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Periodical volume 6. Oktober 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

4 08  Sitzung vom ( . Oktober 1909
sagt: ja, w enn es in der Z eitung  steht, dann m uß der, daß in einem  B etriebe von der Gefährlichkeit 
doch irgend etw as W ahres daran  sein. Ich  glaube, wie der G asanstalt auf das allerschärfste darauf 
daß den Untersuchungen, die von amtlicher S e ite  geachtet w erden m uß, daß keine S p u r  von vorüber­
vorgenom m en w orden sind, m ehr B edeutung gehenden Betriebsversuchen zurückbleibt. M eine 
beigelegt w erden darf und m uß als einem  H erren, ich betone das desw egen, weil ich weiß, 
sensationslustigen R eporter. daß in  solchen B etrieben, nam entlich da, wo 
(S eh r rich tig ! bei den L ibera len .) m an sehr viel m it R ohrleitungen, sei es für G a s ­
oder andere Zwecke, zu tun  hat, so e tw as leicht 
Ich  gehe aber w eiter. D ie Angelegenheit übersehen wird. D aher richte ich noch einm al die 
ist einm al der D epu ta tion  vorgetragen worden, B itte  an  die V erw altung , in  dieser Beziehung 
und die D epu ta tion  hat gewünscht, daß noch jede n u r  irgendw ie mögliche S o rg fa lt zu nehm en, 
w eitergehende E rhebungen stattfinden. Diese und ich bin sicher, daß diese auch genom m en w orden 
E rhebungen haben in eingehendem  M aße statt­ ist und genom m en w erden wird.
gefunden. D as  ganze M ateria l ist der D epu ta tion  
nochmals vorgelegt worden, und die D eputation  S tad tv . Gebert: M eine H erren, ich habe
h at einstimmig den Beschluß gefaßt, daß n a *  nicht m ehr viel zu sagen. N ur das eine w ill ich 
ihrer besten Überzeugung keinen der B eam ten  betonen, daß w ir keine Ursache haben, die Masse 
irgendein Verschulden treffe. M eine H erren, ich draußen zu beunruhigen, sondern daß unsere 
hebe hier ausdrücklich aus sehr naheliegenden In te rp e lla tio n  dazu beitragen sollte, die B e ­
G ründen  h e rv o r: e i n s t i m m i g  hat sie den ruhigung der Masse u n te r allen Umstünden herbei­
Beschluß gefaßt. D eshalb ist es eigentlich im zuführen. W ir verw ahren uns ganz entschieden, 
In teresse  der V erw altung  nicht recht angebracht, die Masse beunruhigt zu haben. Es ist unsere 
w enn hier trotzdem von H errn S tad tvero rdne ten  Pflicht, auch dann, w enn  von seiten des M agistra ts 
G ebert, n u r gestützt auf Zeitungsnachrichten, eine eine Erklärung abgegeben w orden ist, noch einm al 
gewisse B eunruhigung  in die Bürgerschaft hinein­ schnell durchzugehen, ob das, w as u n s  vorgetragen 
getragen w ir d . . Ich  dachte, daß die H erren I n t e r ­ w orden ist, auch wirklich das besagt, w as w ir 
pellan ten  gerade den Zweck verfolgten, eine B e­ wissen wollen. Dieses Recht kann und wird 
ruhigung fü r die Bürgerschaft herbeizuführen. u ns wohl auch keiner bestreiten. Ich  will noch 
W enn aber das M ateria l, das von dieser S te lle  aus darauf hinweisen, daß w ir seinerzeit, a ls dieser 
in  unparteiischer Weise vorgetragen wird, hier eine Unfall geschah, sofort versucht haben, auf die
solche B em ängelung erfährt, dann  wird gerade Massen beruhigend zu wirken,d aß w ir in ver­
das G egenteil von dem erreicht, w as. eigentlich schiedenen V ersam m lungen hervorgehoben haben, 
die H erren In te rp e lla n ten  hätten  erreichen sollen. daß erst die Untersuchung den schuldigen T eil 
Ich  kann n u r noch einm al resüm ieren, daß ergeben werde. Also von einer B eunruh igung  der 
nach dem  Ergebnis der Untersuchungen keinen Massen kann hier keine Rede sein.
