Path:
Periodical volume 20. Oktober 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

Sitzung oom 20. Oktoher 1909 427
kommt durch die Röutgenstraße. D ie Rosinenstraße Stadtbaurat Bredtfchncider : D ie P eten ten  
hat Asphaltpflaster. D ie Röntgenstraße —  das m uß bitten wohl nicht so sehr darum , Asphaltpflaster 
ich zugeben —  hat ein sehr schönes Kopfsteinpflaster, zu erhalten, als darum , geräuschloses P flaster zu 
aber doch eben ein Pflaster, auf welchem diese Last­ erhalten. E s ist allerdings richtig, daß die S traß e , 
w agen einen außerordentlichen L ärm  machen. Ich  m it Rücksicht darauf, daß sie eine S te igung  von 
kann daher die Klagen n u r als durchaus berechtigt 1: 40 hat, m it Asphaltpflaster nicht versehen w erden 
anerkennen. kann. S ie  w ürbe, um  geräuschloses P flaster zu 
Ich  habe n u n  aus dem V ortrage des H errn  haben, Holzpflaster erhalten müssen. D as  w äre 
R eferenten  nicht ersehen können —  ich habe die möglich.
A usführung nichtim m er verstanden — , ob der P e ti t i ­ D a  ich n u n  gerade das W ort habe, möchte 
onsausschuß deswegen zur T agesordnung überzu­ ich auch noch ein klein wenig auf die vorliegende 
gehen em pfiehlt, weil die Klagen a n  sich unberechtigt P e titio n  eingehen. Es m uß wohl zugegeben 
sind, oder n u r deswegen, weil im  laufenden E ta t werden, daß die Röntgenstraße einen verhältn is­
keine M itte l vorhanden sind, und weil sich m äßig großen Verkehr hat, nam entlich einen sehr 
auch noch nicht absehen läßt, ob M itte l später schweren V erkehr; aber ich kann nicht zugeben, 
vorhanden sein w erden. D iesem  letzteren daß die R öntgenstraße einen stärkeren Verkehr hat 
G runde kann m an  sich ja in  keiner Weise als z. B . die gleichfalls noch m it S teinpflaster 
verschließen, dem m üßte ich mich anschließen. Nach­ versehene G rolm anstraße südlich der S tad tb ah n  
dem  ich au s dem  V ortrage des H errn  R eferenten oder die Kantstraße am  Am tsgericht. I n  diesen 
gehört habe, daß die A ntw ort des M agistra ts nicht S tra ß e n  ist der Verkehr noch stärker a ls in der 
so kurz lau tet, wie sie u n s  hier m itgeteilt w orden Röntgenstraße. W as dem einen recht ist, ist dem 
ist, sondern daß die P e ten ten  doch auf eine etw aige andern  billig. B isher haben w ir leider nicht die 
N eupflasterung in  künftigen J a h re n  hingewiesen M itte l gehabt, in  diesen S tra ß e n  das S teinpflaster, 
w orden sind, erübrig t es sich, e tw as anderes zu tun , das geräuschvolle Pflaster zu beseitigen und durch 
a ls w as der Petitionsausschuß em pfohlen hat. geräuschloses zu ersetzen. W erden w ir die M itte l 
Ic h  werde aber bei den E ta tsb e ra tu n g en  versuchen, haben, so wird es zweifelhaft auch geboten sein, 
die Aufmerksamkeit des M agistrats darauf zu in  der Röntgenstraße geräuschloses Pflaster her­
lenken, daß auch fü r diese S tra ß e  M itte l zur V er­ zustellen.
