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Periodical volume 24. Februar 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

die M ehrheit  der Versam m lung die schleunige B e-l 5 M itgliedern, von denen 2 M agis tra tsm it­
ra tung  dieses in der T a t  dringlichen Antrages aus  glieder und J  S tad tvero rdne te  sein müssen. 
den hier geltend gemachten G ründen  unmöglich D er  Ausschuß hatte  den Auftrag, dafür zu 
macht. sorgen, daß bei der V erfügung über die M itte l  der 
S te in -S t i f tu n g  die S tad tvero rdne ten  mitwirken 
Vorsteher K au fm an n : D a  Widerspruch er­ sollten. D em  bereitwilligen Entgegenkommen der 
haben ist, werde ich den Antrag auf die Tagesord­ Herren M agistra tsvcrtre ter ist es zu verdanken, daß 
nung der nächsten Sitzung stellen. der Ausschuß so schnell sein Ziel hat erreichen können.
D er  zweite Dringlichkeitsantrag, der Antrag  D er  Ausschuß w ar  der M einung, daß cs zweck­
des H errn  Kollegen Schwarz, bedarf noch der Unter­ mäßig wäre, eine D epu ta t ion  für diesen besonderen 
stützung von 10 M itgliedern. Zweck einzusetzen, die nach dem Muster der andern 
B erw altungsdepu ta t ioncn  aus  M agistra tsm it-  
S ta d tv . Hirsch (zur Geschäftsordnung): M eine gliedcrn und S tad tvero rdne ten  zusammengesetzt 
Herren, ich habe zwar den Antrag  selbst u n te r ­ wird. W as  die Zahl der M itglieder betrifft, so war 
schrieben; ich m uß aber gegen die Dringlichkeit E in ­ der Gedanke maßgebend, daß der A ppara t  nicht 
spruch erheben. Zurzeit sind nach den Berichten, allzugroß sein dürste, damit er nicht schwerfällig 
die kürzlich durch die Presse gingen, M itte l  genug wird, sondern schnell arbeiten, vor allen Dingen 
vorhanden, so daß die überschwemmten sich vor­ rasche Beschlüsse herbeiführen kann. Nach langen 
läufig aufrecht erhalten können; für die Linderung E rw ägungen  fand der Ausschuß die Zahl 5 für die 
der dringendsten Not ist gesorgt. Ich  meine des­ geeignetste Zahl der Mitglieder, und so ist der V or­
halb, wir können mindestens so lange w arten , bis schlag zustande gekommen, 5 M itglieder zu w ählen; 
wir für die Beseitigung der dringendsten N ot in davon sollen 2 M agistratsmitglieder und 3 S t a d t ­
Charlo ttenburg gesorgt haben werden. verordnete sein, so daß die S tad tvero rdne ten  die 
M ehrheit in dieser D epu ta t ion  von vornherein haben.
Vorsteher K au fm an n : Auch gegen die D rin g ­ D er Ausschuß n im m t an, daß damit der a u s ­
lichkeit dieses A ntrages ist Einspruch erhoben. D er gesprochene Wunsch der V ersam m lung erfüllt ist. 
Antrag wird auf die Tagesordnung  der nächsten Ic h  empfehle die Anträge des Ausschusses zur 
Sitzung gestellt werden. Annahme.
Es ist ein Antrag von H errn  Kollegen M eyer  
und der genügenden Anzahl von Kollegen einge­ (Die B era tung  wird geschlossen. Die Ver­
gangen, welcher lau te t: sammlung beschließt nach dem Antrage des A us­
S tad tverordnetenversam m lung wolle be­ schusses, wie folgt:
schließen, den M agistrat zu ersuchen, gegen die D er Magistrat wird ermächtigt, aus  den 
von den verbündeten R egierungen vorge­ Zinsen der Freiherr  vom S te in -S t i f tu n g  an  
schlagene Änderung der Fernsprechgebühren Personen, die im Ehrendienste der S ta d t  
als gegen eine einseitige Belastung der städti­ tätig gewesen sind, oder an deren H inter­
schen, insbesondere der gewerblichen Bevölke- j bliebene im Falle  der Bedürftigkeit und W ü r­
kerung an  zuständiger S te lle  entschiedenen digkeit Unterstützungen bis zum Höchstbetrage 
Widerspruch zu erheben. von 500 M  für das J a h r  im Einzelfalle zu 
W ir beantragen  hierfür die Dringlichkeit. gewähren.
Wird Widerspruch gegen die Dringlichkeit er­ Z u r  V erw altung  dieser S t if tung  wird eine 
h o b e n ? —  Hier ist kein Widerspruch erfolgt; die D epu ta t ion  eingesetzt, bestehend aus  5 M i t ­
Dringlichkeit ist demnach beschlossen. Ich  werde gliedern, von denen 2 Magistratsmitglieder 
im  Laufe der V erhandlungen dem H errn  A ntrag­ und 3 S tad tvero rdne te  sein müssen.)
steller zu dem Antrag  das W ort geben.
Ich  bitte u m  die Erlaubnis , den Punk t 5 der V orsteher-Stellv . Dr. Hubatfch (den Vorsitz 
T agesordnung  vorweg zu nehmen, weil Herr übernehm end): Wir kommen zu Punkt 2 der
Kollege Hubatsch, mein S te llvertre ter,  in dieser T a g e so rd n u n g :
Sache Berichterstatter ist und ich Herrn Kollegen 
Hubatsch um  die V ertre tung  im Vorsitz gebeten V orlage betr. Gewährung einer B eih ilfe  an den 
habe. W enn ich keinen Widerspruch höre, nehme V erein Jugendheim . —  Drucksache 53.
ich an, daß die V ersam m lung einverstanden ist, 
den Punkt 5 der T agesordnung  vorweg zu nehmen. (Die B era tung  wird eröffnet und geschlossen. 
—  Ein Widerspruch ist nicht erfolgt. Wir kommen Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
also zu Punkt 5 der T a g e so rd n u n g : des Magistrats, wie folgt:
D em  Verein Ju g en d h e im  E. V. zu Char­
Bericht des Ausschusses über die V orlage betr. lo ttenburg wird für das Rechnungsjahr 1908 
V erw endung der M itte l der Freiherr vom S te in -  eine einmalige Beihilfe von 1 000 M  au s  
S tiftu n g . —  Drucksachen 15, 56. laufenden M itte ln  gewährt.)
Berichterstatter S ta d tv . Dr. Hubatsch: M eine Punk t 3 der T agesordnung :
Herren, der Ausschuß empfiehlt I h n e n  die Annahme 
der M agistratsvorlage m it einer kleinen Änderung V orlage betr. Verstärkung der Etatsnum m er Ord. 
und einem Zusatze. Die kleine Änderung betrifft K apitel I I I — 1— 2e für 1908. —  Drucksache 54.
den Ersatz der W orte „bei nachgewiesener B e ­
dürftigkeit und Würdigkeit" durch die W orte „im (Die B era tung  wird eröffnet und geschlossen. 
Falle  der Bedürftigkeit und Würdigkeit", und der Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
Zusatz lau te t: des Magistrats, wie folgt:
Z u r  V erw altung  dieser S t i f tu n g  wird Die A usgabenum m er 2e, Abschnitt 1, 
eine D epu ta tion  eingesetzt, bestehend aus Kapitel I I I  des O rd inarium s für 1908 —
        
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