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Periodical volume 24. Februar 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

Die S itu a tio n  liegt heute e tw as anders als rechtigt anerkannt —  ist, daß diejenigen G ru n d ­
im vorigen J a h re . Als ich dam als vor Ih n e n  besitzer, welche sehr gern geneigt sind, ihr L and 
stand und Ih n e n  die E rhöhung der G rundsteuer au s  dem  unbebau ten  Zustande in den bebauten  
em pfahl w aren  unsere N achbargcm einden, Schö­ überzuführen, das heißt zu bebauen, zum  T eil 
neberg zuerst und später W ilm ersdorf, m it dieser bei u n s in C harlo ttenburg  gar nicht in der Lage 
Erhöhung der G rundsteuer vorangegangen, und sind, diesem Wunsche nachzugeben, weil ihre G ru n d ­
h ieraus ergab sich für u n s  klar die Notwendigkeit, stücke noch in G egenden liegen, die noch nicht 
nachzugehen, w ollten w ir nicht bei der stillschweigen­ ausgeschlossen sind, und für welche sie die Konzession 
den Konkurrenz und bei dem m ehr oder m inder nicht bekommen können. E s m uß zugegeben 
ausgesprochenen K am pfe um  die k OOdi, E inkom m en­ w erden, dass dieser E inw and einer gewissen m o ra­
steuerzuschlag und daru n ter den kürzeren ziehen — lischen Berechtigung nicht entbehrt. W ir müssen 
w enn wir nämlich zusehen w ürden, wie die anderen auch sehen, ob w ir nicht M itte l und W ege finden 
G em einden au s der G rundsteuer sich Gelder —  wenigstens müssen w ir danach suchen — ,> daß 
schassten, die w ir zu nehm en ablehnen sollten. diesem Übelstande Abhilfe geschasst w ird. Es ist 
E tw as  anders liegt die Sache heute. E s ist kein ja  steuertechnisch und  auch gesetzmäßig nicht möglich, 
M otiv , das von außerhalb  an  u n s  herangetreten , zwischen unbebau tem  Grundbesitz, der an  regu ­
sondern, wie ich bereits gesagt habe,, der G rund lierten  S tra ß e n  liegt, und solchem Grundbesitz, der 
fü r diese E rhöhung liegt in unseren ureigensten an  unregu lierten  S tra ß e n  liegt, zu tre n n e n ; aber 
Verhältnissen, in unseren Geldverhältnissen. w ir sollten wenigstens eine Auskunft vielleicht in 
Aber m ögen diese G ründe noch so zwingend der R ichtung finden, daß w ir einen gewissen P la n  
sein, m ögen wir u n s im Etatsausschuß bei B era tu n g  machen, wonach der M agistrat so schnell wie 
des E ta ts  auch noch so sehr von der Notwendigkeit möglich, und soweit es das allgem eine In teresse  
dieser S teuerhöhung  überzeugen, so wird es doch zuläßt, m it der R egulierung vorzugehen trachtet, 
notw endig sein und auch der Wichtigkeit der Lage dam it eben denjenigen Grundbesitzern, welche 
entsprechen, w enn w ir noch einm al eine eingehende durch diese N euauflage getroffen w erden, die 
P rü fu n g  dieser erneu ten  Auslage, die w ir den Möglichkeit gegeben wird, das zu tu n , w oraufhin  
Grundbesitzern machen, e in tre ten  lassen. B ei einer eigentlich diese starke Belastung drängt, nämlich 
ganzen Reihe m einer F reunde besteht eine ganze eine möglichst schnelle B autätigkeit zu entfalten.
