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Periodical volume 24. Februar 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

die Stadtverordnetenversammlung den Magistrats­ Kosten für die ganze Straßenbreite endgültig 
an trag  angenommen hatte, wurden die Grundstücke von den städtischen Grundstücken nach M aß­
angekauft und die Pläne zur Bearbeitung einge­ gabe ihrer Straßenfronten zu tragen, soweit 
reicht. Bon dem Königlichen Wasserbaufiskus private Besitzer in Frage kommen, sind die 
wurde noch ungefähr eine Wasserfrontfläche von anteiligen Kosten mit Einschluß der Grund­
44 Quadratruten zugekauft, die vor diesen Grund­ erwerbskosten in der nach denr Qrtsstatut zu­
stücken lag. Inzwischen wurde dann auch die lässigen Höhe im Bebauungsfalle wieder ein­
Konzession von der Königlichem Ministerial-Bau- zuziehen und endgültig zu decken, der Rest 
kommission im vorigen Jah re  erteilt, und zwar ist aus den Mitteln des Straßenbauetats 
lautet die Konzession erstens auf eine 300 Meter Ord. V I I I— 21 für 1908 zu decken: 
lange Ufermauer in der Normaluferlinie, zweitens zu 2b und 2c: endgültig aus den in der 
dreier Treppen und drittens 6 fahrbarer Maschinen- Anleihe vorgesehenen Mitteln für Herstellung 
krähne an dem Nordufer der Spree, von dem eines Stätteplatzes usw.;
Siemenssteg bis zur Caprivibrücke. —  Während zu 26: endgültig aus den Anleihemitteln 
in der Borloge von 1905 das Gesamtgrundstück der Kanalisation.
von 55 000 Quadratmetern nach Abzug der Lade- 
und Berkehrsstraßen als Stätteplatz vorgesehen Borsteher-Stcllv. I)r. Hubatsch: Das P ro to­
war, beschränkt sich die heutige Borlage nur auf koll vollziehen heute die Kollegen Rackwitz, Schwarz 
den vorläufigen Ausbau des westlichen Viertels und Sellin.
des Stätteplatzes in einer Länge von 35 Metern 
an d  in einer Höhe von 3,47 Metern und Ein­ Punkt 8 der Tagesordnung:
richtung nur eines Maschinenkranes, während der 
Rest als provisorischer Teil verbleibt und ferner als Borlage betr. Erhöhung der Zahl der Mitglieder 
Stätteplatz vermietet werden kann. Wir können der Kassen- und Finanz-Deputation. — Druck­
diese weise Zurückhaltung der neuen Vorlage nur sache 59.
freudigst begrüßen; denn die heutige Lage von Die Angelegenheit ivird dem Wahlausschuß 
Handel und Industrie mahnt zur Vorsicht. zu überweisen sein.
Der Ausschuß, welcher alle diese Fragen ein­ (Zustimmung.)
gehend geprüft hat, hat die Vorlage einstimmig 
angenommen. Die in Aussicht genommenen Wir kommen zu Punkt 9 der Tagesordnung:
mäßigen Tarife dürften eine Rentabilität sichern.
Meine Herren, mit dieser Anlage schafft die Borlage betr. Abänderung der Gemcindegrnnd- 
S tad t Charlottenburg auf dem Gebiete der öffent­ steuer-Ordnung. —  Drucksache 60.
lichen Schiffahrt eine moderne Neuheit ersten 
Ranges, wie wir sie in Groß-Berlin noch nicht Berichterstatter Stadtv. Dr. Frcntzel: Meine 
haben, auf die Handel und Industrie Groß-Berlins Herren, wir haben uns vor etwa Jahresfrist in­
daher mit Stolz blicken können, und die meiner mitten der Etatsberatungen des vergangenen Jah res  
Ansicht nach auch zur Nachahmung reizen dürfte. mit einer Änderung der Grundsteuerordnung be­
Ich bitte Sie, dem Ausfchußantrag zuzustimmen schäftigt und sind damals ziemlich ohne jeden 
und die Vorlage anzunehmen. Widerspruch aus der Versammlung zu dem Resultat 
gekommen, den Promillesatz von J2,4 auf das 

    
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