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Periodical volume 24. November 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

5 3 4 Sitzung vom 24. November 1909 F ell vorauszusetzen, daß sie erst blaue S triem en gesagt h a t: er kannte die Akten schon vorher. — haben müssen, ehe sie einen Schm erz em pfinden; S ie w ollen in den Ausschuß hineingehen, um da kommt es doch zuerst auf die K onstitution des I h r e r M einung, daß die Sache schon abgeschlossen Kindes an. D er H err O berbürgerm eister m uß ist, noch dahingehend Ausdruck zu geben, daß es nicht generalisieren, sondern individualisiern. eine G lorifikation des H ausvaters werden soll. H err Kollege Frentzel ha t gesagt, ich habe W ir sträuben u n s dagegen nicht. Gehen S ie aus die K inder a ls lügnerisch hingestellt. N ein, ichjjßbe diesen oder andern G ründen in den Ausschuß m it der O bjektivität, m it der ich die ganze Sache h inein ! S ie sagen, die Sache sei abgeschlossen, behandelt habe, zugegeben, daß die K inder sehr weil das A ktenm aterial vorliege. Auf welchen unzuverlässig in ihren A ussagen sein können; ich Tatsachen aber bau t sich das A ktenm aterial a u f? habe nicht gesagt: die K inder sind lügnerisch, E s w urde sogar ein B rief aus E rfu rt verlesen; sondern: es wird versucht, gerade die B elastungs­ woher erfuhr diese D am e in E rfu rt, daß diese zeugen u n te r den K indern als lügnerisch hinzu­ Geschichte hier passiert ist? Ic h weiß nicht, ob stellen. H err Kollege Frentzel w ollte dam it eine m an da berechtigten Anlaß hat, anzunehm en, daß besondere B lü te in seine Rede hineinflechten, das alles — ich will m al sagen, unbeeinflußt von indem er sagte: den Soll-A ngaben des H errn irgendwelcher S e ite geschehen ist. Zietsch stehen die Ist-A usgaben des H errn S ta d t ­ (Z urufe .) ra ts S a m te r gegenüber. Ich möchte noch eins bemerken. D ie „glanz­ (Zurufe.) volle R echtfertigung" des H ausva te rs Richter durch — M eine S o l l - A ngaben bau ten sich auf An­ den O berbürgerm eister verstehe ich sehr gut, und gaben, die ich durch E r w a c h s e n e bekommen ich halte es auch fü r vollkommen recht, w enn habe, und die I st - A ngaben des H errn S ta d tra ts der H err O berbürgerm eister, der von der Schuld­ S a m te r beruhten n u r auf den A ngaben, die die losigkeit des B eam ten überzeugt zu sein scheint, K i n d e r ihm gemacht haben. H err Kollege fü r den angeblich zu unrecht Beschuldigten e in tritt Frentzel konnte es sich auch nicht versagen, w ahr­ und ihn in Schutz nehm en will. Aber ich m eine, scheinlich weil fü r diesen F a ll sein Nachbar in der der H err O berbürgerm eister, der sich hier so in s heutigen V ersam m lung fehlt, bei dieser G elegenheit Zeug gelegt ha t fü r die Unantastbarkeit der Ehre das politische T hem a zu streifen. anderer Leute und der von u n s verlangt hat, (Heiterkeit.) daß, w enn die Unrichtigkeit der vorliegenden B e­ E r sagt, w ir hä tten am allerw enigsten Ursache, schuldigungen nachgewiesen w erden sollte, w ir u n s über diese D isziplin aufzuhalten , denn wir die Pflicht hä tten , dem M anne w ieder Gerechtigkeit seien doch gerade diejenigen, die in unserer P a r te i w iderfahren zu lassen, — derselbe O berbürger­ diejenigen, die nicht straffe D isziplin halten , h