Anzahl Bedenken, und  ich m uß selbst sagen, daß M eine H erren, S ie  w erden m ir zugeben, daß 
diese Bedenken zum m indesten w ert sind gehört das alles schwerwiegende und durchaus beachtens­
und erw ogen zu w erden. D aß die In teressen ten  w erte M om ente sind, die sich vielleicht hier im 
sich geregt haben, daß die In te ressen ten  gegen P len u m  nicht vollkommen und  erschöpfend be­
diese S te u e r  sprechen, das w ürde auf m ’ch desw egen handeln lassen, und daß es deshalb zweckmäßig 
keinen großen Eindruck machen, weil es ja  überhaup t sein w ird, auch diese G rundsteueränderung einem  
noch keine S te u e r  gegebest hat, gegen die die­ Ausschuß zu übergeben. D a  ich I h n e n  vorhin 
jenigen, die sie bezahlen sollen, nicht reklam iert ausführte , daß m einer M einung nach ein M otiv 
hätten . D a s  ist ihr gutes Recht und wird wohl für diese M ehrbelastung in  unserem  E ta t liegt, 
auch im m er so sein. Aber ich m uß sagen, daß die so w ürde es das Zweckmäßigste und Richtigste sein, 
G ründe, die von den Grundbesitzern vorgebracht diese V orlage dem neu zu bildenden E ta ts ­
werden, doch nicht ohne ein gewisses Gewicht sind, ausschusse zur M itbera tung  zu übergeben. V iel­
und w ir müssen u n s  darüber klar sein, daß wir leicht darf ich den Wunsch aussprechen —  ich weiß 
m it dieser M aßregel es nicht gerade denjenigen nicht, ob das geschäftsordnungsm äßig zulässig ist — , 
Kreisen, welche sonst geneigt sind, Gelder in  u n ­ der Einfachheit halber die D ebatte  über diese V or­
bebauten  Grundbesitz anzulegen, sehr einladend lage gleichzeitig m it der D ebatte  über den E ta t 
und verlockend machen, ihre K ap ita lsoperationen  zu verknüpfen, um  W iederholungen, die sich sonst 
auf C harlo ttenburger Gebiet vorzunehm en. D as ergeben m üßten , zu verm eiden.
m uß doch der E rw ägung  anheim  gegeben werden, 
ob dieses Abschrecken der Bodenspekulation von S tad tv . Zietsch (zur G eschäftsordnung): Ich  
C harlo ttenburger G ebiet nicht auch fü r die All­ wollte n u r zum  A ntrag  erheben, w as der Herr- 
gem einheit schließlich Nachteile haben könne, die R eferen t am  Schlüsse seiner A usführungen  als 
w ir nachher an  unserem  Stadtsäckel em pfinden Wunsch ausgesprochen hat. Schon der Vorschlag, 
müssen. E s ist durchaus a ls richtig anzuerkennen, diese V orlage dem E tatsausschuß zu überweisen, 
w enn sich zunächst die Grundbesitzerkreise dagegen rechtfertigt ohne w eiteres, die Diskussion über 
sträuben, daß nun  schon wieder eine neue B e ­ diesen Punk t der T agesordnung  m it der Diskussion 
lastung des Grundbesitzes vorgenom m en wird. über den nächsten T agesordnungspunk t zu ver­
D as  ist durchaus richtig, daß der Grundbesitz und knüpfen.
daß die Geschäfte, welche dam it verbunden sind, Vorsteher S te llv . Dr. Hubatsch: D er H err
eben so gu t wie jedes andere kaufmännische Geschäft, B erichterstatter hat den A ntrag  gestellt, die V orlage 
zunächst einer gewissen S tetigkeit der Gesetzgebung, dem Ausschusse zu übergeben, der für den E ta t 
in  erster Linie der Steuergesetzgebung bedürfen. gew ählt ist.
Aber es w äre durchaus zu erw ägen, ob m an nicht 
in dieser Beziehung zu einer gewissen B eruhigung (D ie V ersam m lung beschließt dem gem äß.)
dahin kommen könnte, daß m an  ausspricht: w ir E s sind sonst die dringlichen A nträge an  den 
wollen an  dieser Belastung für eine Reihe von Schluß der T agesordnung  gesetzt w orden. E s ist 
J a h re n , vielleicht für im m er fest halten. Ob das aber der Wunsch ausgesprochen w orden, w ir 
möglich ist, weiß ich nicht, w ir können u n s aber möchten diese Angelegenheit, deren Dringlichkeit 
darüber un terhalten . vorhin beschlossen w orden ist und die u n s  n u r 
k D a s  zweite —  und das haben w ir auch bereits wenige M in u ten  beschäftigen w ird, jetzt vorweg
bei der B era tung  über die dam alige G rundsteuer­
vorlage vor einem J a h re  gewissermaßen als be­ «Widerspruch,,
        
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