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Periodical volume 11. Mai 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

220 Sitzung vom 11. M ai 1910
1901, und die Westend-Gesellschaft hat sich dam als durch G elände gehen, das dem S p a n d a u e r  Bock 
auch bereit erklärt, ein Stück Land zu billigem gehört, zum  T eil m uß er u n te r  der Eisenbahn durch­
Preise an  die S ta d t  zu verkaufen, dam it die p ro ­ geführt w erden und dann  am  Ufer hin in  die S p re e . 
visorische P u m psta tion  in  der Nähe des S p a n d a u e r V on dem  S p a n d a u e r  Bock ist die G enehm igung 
Bocks hergestellt w ird. Jetzt beabsichtigt der M agist­ bereits e rte ilt; von der E isenbahnverw altung und 
ra t, das P um pw erk  herzustellen, allerdings auf von der W asserbauverw altung in  P o tsd a m  m uß 
einem  anderen Platze, auf einem  G elände, das sie noch herbeigeführt w erden. Und, m eine H erren, 
zur späteren Reichsstraße gehört. D as  S tra ß e n ­ wegen des Um standes, daß diese G enehm igungen 
gelände ist aber dort so breit, daß die Reichsstraße noch herbeigeführt w erden müssen, und daß es n o t­
um  die P um psta tion  herum geführt w erden kann, wendig ist, diese P u m psta tion  noch in  diesem J a h re  
ohne eine Beschränkung des Verkehrs herbeizu­ in A ngriff zu nehm en, dam it sie rechtzeitig fertig ­
fü h re n /  Auch liegt dieses G elände an  der Reichs­ gestellt w erden kann und w ir unsere V e rtrag s­
straße tiefer als das, das m an  von der Westend- verpflichtungen dem  Landw irtschaftsm inisterium  
Gesellschaft erw orben hat. Diese tiefere Lage ist und der Neuwestend-Gesellschaft gegenüber erfüllen 
fü r  die P u m fta tio n  von W ert, denn neuerdings ist können, deshalb, m eine H erren, bean trage ich, um  
ein besonderer G rund hinzugetreten, w eshalb diese Z eit zu gew innen, diese V orlage nicht einer Kom­
P um psta tion  so tief gelegt w erden m uß. D er mission zu überw eisen, sondern trotz der Höhe von 
M agistrat ha t nämlich m it dem Landw irtschafts­ 589 000 M  ohne w eitere Ausschußberatung a n ­
m inisterium  em en V ertrag  abgeschlossen, der mt zunehm en.
M ärz dieses J a h re s  von der S tad tv e ro rd n e ten ­
versam m lung genehm igt w urde, wonach C har­ (D ie B era tu n g  wird geschlossen. D ie V er­
lo ttenburg  sich verpflichtet, die Abwässer der Kolonie, sam m lung beschließt nach dem A ntrage des M a ­
die rechts und links von der Heerstraße im  G rune- gistrats, wie folgt:
wald angelegt w erden soll, abzuführen. W ährend A. D er vorgelegte E n tw u rf fü r ein provisorisches 
w ir in  Westend Mischsystem haben, d. H. Regen-, P um pw erk  am  E in lauf der Reichsstraße in 
Schmutz- und H answasser abführen, soll von dieser die S p a n d a u e r  Chaussee und fü r einen p ro ­
Kolonie n u r das H auswasser abgeführt w erden. visorischen N otauslaß  zwischen dem P u m p ­
E s ergeben sich Abwässerm engen die zu tran sp o r-, werk und der S p re e  w ird zur A usführung  
tie ren  sind, fü r West-Westend bei e tw a 13 000 E in ­ genehm igt.
