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Periodical volume 20. Oktober 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

416 Sitzung vom 20, Oktober 1909
Also so H als über Kopf kann die A ngelegenheit M agistrat m itzuteilen, daß für die Folge dieser 
jedenfalls nicht geregelt w erden, und w ir w ürden Beschwerde möglichst Abhilfe geschaffen und wieder 
über die P e titio n  hinausgehen, w enn w ir die auf die a lten  Verhältnisse zurückgegangen werde. 
D ispositionen des M agistrats heute durchkreuzen Es hätte  genügt, den H erren m itzuteilen, daß 
w ollten, indem  wir ihm  den Wunsch überm itte ln , vorläufig ein V ertrag  auf 15 J a h re  geschlossen ist 
daß er n u n  auf Kosten der S ta d t  die R egulierung und der Beschwerde nicht ohne w eiteres abgeholfen 
des N onnendam m s in die W ege leitet, ganz gleich, w erden könne.
wie sich die S iem en s und Halske-Werke dazu Bei dieser G elegenheit ist aber auch zur Sprache 
stellen. D er Wunsch des Petitionsausschusses ist gekommen, daß die P e ten ten  der Ansicht gewesen 
jedenfalls, zum Ausdruck zu bringen, daß w ir die sind, daß die neue O rdnung der M üllabfuhr vom 
schlechten Zustände als vorhanden anerkennen, Hygienischen S tandpunk t außerordentlich nützlich 
und daß der M agistrat seinerseits alles tu n  möge, ist, aber n u r  insofern nützlich, als sie allgem ein 
w as in seinen K räften  steht, um  die W egefrage eingeführt ist, a ls  jeder Hausbesitzer ihr un terw orfen  
zu lösen. ist. N un  hat sich aber herausgestellt, daß eine 
große Anzahl von B efreiungen  vorhanden ist, und 
(D ie V ersam m lung lehnt den A ntrag  des zw ar teilen sie sich in  zwei Teile ein. 59 B efrei­
S tad tv . W ill ab und beschließt nach dem A ntrage ungen  sind fü r Villenbesitzer und fü r Häuser, die 
des Petitionsausschusses, die P e titio n  I  dem von einer oder zwei P a rte ie n  bew ohnt sind, und 
M agistrat als M ateria l zu überw eisen.) zw ar V illen in  der A hornallee, Schillerstraße, 
Westend, und die Besitzer tragen  die besten N am en, 
Vorsteher Kaufmann: es befindet sich sogar auch ein S ta d tra t  darun ter, 
I I .  P e t i t i o n  d e s  H a u s - u n d  G r u n d ­ dem eigentlich die M üllo rdnung  ganz genau be­
b e s i t z e r v e r e i n s  v o n  1903 b e t r . kannt sein m üßte. W enigstens ich habe nichts in 
M ü l l a b f u h r . derselben herausfinden  können —  es sollte m ir 
leid tu n , w enn m ir nicht alles vorgelegt w orden 
Berichterstatter Stadtv. S e llin : M eine ist —  ich habe weder in  der M üllordnung 
H erren, es handelt sich hier um  eine P e titio n  des vom M ai 1906, noch in  der Polizeiverordnung 
H aus- und Grundbesitzervereins von 1903. D er­ vom August desselben J a h re s  irgend etw as finden 
selbe legt auf das allerentschiedenste gegen die können, daß die M üllordnung eine B efreiung 
zurzeit bestehende M üllabfuhr V erw ahrung  ein ; rechtfertigt, außer fü r Fabriken, deren gewerbliche 
er verurte ilt jede M onopolw irtschaft und erklärt Abfälle nicht d a ru n te r fallen. A ußerdem  sind noch 
den städtischen M üllabfuhrbetrieb  fü r unrationell 64 Fabriken befreit, die zum T eil W ohnhäuser 
und viel zu teuer. D ie P e ten ten  halten  die ganze haben fü r ihre A rbeiter usw., die auch tatsächlich 
V eranstaltung fü r einen E ingriff in die Rechte gesondertes M üll haben, j Aber auch davon steht 
des H aus- und Grundbesitzerstandes und ver­ in  der M üllordnung absolut nichts. Es steht über­
langen, die M üllbeseitigung dem Hausbesitzer zu haup t von dergleichen B efreiungen absolut nichts 
überlassen. D er M agistrat ha t auf diesen Angriff in  beiden M üllordnungen .
