Path:
Periodical volume 6. Oktober 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

4 1 0 Sitzung vom 6 Oktober 1909 und die S ie alle a ls richtig anzuerkennen in der ihr, w ir wissen nicht, w as geschieht. Ich will vor­ Lage sein werden. ausschicken, daß ich G elegenheit gehabt habe, das D ie Aufgabe des Ausschusses ist eine schwierige. Kunstwerk, das hier geschenkt w orden ist, zu sehen, Am 11. J u n i w ar die letzte S itzung. D an n tra ten und daß ich überzeugt bin, daß es eine künstlerische die F e rien und die U rlaubszeit ein, und es ist nicht Bereicherung der S ta d t darstellt. Trotzdem hätte möglich gewesen, seitdem den Ausschuß beschluß­ ich gewünscht, daß in diesem F alle die D eputa tion fähig zusam m enzubringen. D ie nächste Sitzung gehört w orden w äre, ob das Kunstwerk ange­ ist bereits w ieder anberaum t. D er Ausschuß ist nom m en w erden soll. Grundsätzlich habe ich diesen noch nicht m it der vollständigen Berechnung fertig. Wunsch. Ich bin der M einung, daß die D epu ta tion , E in großer T eil ist erledigt, aber ein großer T eil fü r die bisher erst ein R ahm en geschaffen w orden steht noch aus. Ich habe die Hoffnung, daß der ist, jetzt m it Leben erfü llt werden m uß. D azu Ausschuß in den nächsten M onaten m it seinen m uß sie beschäftigt w erden, m an m uß ihr G elegen­ Berechnungen fertig w erden wird. heit geben, sich zu äußern . Ich bin m it den A u s ­ E s kommt auch noch eine andere F rage führungen, die dam als der H err R eferent, Kollege hinzu, welche neuerdings aufgetaucht ist. Es Holz, gemacht hat, durchaus einverstanden; ick ist nämlich der Vorschlag gemacht w orden, um bin der M einung, daß es ein nobile officium der die R en tab ilitä t der Anstalt zu erhöhen, ein S ta d t ist, die Zwecke der Kunst, dieser schönen B lü te eigenes Elektrizitätswerk in das Grundstück einzu­ am B aum e der K ultur, zu pflegen. D azu ist es bauen, um den D am pf, der dort erzeugt wird, aber notw endig, daß lebendig gearbeitet w ird. wieder auszunutzen. D as ist eine ganz neue W as ich hier sage, soll dazu n u r eine Anregung Id e e , die auch technisch auf Bedenken und sein. Es ist ja hier nicht der O rt und nicht die Zeit, Schwierigkeiten stößt. Diese technischen Bedenken darauf einzugehen, welche M itte l zu diesem Zwecke müssen in einem heftigen W iderstreit der An­ nutzbar gemacht w erden sollen. sichten geklärt w erden, bevor w ir I h n e n die Sache unterb re iten können. O berbürgcrm eisterSchustchrns: M eine H erren, Ich hoffe, daß die Angelegenheit in diesem daß die K unstdeputation über die A nnahm e des J a h re im M agistrat zur V orlage gelangt, und daß Geschenkes nicht gehört w orden ist, liegt daran , w ir im Laufe des W inters dann dazu kommen daß sie erst später geboren w orden ist. D as Geschenk w erden, Ih n e n von dem R esultat M itte ilung ist u n s von der G eberin im M ai des J a h re s 1907 zu machen. Ob es positiv oder negativ ausfallen erst mündlich, dann schriftlich angeboten und von wird, kann ich Ih n e n heute noch nicht sagen. dem M agistrat durch Beschluß vom 23. M ai 1909 angenom m en w orden. D am als w ar das Werk Vorsteher K a u f m a n n : M eine H erren, ein noch nicht angefangen, es w ar n u r in einem G ip s­ A ntrag auf Besprechung ist nicht gestellt w orden; modell vorhanden und stand nicht in C harlo tten ­ w ir verlassen den