in au s­ meister h a t ja auch in andern F üllen nicht fü r seine kom plim entieren, und er berief sich auf den F a ll P flicht gehalten, Leute zur rektifizieren, die von Bernstein. G ew iß, in unserer P a r te i ist noch das ihm selbst an dieser S te lle hier zu Unrecht an ­ Recht der freiesten Kritik vorhanden. gegriffen w orden sind. Ich erinnere n u r an m einen (G roße Heiterkeit.) F reund G ebert, der vor drei J a h re n hier von — J a , haben S ie denn in I h r e r Parteipresse dem H errn O berbürgerm eister angegriffen w orden jem als eine Kritik gefunden darüber, daß Theodor und heute noch nicht von dem H errn O berbürger­ B arth von I h n e n h inausgew orfen ist? meister rektifiziert w orden ist. (Z u ru fe : I s t ja nicht herausgew orfen!) (Glocke des V orstehers.) — N ein, er ist gegangen w orden. W enn w ir die Flucht in die Öffentlichkeit Borsteher-Stellv.Dr.Hubatsch (unterbrechend): angetre ten haben bzw. der Beschwerdeführer es Ich bitte aber doch, bei der Sache zu bleiben. D ies getan hat, so häng t das nicht m it der Entlassung hat doch m it der Sache nichts zu tun . des einen M aaß au s der A nstalt zusam m en. Und n u n noch ein W o rt! S ie w ollen in den Antragsteller S tad tv . Zietsch (fortfahrend): Ausschuß hineingehen, w ollen eine Ausschuß­ W ir gehen selbstverständlich m it I h n e n in eine beratung haben und erklären doch schon heute, Ausschußberatung hinein. A us welchen G ründen fü r S ie sei die Sache vollkommen geklärt. W ir S ie hineingehen, soll u n s egal sein; w ir w ollen wissen ja, daß H err Kollege Frentzel, der sich, ehe hineingehen, um die W ahrheit m it I h n e n zu er in die Sitzung kam, ein Urteil gebildet hatte , erforschen. nicht n u r in diesem F a ll die Akten des M agistrats (Z urufe bei den L ib e ra len : S ie haben zu bew eisen! kennt, ehe die S tad tvero rdnetenversam m lung dar­ — Glocke des V orstehers.) über e tw as erfahren hat. E s ist bekannt, daß H err Kollege Frentzel hier a ls N ebenregierung B orsteher-Stellv . Dr. Hubatsch: Ic h bitte, eine S te llu n g e inn im m t, deren B edeutung über den R edner nicht zu unterbrechen. diesen S a a l h inausgeht. W ir wissen ja auch, daß H err Kollege fren tze l das V ertrauen besitzt, zu A ntragsteller S tad tv . Zietsch (fortfah rend): andern Konferenzen eingeladen zu w erden, oder W ir w erden ja die Z eugen auch angeben, ü b e r­ an Konferenzen, die sonst nicht den S ta d tv e r­ zeugen S ie u n s von dem G egenteil unserer An­ ordneten zugänglich sind, wie bei dem B a u der gaben. D er H err O berbürgerm eister ha t auch U ntergrundbahn, teilzunehm en. gesagt: W enn w ir u n s haben überzeugen lassen, (Glocke des V orstehers.) daß w ir im Unrecht sind, dann hätten w ir die Pflicht, begangenes Unrecht g u t zu machen. W ir Vorsteher-SteUV. Dr. Hubatsch: Ich bitte, w erden nach den A usschußberatungen diejenigen H err S ta d tv . Zietsch, bei der Sache zu bleiben. Erklärungen abgeben, die w ir fü r notw endig halten. Ob S ie das aber auch tu n w erden — A ntragsteller S tad tv . Zietsch (fortfahrend): darin setze ich nach I h r e r heutigen S te llu n g n ah m e, Ich komme n u r darauf, weil H err Kollege Frentzel ie sehr parteiisch ist, doch gelinde Z w eifel.
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