am  2. J u l i  gean tw orte t und hat die Angriffe N un  sagen die P e te n te n : w enn die H erren 
zurückgewiesen. W ir haben u n s  hier im  P len u m  in der Ahornallee und Schillerstraße ihr M üll 
ja des öfteren über die M üllabfuhr un terhalten . auf andere Weise erledigen, w eshalb ist es den 
W ir sind kontraktlich m it der Gesellschaft ver­ andern  Hausbesitzern nicht ebenso gestattet, das 
bunden. A us allen diesen G ründen  em pfiehlt ebenfalls auf die bisherige billigere Weise zu tun , 
I h n e n  der Ausschuß Übergang zur T agesordnung , als es jetzt gestattet ist? Also es wird die F rage  
und ich em pfehle Ih n e n , diesen A ntrag anzunehm en. aufgew orfen w erden müssen: ist es dem M agistrat 
bekannt, daß diese B efreiungen  vorgenom m en 
Stadtv. Lifsaner: M eine H erren, ich bin w orden sind, obgleich die M üllordnung sie gar 
entgegengesetzter Ansicht. Ic h  bin der Ansicht, nicht vorsieht? D as ist der eine Teil, der m aterielle 
daß gar keine Angriffe in  der P e titio n  en thalten  T eil dieser F rag e .
sind, sondern einfach n u r die D eklaration, daß Ich  kann aber m eine kurzen A usführungen 
die neue M üllordnung den Hausbesitzern große nicht schließen, ohne auch auf die form elle S e ite  
Lasten auferlegt, und daß m an  sich über die Lasten der F rage  einzugehen. Es steht hier in  dem 
beklagt, und zw ar, weil m an  glaubt, daß der Satz Resümeebericht, unterzeichnet von H errn S tad tv . 
der jetzigen Belastung von 0,8 %  vom  gem einen S e llin :
Nutzungsw ert fü r die Folge wahrscheinlich noch D er M agistrat ha t die erhobenen Angriffe
gesteigert w erden dürfte, w ährend er jetzt schon als unbegründet zurückgewiesen.
fü r die kleinen Besitzer zwischen 100 und 150 %  J a ,  m eine H erren, w enn ich mich über eine Sache 
m ehr beträgt a ls früher, wo der Hausbesitzer allein beschwere als B ü rg er der S ta d t  und wende mich 
über sein M üll d isponieren  konnte; größere an  die von m ir gew ählte S tad tv e ro rd n e ten v er­
Besitzer allerdings haben noch größere Lasten, tre tung  und setze auseinander, daß die Bevölkerung 
wie ja  auch zugegeben wird. Die P e ten ten  setzen 'ich beschwert fühlt, —  das sind doch keine A ng riffe ! 
n u n  auseinander, daß wahrscheinlich bei der Lage G enau  so könnten S ie  sagen: der S tad tv . Lissauer 
der Gesellschaft „D reiteilung" auch der V ertrag  hat eben Angriffe auf den M agistrat erhoben. D as 
m it derselben innerhalb  absehbarer Z eit einer fällt m ir gar nicht e in ; ich halte mich n u r ver­
M odifikation bedürfen w ird, und sie geben dem pflichtet, diese Auseinandersetzung, die der G rund­
M agistrat die M om ente zur K enntnis, die in den besitzerverein Ih n e n  gegeben hat, a ls S ta d tv e r­
Kreisen der Hausbesitzervereine über diese neue ordneten und M agistrat, zu unterstützen und zu 
V erordnung herrschen. Ich  glaube, m eine H erren, sagen, daß ich nach m einer besten P rü fu n g  zu 
es ist das gute Recht eines jeden Besitzers, der keinem andern  R esultat kommen kann, a ls daß 
durch eine neue S te u e r, durch eine neue Last diese letzten Beschwerdepunkte vollständig be­
beschwert ist, sich darüber zu beschweren und dem gründet sind. Aber abgesehen davon, m eine
        
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