Gegenstand. burg, sondern in B rem en . D ie Geschenkgeberin aber wollte wissen, ob der M agistrat die F ig u r, Punk t 7 der T ag eso rd n u n g : w enn sie in M arm or ausgeführt w ürde, annehm en w ürde. Infolgedessen m ußte der M agistrat im M it te i lu n g betr. Schenkung eines Kunstwerkes. - J a h re 1907 auf den Wunsch der Geschenkgeberin Drucksache 277. schon seine S te llungnahm e äußern . D a, wie der H err S tad tvero rdne te G u ttm an n ganz richtig sagte, S ta d tv . G u t t m a n n : M eine H erren, ich bin erst am 12. F eb ru ar 1908 die V orlage des M agistrats sicher, im S in n e der ganzen V ersam m lung zu über die Einsetzung der K unstdeputation an die sprechen, w enn ich mich dem Danke des M agistrats, S tad tverordnetenversam m lung erging, so w ar es der in der V orlage fü r die hochherzige G eberin es nicht möglich, im M ai 1907 die K unstdeputation ausgesprochen w orden ist, unsererseits von ganzem zu fragen. Herzen anschließe. Ic h möchte m ir bei dieser G e­ I m übrigen stimme ich den A usführungen des legenheit erlauben, auf die D epu ta tion fü r Kunst­ H errn R eferen ten durchaus bei. E s ist selbst­ zwecke, der ja auch in der V orlage des M agistrats verständlich, w enn in Zukunft ein solches Geschenk die Aufgabe zugewiesen ist, fü r die U nterbringung u n s w ieder in den Schoß fallen sollte, daß die Kunst- dieses Kunstwerkes zu sorgen, einzugehen. depu tation gehört wird. Ich wünschte nu r, daß wir S ie haben in der Sitzung vom 12. F eb ru a r 1908 recht bald G elegenheit hätten , zu betätigen, daß auf G rund einer V orlage des M agistrats diese w ir durchaus m it dem H errn R eferenten einver­ D epu ta tion eingesetzt, haben ihr eine Reihe von standen sind, daß bei einem neuen Geschenk die wichtigen Ausgaben zugewiesen und ihr zu diesem K unstdeputation zu hören ist. Zwecke die V erfügung über die in dem E ta t oder sonst fü r Kunstzwecke bew illigten M itte l anheim ­ S ta d tv . Dr. S t a d t h a g e n : M eine H erren, es gegeben. D er dam alige R eferent, H err Kollege ist ja unangenehm , gerade bei einem Geschenk Holz, hat in sehr treffenden und überzeugenden Rechtsfragen auszuw erfen. D a eine solche nun W orten auf das B edürfn is hingewiesen, eine solche aber einm al von einer S e ite aufgew orfen w orden D eputa tion zu schaffen. E r hat ausgeführt, daß ist, müssen w ir sie, glaube ich, auch vollständig be­ Kunst kein Luxus, sondern ein notw endiges B il- leuchten. M ir scheint die Sache doch etw as anders dungs- und K ulturelem ent sei, und daß durch die zu liegen, a ls sie hier dargestellt ist. Ich glaube, Begünstigung der Kunst seitens der S ta d t auch bei allen Geschenken, die der S ta d t doch u n te r die P riv a ten , die bem ittelten Klassen unserer Umständen V erpflichtungen auferlegen, wird es Bevölkerung angeregt w erden sollen, die Kunst wohl das richtige sein, w enn nicht der M agistrat auch ihrerseits durch freigebige Schenkungen zu bzw. die D epu ta tion die A nnahm e erklärt, sondern fördern. R u n m uß ich aber sagen, m eine Herren, die S tad tverordnetenversam m lung gleich um ihre daß diese D epu ta tion doch vorläufig-w ie ein Veil­ Zustim m ung ersucht w ird. Ich glaube, die A n­ chen im V erborgenen blüht. W ir hören nichts von nahm e allein seitens des M agistrats oder der Kunst-
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.