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Periodical volume 14. März 1910

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1910

Sitzung vom 14. März 1910 1 2 5
Ich  möchte den Antragstellern anheim stellen, über die Bem ittelten, sondern gerade die M inderbem it­
diese Anträge, die dasselbe enthalten, sich zu ver­ telten trifft. F ü r die Bem ittelten sind Abonne­
ständigen. Ich  nenne den Antrag jetzt B rauue- mentshefte in Aussicht genommen: die Erhöhung 
Zietsch-Stadthagen. trifft also in der Hauptsache solche, die nur Einzel­
karten nehmen. I m  allgemeinen halten wir es 
Berichterstatter Stadtv. Dr. Landsberger: dafür, daß das Schwimmen in jeder Beziehung ge­
M eine Herren, bei den fortdauernden Ausgaben fördert werden soll, weil es die gesundeste Körper- 
bitte ich S ie, die Abschnitte 1, 2 und 3 en bloc anzu­ gymnastik für die heranwachsende und reifere 
nehm en; da sind Änderungen im Etatsausschuß Jugend  ist, und weil es der Stadtgem einde indirekt 
weder beschlossen noch angeregt worden. wieder zugute kommt, wenn durch S tählung des 
Beim  Abschnitt 4 ist beschlossen worden, in der Körpers bewirkt wird die Hebung der Volkskraft, 
Position Nr. 1 eine Ermäßigung der Löhne von Förderung des Unternehmungsgeistes und damit 
41 000 M  auf 37 570 M  vorzunehmen und in der Verbesserung der Steuerkraft. Ich  beantrage also, 
Position Nr. 14 — Druckkosten — eine Erhöhung von einer Erhöhung abzusehen und es bei den bis­
von 510 M  auf 1640 M. herigen Preisen für Schwimmbäder zu belassen 
Ich  bitte, diese Anträge zu genehmigen, und bzw. diese Etatssum me entsprechend zu kürzen.
bitte ferner, Abschnitt 5, 6, 7 und 8 unverändert 
nach den Beschlüssen des Etatsausschusses anzu­ Stadtv. Dr. S tadthagen : M eine Herren, nach­
nehmen. dem für die M ajorität der liberalen Fraktion diese 
Abschnitt 9 ist nur scheinbar eine N eueinfügung, Erklärung abgegeben und von der sozialdemokrati­
die Position war sachlich früher in Kapitel X IV  schen Fraktion ein ähnlicher Antrag gestellt worden 
enthalten. Der Etatsausschuß beschloß, die Sum m e ist wie von unserer Seite, kann ich mich sehr kurz 
u n g e t e i l t  anzunehmen, nicht aber die Speziali­ fassen. Ich  mache darauf aufmerksam, daß im Aus­
sierung, weil die ganze Einrichtung erst in der Depu­ schuß der Antrag, die Position so zu belassen, wie 
tation für die Gesundheitspflege geprüft werden der M agistrat sie vorgeschlagen hat, also erhöhte 
und dort erst einer Regelung unterliegen muß. Bäderpreise einzuführen, wenn ich mich recht en t­
Die Abschnitte 10 bis 14 empfehle ich Ih n e n  sinne, nur m it 7 gegen 7 S tim m en angenommen 
unverändert anzunehmen. ist. M eine Herren, die antisoziale Bedeutung dieser 
Bei den e i n m a l i g e n  Ausgaben beschloß Erhöhung ist ja schon dargelegt worden.
der Etatsausschuß, Jh n eu  vorzuschlagen — S ie I m  Ausschuß ist darauf hingewiesen, daß in 
finden das in den Zusammenstellungen der B e­ anderen S täd ten  die Preise teurer wären. Erstens 
schlüsse des Etatsausschusses — , als Abschnitt 26 ist das kein Grund, daß wir wegen einer ganz ge­
eine Sum m e von 300 M  einzufügen für die Be­ ringen Sum m e, um  die es sich hier handelt, eine 
schaffung von Namenschildern für B äum e und sozial wünschenswerte Einrichtung verteuern.
Sträucher. Es wurde hervorgehoben, daß dies im Ferner ist im Ausschuß darauf hingewiesen, daß 
Interesse der Orientierung und des B ildungs­ in anderen S täd ten  Abonnementshefte und F rei­
dranges unserer Bevölkerung liege. Die Anschaf­ bäder in viel größerem Umfange bestehen als bei 
fung kann nur allmählich geschehen, weil die Kosten uns. N un hat ja der Etatsausschuß allerdings die 
sonst zu beträchtlich wären. Resolution gefaßt, den M agistrat zu ersuchen, die 
Ferner wurde beschlossen, als Abschnitt 27 ein­ Einführung von Abonnementsheften in Erw ägung 
zufügen. zu ziehen. Die Einführung von Abonnementsheften 
Ausstattung der Bolksbadeanstalten mit Auto­ hat manches für, manches gegen sich. Ich  möchte 
maten zum Badekarteuverkauf . . . .  1200 M. anheim geben, ob wir diese Resolution, wenn wir 
Die Gesundheitsdeputation hat diese Einrichtung den E tat wieder geändert haben, aufrecht erhalten 
der Autom aten für zweckmäßig gehalten und hofft, oder nicht. Ich  für meine Person möchte emp­
dabei die Kraft einer Kassiererin — allmählich fehlen, daß wir diese Resolution dann fallen lassen, 
wenigstens —  ersparen zu können. und würde empfehlen, daß die billigen Bäderpreise 
D as wäre, was ich zu den Ausgaben zu sagen ganz allgemein Geltung haben sollen. Ich  würde 
hätte. bitten, die Position so zu belassen wie im vorigen 
Jah re . Ich befürchte auch nicht, daß die Sum m e 
Stadtv. B rau n e : M eine Herren, in den E r­ nicht aufkommt; denn die Verhältnisse im vorigen 
läuterungen ist vom Magistrat eine Erhöhung der Jah re  waren ganz besonders ungünstig.
Preise für die Schwimmbäder für Erwachsene------- (Sehr richtig!)

    
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