fügung gestellt werden. Um keinen I r r tu m  aufkom m en zu lassen, 
möchte ich bemerken, daß in  der R öntgenstraße 
Berichterstatter S ta d tv . L itten: Ich  kann das allerbeste S teinpflaster liegt, das w ir überhaup t 
darauf n u r folgendes an tw orten . Ich  bin selbst da je in C harlottenburg gepflastert haben, und daß 
gewesen und habe m ir die Sache genau angesehen. sich dieses S teinpflaster zurzeit in einem  tadellosen 
Ich  habe mich auf m ein Urteil allein nicht verlassen, Zustande befindet. Also an  der Beschaffenheit 
sondern bin auch in den verschiedensten Häusern des S teinpflasters liegt es nicht, sondern lediglich 
gewesen und habe mich erkundigt. Ich  kann auf daran , daß es kein S teinpflaster gibt, welches 
Pflicht versichern, daß ich so außerordentlich w ider­ geräuschlos ist, daß auf jedem  S teinpflaster Ge­
sprechende Urteile gehört habe —  ich habe sie im räusch erzeugt wird, und zw ar in dem V erhältn is 
Petitionsausschuß m itgeteilt — , daß m an  sich gar der Schwere des Verkehrs.
keinen V ers d a rau s machen kann. D ann  habe ich 
zufällig einen S trom polizeibeam ten  au s der Loh­ (Die B era tung  wird geschlossen. D ie V er­
m eyerstraße, der ganz in der N ähe w ohnt, ge­ sam m lung beschließt nach dem A ntrage des A us­
sprochen und habe den gefragt, ob das richtig ist, schusses, über die P e titio n  I I I  zur T agesordnung 
w as in der P e titio n  angegeben wird, daß pro überzugehen.)
S tu n d e  vom M orgen  ab 60 W agen durch die 
S tra ß e  gehen. D arau f hat m ir der Strom polizist Vorsteher K au fm an n :
gean tw orte t: auch noch nicht 60 W agen den ganzen 
T a g !  M eine H erren, ob das w ahr ist, kann ich IV . P e t i t i o n  d e s  B e z i r k s v e r e i n s  
nicht wissen. d e r  n o r d ö s t l i c h e n  S t a d t t e i l e  
Cb die w eiteren A usführungen d e rP e titio n  b e t r .  E i n r i c h t u n g  v o n  S c h u l -  
richtig sind, daß die S traßenkehrer so großen Lärm  r ä u m e n  i m  S t a d t b e z i r k e  M a r  - 
machen, und ob die M ieter kündigen, weil durch t i n i k e n f e l d e .
den lebhaften Verkehr in  der S tra ß e  dieselbe so 
sehr unruhig  w ird, entzieht sich m einer K enntnis. Berichterstatter S tad tv . Klick: M eine H erren, 
D am it ist die Sache fü r mich erledigt. Ich  habe die A nw ohner des S tadtbezirks M artinikenfelde 
den A uftrag, den ich erhalten , I h n e n  den Über­ bitten um  E rlangung einer besseren Schulgelegen- 
gang zur T agesordnung  zu em pfehlen, vorhin heit fü r ihre K inder. I n  der B egründung führen 
schon angeführt. sie aus, daß die K inder n u r auf sehr gefährlichen, 
w eiten und erm üdenden W egen die Schule er­
S tad tv . S ch m id t: M eine H erren, eine D rin g ­ reichen können, und sie bitten  deshalb, auch noch u n te r 
lichkeit für die Asphaltierung der R öntgenstraße w eiter u n ten  folgender B egründung, wenigstens 
sehe ich nicht ein. Erstens besitzt die R öntgenstraße um  Einrichtung der vier untersten Schulklassen in  
ein sehr gutes Kopfsteinpflaster, sodann läßt sie gem ieteten R äum en  im  Stadtbezirk M artin iken­
sich auch gar nicht asphaltieren, denn es befindet felde. D ie städtischen E rhebungen hätten  
sich eine viel zu große S te igerung  dort. Es ist ergeben, daß die Gemeindeschulen 23 und 24 in 
m einer Ansicht nach beinahe ausgeschlossen, daß der Hallerstraße von über 2000 K indern besucht 
die Röntgenstraße asphaltiert werden kann, weil werden. D ies deute auf eine llberfü llung  der 
die S te igung  nach der Brücke hin ziemlich hoch ist. Schulräum e hin, w as ja auch der Umstand ergäbe, 
Schon au s diesem G runde m üßte die Forderung  daß K inder teils stehend, te ils auf herbeigeholten 
der P e ten ten  abgelehnt werden. S tü h len  dem Unterrichte beiw ohnen m üßten.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.