W orte „und B au v ertrag "  in  der K lam m er stehen w äre ja vielleicht noch denkbar — , oder ob er eben 
zu lassen, weil m an  m einte, es sei w ünschensw ert, den K aufvertrag  abschließt und die übrigen V er­
daß gerade der B au v ertrag  alsbald abgeschlossen trage vorbehaltlich des Abschlusses eines V ertrages 
werde, weil sonst eine rechtzeitige Fertigstellung m it einem  Architekten über den B au , das kann dem 
des B auw erkes und eine rechtzeitige Verabschiedung M agistrat überlassen bleiben. Ich  weiß aber nicht, 
der ganzen A ngelegenheit nicht zu e rw arten  sei. w arum  eine derartige hastige Abmachung m it einem  
N am ens des Ausschusses em pfehle ich Ih n e n  Architekten getroffen w erden soll, dessen vorge­
die A nnahm e der A nträge des Ausschusses. legter E n tw u rf u n s  alle nicht befriedigt Hat. Ich  
möchte das zur E rw ägung  stellen. Ich  glaube, 
S ta d tv .  D r. S ta d th a g e n : M eine H erren, ich gerade dadurch wird dem  M agistra t die freieste 
kann mich dem  A ntrag  auf A nnahm e dieser M ag i­ Hand belassen.
stratsvorlage n u r  vollkommen anschließen, ebenso 
wie auch der B eurte ilung , die Ih n e n  durch den S tad tsy n d ik u s  I)r. M a i e r : Ich  möchte bitten, 
H errn  Berichterstatter Hier skizziert ist. Ich  sehe den A ntrag des H errn  S ta d tv . Di S tad th ag en  nicht 
in der ganzen V orlage n u r  einen durchaus an ­ anzunehm en und die V orlage so, wie sie von uns 
nehm baren Abschluß fü r C harlo ttenburg . W ir vorgeschlagen ist, zur A nnahm e zu bringen. D ie 
dürfen  hoffen, daß w ir nach manchen Richtungen S treichung der W orte „und B au v ertrag "  w ürde 
V orteile haben. W ir dürfen  hoffen, daß w ir zu der nach m einem  D afü rh a lten  eine m aterie lle  V er­
neuen B ehörde, die hierher kommt, in angenehm e änderung der Verhältnisse ohnedies nicht herbei­
B eziehungen tre ten  und eine größere Z ahl von führen. Es ist ausgeschlossen, daß der H err V or­
B ü rg ern  bekommen w erden, die b isher nicht hier sitzende des Schiedsgerichts den M ietvertrag  und den 
gew ohnt haben. D arlehnsvertrag  früher abschließt, a ls bis der B a u ­
M eine H erren, das finanzielle Risiko, das w ir vertrag  geschlossen ist. D er H err Vorsitzende des 
dabei eingehen, scheint auch nach Ansicht der Schiedsgerichts ha t seinerseits die Erm ächtigung 
H erren, die juristische Bedenken haben, so gering des H errn  M inisters zum  V ertragsschluß m it der 
zu sein, daß w ir dem  ganzen V ertrage zustimmen S ta d t  C harlo ttenburg  in bestim m ten G renzen 
können. Aber das eine Bedenken möchte ich doch bekommen und rechnet m it ganz bestim m ten Ka­
hier hervorheben, das ja  auch der H err B ericht­ p ita lien . Diese K apita lien  Hat er sich von den B e­
erstatter schon e rw äh n t Hat : ein  großes In teresse, rufsgenossenschaften beschafft. N u r w enn  im  
m it das H auptinteresse in  der Angelegenheit haben R ahm en  der verfügbaren  M itte l ein B au v ertrag  
w ir insofern, a ls w ir neben unserer m onum en­ abgeschlossen ist, ist der H err Vorsitzende des Schieds­
ta len  Brücke dort ein m onum en ta les Bauw erk gerichts in  der Lage, auf dieser G rund lage  einen 
haben w ollen. D er Ausschuß Hat ja in E rkenntnis M ietvertrag  m it u n s abzuschließen; denn auf 
