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Periodical volume 13. April 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung vom 3. April 1910 169
die M ittel bewilligt hat. Die Trasse, die dieses Forstfiskus behufs Verlängerung des Pachtvertrages 
Rvhr an der S pree bekommen soll, macht es über das Teufelsseegelände unterhandelt hat. Der 
erforderlich, daß es ein Grundstück, welches der Fiskus hat sich nun absolut ablehnend verhalten 
S tad t Berlin gehört, durchkreuzt. Umgekehrt und will vor Ablauf des Pachtvertrages im Jah re  
hat Berlin im Zuge des Rohrdammes zwei alte 1931 auf eine W eiterverlängerung nicht eingehen. 
Düker liegen, die verlegt werden müssen, sobald Wieweit hier die Aufteilung des Grunewalds 
hier eine Brücke gebaut wird. Es ist daher ganz mitspricht oder andere Bestrebungen im Gange 
erklärlich, daß hier ein Vertrag auf Gegenseitigkeit sind, entzieht sich unserer Beurteilung. Jedenfalls 
zustande kommen kann, wonach wir Berlin gestatten, müssen wir damit rechnen, daß wir das Werk 
die Druckrohre durch unser Terrain, das nördlich Teufelssee nicht weiter ausbauen können. Wir 
und südlich der Spree liegt, in der Länge von müssen es durch notwendige R eparaturen bis zum 
zusammen 65 m zu führen, während Berlin Ablauf der Pachtzeit im Ja h re  1931 betriebsfähig 
uns gestattet, das Druckrohr in Länge von 35 m halten. Nunmehr können wir die Abmessungen 
durch sein T errain  zu führen. Berlin gestattet für die Verlängerung des zweiten Druckrohres 
uns ferner, später ein zweites Druckrohr zu verlegen, festlegen, das von dem Spandauer Berg die 
sobald dies erforderlich ist, außerdem ein Gasrohr Königin-Elisabeth-Straße hinunter über den Kaiser­
und ein Kabel. Wir gestatten Berlin, außer den damm bis zur Schloßstraße geht und außerdem eine 
beiden Druckrohren noch ein Kabel zu verlegen. Verbindung in der Bismarckstraße zwischen Leibniz- 
D a die Vorteile, die wir Berlin gewähren, räumlich straße und Knie bekommen muß. Die Abmessung 
größer sind, so ist uns Berlin noch in anderer bis zum Kaiserdamm wird 700 mm sein, in der 
Hinsicht entgegengekommen, indem weiter nördlich Fortführung bis zum Sophie-Charlotte-Platz ist 
am Rohrdamm, wo das erste Druckrohr diesen eine Weite von 650 mm genügend. Der M agistrat 
durchkreuzt, uns gestattet wird, den Rohrdamm beantragt, 226 000 M  für das Rohr zu bewilligen 
dauernd zu benutzen. Seither war das Recht und die M ittel in die nächste Anleihe einzustellen. 
nur ein widerrufliches; es wird für die Folge ein Ich  empfehle die Annahme der Magistratsvorlage.
dauerndes. D as ist von besondern Wert dadurch, 
daß der Rohrdam m  zwar der S tad t Berlin gehört, (Die B eratung wird geschlossen. Die Ver­
aber auf S pandauer Gebiet liegt. Sobald der sammlung beschließt entsprechend dem Antrage 
Rohrdam m  Eigentum von S pandau  werden sollte, des Berichterstatters nach dem M agistratsantrage, 
würden wir wahrscheinlich nicht mehr so leichten wie folgt:
Kaufs zu einer Änderung gelangen können. Wir a) M it der Weiterführung des zweiten Druck­
haben nur eine Anerkennungsgebühr von 10 M  rohres des Wasserwerkes Jungfernheide durch 
per J a h r  für das dauernde Recht zu zahlen. Da die Königin-Elisabeth-Straße und den Kaiser- 
die Rechte und Pflichten in dem Vertrag somit damm bis zur Schloßstraße und der Her­
beiderseits ganz gleichmäßig sind, erübrigt sich auch stellung einer Rohrverbindunq in der B is­
eine juristische Nachprüfung; es ist alles klar und marckstraße zwischen Leibnizstraße und Knie 
einfach. erklärt sich die Versammlung einverstanden.
Ich  beantrage daher die Annahme der M a­ b) Z ur Deckung der Kosten werden 226 000 M  
gistratsvorlage. aus Anleihemitteln bewilligt.)
(Die B eratung wird geschlossen. Die Ver­ Vorsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: Punkt 8
sammlung beschließt entsprechend dem Antrage der Tagesordnung:
des Berichterstatters nach dem M agistratsantrage, 
wie folgt: Vorlage betr. Regulierung von Teilen der Brahe- 
Dem Abschluß eines Vertrages mit der und Tauroggener Straße. — Drucksache 92.
Stadtgem einde Berlin über die Benutzung 
von städtischen Grundstücken zur Verlegung Berichterstatter Stadtv. Harnisch: M eine
von Wasserleitungsdruckrohren und Neben­ Herren, bei der Regulierung von S traßen  wird hier 
anlagen für die Berliner und Charlotten­ in Charlottenburg so vorgegangen, daß nur dann 
burger Wasserwerke nach M aßgabe des vor­ S traßen  reguliert werden, wenn sie keine Sack­
gelegten Entw urfs wird zugestimmt.) gassen bilden, das heißt, die S traßen  müssen bis 
zu einer Blockkreuzung im ganzen reguliert werden. 
Vorsteher-Stellb. Dr. Hubatsch: D as P ro to ­ Die zweite Bedingung, eigentlich die Hauptbedin­
koll vollziehen heute die Herren Scharnberg, gung, ist, daß die Adjazenten beider Seiten  sich 
Vogel I und Wagner. bereit erklären, die Kosten zu tragen; denn die 
Kosten für die Straßenregulierung haben die 
Punkt 7 der Tagesordnung: Anlieger zu tragen, so daß die S tad t immer kostenlos 
dabei fortkommt. Hier liegt nun die Sache so, daß 
Vorlage betr. Weiterführung des zweiten Druck­ die Adjazenten jeder Seite je eine große Terrain- 
rohrs des Wasserwerks Juugsernheide. — Druck­ gesellschaft sind; jedenfalls ist der Besitz in einer 
sache 91. Hand. Die Besitzer der Südseite der Brahestraße 
petitionieren nun seit langer Zeit um  die Re­
Berichterstatter Stabtb. Dunck: Meine gulierung, sie erklären sich zur Tragung aller Kosten 
Herren, wir haben es hier mit der Fortsetzung des bereit, die dadurch erforderlich sind, daß spezielle 
eben besprochenen Druckrohres zu tun. Das Kosten für die Regulierung des Gustav-Adolf- 
zweite Druckrohr wurde im vorigen Jah re  bis zum Platzes zu tragen sind, an den ihr Besitz stößt: 
Spandauer Berg beschlossen. Wir hatten die auch die Kosten für die Untergrundbahn kommen 
Abmessungen, die die Weiterführung dieses Rohres in Frage. Die gegenüberliegenden Adjazenten 
bekommen soll, vorläufig in der Schwebe gelassen, derselben S traße sind aber der Ansicht, daß sie 
weil die Wasserbmldeputativn zuerst m it dem es nicht nötig haben, sich an der Straßenregulierung
        
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