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Periodical volume 11. Mai 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung vom 11. Mai 1910 221
B orlage betr. Tarif für Benutzung des Stätte- muß Erfahrungen sammeln; allen Wünschen kann 
platzes. — Drucksache 135. er nicht nachkommen; der M agistrat muß sich auch 
dam it beschäftigen, und ich halte es für durchaus 
Berichterstatter Stabtb. Rackwitz: M eine richtig, daß die Stadtverordnetenversam m lung 
Herren, der neue öffentliche Stätteplatz der S tad t nachher ebenfalls dam it befaßt wird.
jenseits der Spree wird im Laufe dieses Som m ers Ich  bitte S ie  also, den Punkt 1 der Vorlage 
fertiggestellt und der Benutzung übergeben werden anzunehmen und den Punkt 2 der Vorlage, wonach 
können. D afür ist der M onat Septem ber in Aus­ der M agistrat ermächtigt werden soll, die T arif­
sicht genommen. Der M agistrat sagt in seiner sätze nach den Erfordernissen des Betriebes ab­
Vorlage, daß bei der Aufstellung des T arifs die zuändern, abzulehnen. Wie ich gehört habe, beab­
Sätze zunächst möglichst gering bemefsen sind, um sichtigt der M agistrat sowieso, die Krangebühren 
möglichst viele Interessenten heranzuziehen. Ich auch für die übrigen Kräne zu revidieren, und wir 
habe die Sätze geprüft und zunächst gefunden, daß müssen deshalb doch wieder mit Einzelheiten der 
das Krangeld dort drüben billiger ist als bei den Sache befaßt werden. Daher wird es durchaus am 
übrigen Krananlagen. Ich  habe ferner durch Nach­ Platze sein, daß wir von etwaigen Tarifänderungen, 
frage festgestellt, daß es nicht nötig ist, den S tä tte ­ soweit sie den Stätteplatz direkt angehen, ebenfalls 
platz zu benutzen, wenn m an den Kran benutzen erfahren.
will, daß die Krananlage und der Stätteplatz eigent­
lich also zwei getrennte Dinge sind. Stadtbaurat Bredtfchneider: Meine Herren, 
Ich  will nicht speziell auf den Tarif eingehen; der Magistrat war sich darüber im klaren, daß er an 
erwähnen möchte ich hierbei aber doch, daß die die Stadtverordnetenversam m lung ein gewisses 
Sätze hier erheblich geringer sind als jetzt. Während Ansinnen stellt m it seinem Antrag, er möchte er­
m an jetzt 10 $  für die Tonne bezahlt an dem alten mächtigt werden, die Tarifsätze nach den Erforder­
Kran, bezahlt m an an dem neuen Kran nur 7% nissen des Betriebes abzuändern. Die Sache liegt 
dabei muß m an jetzt für Kohlen und derartige indessen so, daß es tatsächlich sehr zweckmäßig wäre, 
Dinge noch 5 M  für den Greifer bezahlen. Die wenn die Stadtverordnetenversam m lung dem 
Krananlage drüben wird also nicht unerheblich — Magistrat diese Ermächtigung erteilt. Indessen 
beinahe 33V3% — billiger hergegeben. I m  übrigen wird der Magistrat sich begnügen müssen, w enn 
möchte ich noch darauf aufmerksam machen, daß die Stadtverordnetenversam mlung ihm diese E r­
uns in früheren Vorlagen vom M agistrat schon m it­ mächtigung nicht erteilt und den zweiten Punkt 
geteilt ist, daß sonst so verfahren wird wie bei den unseres Antrages ablehnt. Vielleicht aber könnte 
übrigen Ladestraßen, daß die Anlegegebühr hinzu­ die Stadtverordnetenversam mlung sich dam it ein­
kommt, die für den Tag 20 M  kostet. verstanden erklären, daß der Magistrat bis zu einem 
Auch die Einzelsätze für die M iete des S tä tte ­ gewissen Term in ermächtigt wird, den Tarif den 
platzes und für das Auskahnen von S te inen  sind Erfordernissen des Betriebes entsprechend ab­
durchaus als mäßig zu bezeichnen, so daß man zuändern und dann am Ende dieses Term ins der 
wohl erw arten kann, daß ein größerer Teil der Stadtverordnetenevrsam mlung eine Vorlage zu 
Interessenten sich die Anlage zu Nutze machen machen. D as wäre vielleicht ein M ittelweg. Ich 
wird. Allerdings hat der M agistrat in der Vorlage stelle anheim, ob der Herr Referent vielleicht einen 
schon darauf hingewiesen, daß m an gewisse solchen Antrag stellen will.