dieser Sachlage dem  M agistra t volle F re ih e it in G rund  des M ie tvertrages soll er fü r alles ein­
der A usw ahl des Architekten geben w ollen. Diese stehen, w as die S ta d t  an  V erpflichtungen au s dem  
F re ih e it w ird aber illusorisch, w enn w ir in  N r. 4 B au v ertrag  üb ern im m t. W enn S ie  m einen, durch 
stehen lassen, daß der Abschluß des K aufvertrages S treichung der W orte „und B au v ertrag "  e tw as 
abhängig gemacht w erden soll von dem Abschluß N eues zu erreichen, so geben S ie  sich einer H off­
des B au v ertrag es. D a  der T erm in  fü r die K auf- nung hin, die nicht verwirklicht w erden kann, weil 
offerte am  1. F e b ru a r ab läuft, so ist es natürlich der H err Vorsitzende des Schiedsgerichts, wie ich 
gar nicht möglich, den B au v ertrag  jetzt noch m it eben gesagt habe, gezw ungen ist, d a rau f zu sehen, 
irgendeinem  anderen  Architekten abzuschließen daß der B au v ertrag  m it den S u m m e n  abschließt, die 
a ls m it dem , m it dem  m an  bisher vorverhandelt hat. ihm  von der Aufsichtsbehörde genehm igt w orden sind.
Es scheint m ir gerade auch in diesem F alle , wo wir A ußerdem  spricht gegen den A ntrag  des 
ein architektonisch schönes G ebäude haben w ollen, H errn  S ta d tv . Dr S tad th ag en  ein M om en t, das 
doch vielleicht am  Platze, ein Preisausschreiben sich au s unserem  V ertrage ergibt : b is zum  1. J u l i  
wenigstens fü r die Fassade zu machen, vielleicht 1911 soll das ganze B auw erk bezugsfertig  sein. 
in  beschränktem U m fange. Ic h  glaube nicht, daß S te llen  S ie  sich vor, welchen Zeitverlust w ir er­
die kurze Z eit, die u n s im  ganzen zur V erfügung leiden, w enn w ir jetzt erst ein P reisausschreiben 
steht, das unmöglich machen w ürde. N atürlich v eran sta lten ! D enn es w ird Ih n e n  ohne w eiteres 
m üßte m an  einen kurzen T erm in  fü r die A nge­ klar sein, daß n u r derjenige in  der Lage ist, den 
legenheit stellen; es w äre aber doch möglich, daß E n tw u rf des B auw erks und seine Fassadengestaltung 
w ir in sechs Wochen Projekte bekämen, die selbst­ m it der notw endigen Beschleunigung auszuführen , 
verständlich ohne Überschreitung der G esam t­ der schon seit M onaten  sich m it ihm  beschäftigt und 
summe von 1,4 M illionen  M ark wesentlich das schon große V orstudien au f diesem G ebiete gemacht 
übertreffen , w as u n s im  Ausschüsse vorgelegen hak Hat. W enn auch die Skizze von der Fassade, die 
—  von dem  auch vom  M agistrat gesagt w urde, es w ir vorgelegt haben, noch unfertig  ist, so ist doch der 
w äre n u r eine vorläufige Skizze, die gar nicht von Gedanke des B a u e s  dem  Architekten vollkommen 
dem betreffenden Architekten selber gemacht w orden v ertrau t, vor allem  der G rundriß  und der Gesamt» 
w äre. B ei allem  V ertrauen , das ich zu dem be­ aufbau . W ir w ürden vollständig von vorn anfangen  
treffenden Architekten habe, weiß ich doch nicht, müssen, w enn w ir jetzt an  ein P reisausschreiben 
ob sich nicht ein anderer E n tw u rf doch besser der für die Fassade herangehen  w ollten.
m einer Ansicht nach wunderschönen Architektur A us diesen G rü n d en  w ürde ich bitten , davon 
der C harlo ttenburger Brücke anpassen w ürde. Ich abzusehen, daß die W orte „und B au v ertrag "  aus
        
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