Path:
Periodical volume 20. Oktober 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

4 2 6  Sitzung vom 20. Oktober 1909
w orden ist, und in der die Angriffe en thalten  w aren. in  der Sache irgend etw as klären wollen. In fo lg e ­
D er Vorsitzende, H err B aum eister T hons, machte dessen erhebe ich W iderspruch gegen die B eratung .
nämlich verschiedene Angriffe, oder vielm ehr, er (U nruhe.)
teilte das m it, w as im Publikum  gesagt w orden 
sei, daß S ta d tra t  V oll von der M üllabfuhr befreit Borsteher K au fm an n : Es ist Widerspruch
w orden w äre. Ich  regte dann die F rag e  in den: A us­ gegen die Dringlichkeit erfolgt. Ich  werde die beiden 
schüsse an, und der Ausschuß hat darüber vollständig A nträge auf die T agesordnung der nächsten Sitzung 
Aufschluß erhalten, so daß w ir keine V eranlassung setzen.
hatten , darüber noch w eiter zu sprechen. I n  der W ir kommen zu
P e titio n  w ar das nicht en th a lten ; die Hausbesitzer 
verlangten darüber keine Rechenschaft von uns. I I I .  P e t i t i o n  d e s  H a u s b e s i t z e r s  
Infolgedessen w aren  w ir gar nicht in der Lage, I)r H e i n z e l  u n d  G e n .  b e t r .  
darüber zu urteilen . N e u p f l a s t e r u n g  d e r R ö n t g e n -  
M eine H erren, ich bitte S ie  nochm als, dem st r  a ß e.
A usschußantrage auf Übergang zur T agesordnung 
zuzustimmen. W ir sind setzt nicht imstande, die Berichterstatter S tad tv . L itten: M eine
B estim m u n g en ' über die M üllbeseitigung abzu­ H erren, die B ew ohner der R öntgenstraße klagen 
ändern . D er M agistrat sagt selber in seinem darüber, daß sie durch das kolossale Geräusch, das 
Schreiben, das er an die Hausbesitzer geschickt hat, in  der Röntgenstraße durch den starken Verkehr 
daß bei solchen großen U nternehm en im m er M ängel hervorgerufen wird, sehr belästigt w erden, und 
vorhanden sein w erden. D er M agistrat ist aber schlagen vor, zur Abhilfe die S traß e  m it Asphalt­
bem üht, diese M ängel zu beseitigen. Ich  möchte oder Holzpflaster zu belegen. D ie Röntgenstraße 
S ie  bitten, gerade um  die Bürgerschaft aufzuklären ist jetzt, wie der Augenschein lehrt, m it sehr guten 
und den Ä ußerungen, die dam als in der V er­ Kopfsteinen gepflastert. D as P flaster ist noch 
sam m lung der Hausbesitzer und auch heilte hier im e tw as neu, es wird sich m it der Z eit setzen, und 
P len u m  gefallen sind, entgegenzutreten , die A n­ dann wird eine ganze Anzahl von Beschwerden 
träge des H errn Kollegen C rüger anzunehm en. dadurch schon hinfällig werben. D ie P e titio n s ­
kommission schlägt Ih n e n  vor, zur T agesordnung 
S tad tv . Lissauer (persönliche B em erkung): überzugehen.
M eine H erren, es ist allerd ings jetzt klar, daß der Nebenbei möchte ich noch erw ähnen, daß der 
S ta d t ein Schriftstück un te rb re ite t w orden ist, w orin M agistrat bereits m it dieser Sache befaßt gewesen 
der von m ir verlesene Passus fehlt, und daß dadurch ist und u n te r dem 31. J u l i  den P e ten ten  gean t­
allerd ings der Zusam m enhang bedeutend erschwert w ortet h a t:
wird. Indessen ist die Z eit doch nicht vergeudet Von einer N eupflasterung der Röntgenstraße 
w orden; denn die M aterie  ist dam it gründlich zur m it Asphalt bzw. Holz müssen w ir im  
E rörterung  gekommen. laufenden Rechnungsjahre au s M angel an 
M itte ln  Abstand nehm en. Ob eine N eu­
Borsteher K au fm an n : W ir kommen zur Ab­ pflasterung in  den nächsten Ja h re n  möglich 
stim m ung. D er Petitionsausschuß bean trag t Über­ sein wird, kann hi n ie  noch nicht übersehen 
gang zur T agesordnung, dagegen ist von H errn werden. S ie  hängt davon ab, ob die städtischen 
Kollegen W öllm er die Zurückverweisung d e rP e titio n  Körperschaften u n s  die hierzu notw endigen 
an  den Ausschuß bean trag t w orden. H alten S ie  M itte l bewilligen.
diesen A ntrag aufrecht? W ir stellen anheim , die M itunterzeichnet 
der P e titio n  von vorstehendem Bescheide 
(S tad tv . W öllm er: J a ! ) in K enntnis zu setzen.
Ich  lasse'zuerst über den A ntrag auf Zurück­
verweisung der P e titio n  abstim m en. S tad tv . Dr. B orchardt: M eine H erren, wenn 
ich auch B ew ohner der R öntgenstraße bin, so fühle 
(D er A ntrag wird abgelehnt.) ich mich desw egen natürlich nicht bloß als V er­
tre te r der B ew ohner der R öntgenstraße, sondern 
D an n  bringe ich den A ntrag des P e titio n sa u s ­ als V ertreter aller E inw ohner von C harlottenburg, 
schusses zur Abstimmung, über die P e titio n  zur wie es ja  nach der S täd teo rdnung  auch gar nicht 
T agesordnung überzugehen. anders sein kann. Aber diese zufällige Eigenschaft, 
daß ich in  der Röntgenstraße wohne, bewirkt, daß 
(D ie V ersam m lung beschließt dem gem äß.) ich über die Verhältnisse dort e tw as m ehr o rien tiert 
bin a ls in  andern G egenden C harlo ttenburgs, und 
Jetzt liegen noch zwei A nträge vor, fü r die beide da m uß ich allerd ings sagen, daß ich au s dieser 
die Dringlichkeit b ean trag t w ird. Über A nträge, persönlichen K enntnis heraus durchaus den Klagen, 
die im  Laufe der Sitzung gestellt w erden, kann n u r die hier erhoben w orden sind, zustimmen und sie für, 
dann  verhandelt werden, w enn von keiner S e ite  durchaus berechtigt erklären m uß. I n  der R ön tgen ­
Widerspruch': erhoben wird. straßeisteinaußerordentlich starker Lastwagenverkehr, 
der namentlich in den frühen M orgenstunden anhebt 
S tad tv . l)r. Borchardt (zur G eschäftsordnung): und die Nachtruhe aller derjenigen B ew ohner, deren 
M eine Herren, w enn es sich hierbei auch um  einen Schlafzim m er vorn heraus liegen, geradezu u n ­
sehr ausgezeichneten T eil der Bevölkerung handelt, möglich macht. D ie R öntgenstraße ist die F o r t­
die Hausbesitzer, die vielleicht auch bei den W ahlen setzung der Rosinenstraße, und der gesamte Last­
sehr maßgebend sind, so kann mich das doch nicht wagenverkehr, der über die Rontgcnbrücke herüber 
veranlassen, einzusehen, daß es n u n  unbedingt n o t­ nach der B erliner S traß e  sich ergießt und durch die 
wendig ist, heute diese D inge hier zu verhandeln, Rosinenstraße geht, auch ein Teil des Verkehrs, der 
zum al ich absolut nicht einsehen kann, wie w ir heute nachher abzweigt und durch die Cauerstraße geht,
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.