Schwierigkeiten m it den Schiffern haben wird. 
Diese werden nicht ausbleiben; die Schiffer werden Stadtb. K lau : M eine Herren, auch ich möchte 
infolge der billigeren Ausladung zu billigeren S ie  bitten, den Punkt 1 der Vorlage anzunehmen 
Frachten fahren und sich zunächst weigern. und bei Punkt 2 so zu verfahren, wie es der Herr 
Tatsächlich werden die Kosten für das Tausend Referent empfohlen hat. Der T arif ist meiner 
S teine, wenn die einzelnen Kosten zusammengestellt Überzeugung nach vorläufig nur als ein P rovi­
werden, erheblich höher werden, als sie bis jetzt sorium zu betrachten. Ich  bin auch der M einung, 
gewesen sind. Wenn ein Tausend S te ine bisher daß Wünsche von den Gewerbetreibenden von 
über den Stätteplatz hinweg gegangen ist, hat es Charlottenburg später noch kommen werden, die 
40 $  gekostet, ist es einen M onat gestattet, hat es von uns zu prüfen sind, und dabei möchte ich doch, 
50 L- gekostet. Ich habe m ir berechnet, daß bei An­ daß die Mitwirkung der Stadtverordnetenver­
rechnung aller Einzelheiten ungefähr 1,35 M sammlung nicht ausgeschaltet wird. Ich bitte, den 
Kosten herauskommen werden. D as ist nicht Antrag des Herrn Referenten anzunehmen. Der 
unwesentlich m ehr; das Tausend S te ine wird nach Herr S tad tbau ra t hat ja auch nichts dagegen ein­
dem B au geliefert ungefähr 1 M  teurer werden. zuwenden gehabt.
D afür ist die Bequemlichkeit aber ziemlich groß.
Nun beantragt der M agistrat, es soll ihm das (Die B eratung wird geschlossen. Der Bericht­
Recht zugestanden werden, die Tarifsätze nach den erstatter verzichtet auf das Schlußwort. Die Ver­
Erfordernissen des Betriebes zu ändern, ohne daß die 
Stadtverordnetenversam m lung gefragt wird. Ich sammlung beschließt nach dem Antrage des M a­gistrats zu 1, wie folgt:
sehe die Vorlage eigentlich als provisorisch an; ich Dem abgedruckten Tarif für die Be­
glaube nicht, daß die Sätze alle so bestehen bleiben. nutzung des Stätteplatzes am Spreebord unter
Andererseits meine ich aber, daß der größere Teil den Krananlagen wird zugestimmt 
der Bürgerschaft, Handwerksmeister, Kaufleute usw. und lehnt entsprechend dem Antrage des Bericht­
sehr interessiert daran sein werden, Tarifänderungen erstatters, den Antrag des M agistrats zu 2 ab.)
zu erfahren, und deshalb wünsche ich die M it­
wirkung der Stadtverordnetenversam m lung bei 
Tarifänderungen. S ie  werden ohne weiteres Borsteher Kaufm ann: Punkt 8 der T ages­
doch nicht vorgenommen werden; der Magistrat ordnung :
        
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