B eam ten  ein Verschulden trifft, und daß auch Z u  den A usführungen des H errn Kollegen 
nicht der allergeringste Anlaß zu einer B eunruhigung Ur Frentzel will ich n u r das eine sagen: auf das 
vorliegt, auch w enn der H err S tad tvero rdnete  Gebiet, in das H err Frentzel die Sache hinüber­
G ebert m eint, daß es fü r ihn ein unbehagliches spielen zu können glaubt, verzichten w ir ein­
G efühl ist, daß ein un tergeordnetes Rohr bestanden zugehen.
hat, von dem zufällig die augenblickliche B etriebs­
leitung nichts gew ußt hat. V orsteher K a u fm a n n : Ich  glaube, die B e ­
sprechung hat doch ergeben, daß die Feststellung, 
S tad tv . I)r. Frentzel: M eine H erren, nach ob Schuldige vorhanden seien, erfolgt ist, und zw ar 
den letzten W orten des H errn  M agiftratsdezer- dahin, daß Schuldige an  diesem Unfalle nicht vor­
ncnten  w erden w ir u n s wohl alle darüber einig handen sind. I n  dieser Beziehung wird die V er­
sein, daß insofern diese In te rp e lla tio n  einen er­ sam m lung beruhigend K enntnis nehm en können.
freulichen Erfolg gehabt hat, a ls nach diesen A us­ D a s  W ort ist nicht w eiter verlangt; die An­
führungen nicht m ehr der geringste G rund zu gelegenheit ist dam it erledigt.
irgendeiner B eunruhigung, w enn eine solche über­ D as  Protokoll der heutigen Sitzung bitte 
haup t bestanden hat, vorliegt. W enn H err S tad tv . ich die H erren Kollegen Dr Krüger, Dr. Frank und 
G ebert m einte, es habe nicht n u r in einer Z eitung, G ebert zu vollziehen.
sondern sogar in zwei Z eitungen  gestanden, und M eine H erren, es sind zwei A nträge ein­
desw egen müsse es w ahr sein, trotzdem hier das gegangen von H errn  Kollegen Dr S tad th ag en  
G egenteil erklärt w orden ist, oder es müsse etw as m it reichlicher Unterstützung von allen S e iten  des 
d aran  sein, so möchte ich doch H errn  Kollegen Hauses. D er erste A ntrag  lau te t:
G ebert vorhalten, daß seine F reunde sogar in den D ie S tad tverordnetenversam m lung  wolle 
schärfsten T önen  Dinge bestritten haben, die nicht beschließen:
nu r in einer und in zwei Z eitungen , sondern die in D er M agistrat w ird ersucht, die geeigneten 
25 Z eitungen  als w ahr behauptet w urden, und Schritte zu tun  zur G ründung  eines Zweck­
die trotzdem nicht von ihm und seinen F reunden  verbandes G roß-B erlin  zwecks Schaffung 
als richtig anerkannt w orden sind. E r wird also bzw. E rhaltung  eines W ald- und Wiesen­
auch nicht verlangen, daß w ir desw egen, weil er gü rte ls  G roß-B erlins.
u n s  m it der Zweizahl vorrücken kann, irgendeinen D en A ntrag  werde ich auf die nächste T agesord­
G rund haben, an  den so klaren und deutlichen nung setzen.
A usführungen des H errn M agistra tsvertre ters, w o­ D er zweite A ntrag  lau te t:
nach diese Zeitungsnachrichten nicht begründet sind, D ie S tad tverordnetenversam m lung wolle 
zu zweifeln. beschließen:
I n  einem Punkte stimme ich aber m it dem D er M agistrat wird ersucht, auf eine 
H errn Kollegen vollkommen überein, und das ist baldige, w enn auch n u r vorläufige Einrichtung
        
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