w ohnern von 135 1 in  der Sekunde und von der B. D er K analisierung folgender S tra ß e n  wird 
Heerstraßen-Kolonie bei e tw a der gleichen E in ­ zugestim m t:
w ohnerzahl von 40 1 in der S ek u n d e; das V er­ 1. der Reichsstraße zwischen S p a n d a u e r 
h ä ltn is  von 135 I zu 40 1 entsteht, weil auf der Chaussee und W estendallee,
einen S e ite  Trennsystem , au f der anderen S e ite  2. der Reichsstraße zwischen W estend- und 
Mischsystem bestehen soll. D ie Abwässer, die von P reußenallee ,
der Kolonie au s  dem  G runew ald  kommen, m ünden  3. der W estendallee zwischen Reichsstraße 
sehr tief, auf der S ohle  von +  31,50 m , w ährend und B ayernallee,
die Wässer, die von Westend kommen, e tw a auf 4. der S tra ß e n  am  Sachsenplatz (nördlich 
+  37 m m ünden . Also das von den P u m p e n  
aufzunehm ende Wasser ist au s  zwei verschiedenen und südlich),5. der Schaum burgallee zwischen Reichs­
N iveaus zu entnehm en, die e tw a 6 m  voneinander straße und W estendallee,
verschieden sind. D a  hat m an  das A rrangem ent 6. der M ecklenburgallee zwischen P reu ß en - 
getroffen, daß die Sohle der P u m fta tio n  zwischen und W estendallee,
beiden Höhen gelegen ist, so daß das Wasser von 7. der B ayernallee  zwischen P reu ß en - und 
Westend m it Druck den P u m p e n  zufließt, w ährend W estendallee,
das andere etw a 4 m  au s  dem  S am m le r gehoben 8. der O ldenburgallee zwischen B ay ern - und 
wird. Mecklenburgallee,
F ü r  die P u m psta tion  ist die Beschaffung zw eier 9. der O ldenburgallee zwischen B ay ern - und 
D ieselm otoren und zweier D ifferentialkolben­ B adenallee,
p u m p en  m it einer Leistungsfähigkeit von je 10 1 10. der B adenallee  zwischen O ldenburg- und 
p ro  U m drehung vorgesehen, die U m drehungszahl P reußenallee ,
kann von 60 auf 70 gesteigert w erden, so daß 60 und 11. der Schw arzburgallee zwischen P re u ß e n ­
70 Sekundenliter gefördert w erden können. Zw ei allee und Eisenbahn,
P u m p e n  fördern  also 120 bis 140 S ekunden liter; 12. der O ldenburgallee zwischen S chaum burg­
der M axim albedarf ist 135 Sekundenliter. Z u  den und Schw arzburgallee, ^
zwei P u m p e n  soll späterhin im  B edarfsfälle  eine 13. der O ldenburgallee zwischen Schw arz- 
dritte  P u m p e  m it M oto r a ls gemeinschaftliche burg- und M ecklenburgallee.
Reserve h inzutreten . D ie Kosten, die späterhin durch C. D ie Kosten der B au an lag en  zu A  und B im  
die Aufstellung des d ritten  P u m p en ag g reg a ts  G esam tbeträge von 589 900 M,  nämlich zu 
entstehen, betragen etw a 50 000 M. A im  B etrage  von 241 000 M  und zu B von 
348 900 M]  beide gegenseitig ü bertragbar, 
N un  ist noch notw endig , von der P um psta tion  sind au s bew illigten A nleihem itteln  fü r den 
einen N otauslaß  zu schaffen, der bei starkem R egen­ A usbau  der K analisation in  das Extra- 
w etter, w enn von Westend her der P u m psta tion  o rd inarium  des K analisationsetats fü r 1910 
soviel Regenwasser zufließt, daß sie das Wasser nicht einzustellen, u n te r Anrechnung der beim  
m ehr bew ältigen kann, in Tätigkeit tre ten  soll, Abschn. 1 N r. 2 bereits vorgesehenen 373800J t .)
aber erst dann , w enn so viel Wasser zugelaufen ist, 
daß das Schmutzwasser die sechsfache V erdünnung 
erreicht hat. D er N otauslaß  m it 1,2 m  lichtem Vorsteher K a u fm a n n : P unk t 7 der T ag es­
Durchmesser soll vom S p a n d a u e r Bock zum Teil ordnung :
        
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