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Periodical volume 22. September 1909

Full text: Amtliche Berichte √ľber die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den √∂ffentlichen Sitzungen Issue 1909

Sitzung vom 22. September 1909 3 89
Die Grundsteinlegung der W ilmersdorf‚ÄĒ 11  meindek√∂rperschaften veranla√üt werden, die G rund¬≠
Dahlem er Untergrundbahn wird am 5. Ok­ steinlegung zu vertagen, bis das Ergänzungs- 
tober, m ittags 12 llhr, auf dem Hohen- verfahren rechtskräftig entschieden ist?
zollernplatz stattfinden. Einladungen haben 
empfangen die Staatsnrinister Breitenbach, Stadtsyndikus Dr. M aier: Meine H elten,
von Arnim, Freiherr von Rheinbaben, von ich glaube, daß dem Festesvorgang, der am 5. Ok­
Moltke, der Oberpräsident von Loebell und tober bevorsteht, von dem Herrn In terpellan ten  
der Regierungspräsident von der Schulenburg, eine viel zu große B edeutung beigelegt wird.
ferner eine Anzahl der bei den Aufsichts­ (S ehr richtig!)
behörden beschäftigten höchsten Beam ten, die Wenn es sich lediglich darum  handeln sollte, einen 
M itglieder der Kommission zur Aufteilung Festesvorgang zu bek√§mpfen, so, glaube ich, w√ľrden 
der Dom√§ne Dahlem, die Direktion der unsere Bem√ľhungen sehr leicht sein. Die Schwierig¬≠
r Gesellschaft f√ľr elektrische Hoch- und Unter* keit, die unserm Projekte gegen√ľbersteht, liegt wo 
grundbahnen, die Direktion der Großen anders. S ie  liegt auf rechtlichem Gebiete.
Berliner Straßenbahn, die F irm a Siem ens u. Meine Herren, es ist Ih n e n  in der Vorlage 
Halske, die beteiligten Terraingesellschaften deutlich auseinandergesetzt worden, daß es sich, 
und bekannte V ertreter der B√ľrgerschaft. soweit das Projekt von DahleM,- Wilmersdorf und 
Diese Notiz ist ja nur ein Glied in der Kette der Hochbahn in Betracht kommt, um  formell 
tendenziöser Veröffentlichungen, welche i n 1 der drei selbständige Projekte handelt:-um  ein Projekt 
'Frage der Untergrundbahnen in den Tagesbl√§ttern der Gesellschaft f√ľr ‚Ė† elektrische Hoch- und Unter¬≠
erschienen waren. Wer die Begr√ľndung der heu¬≠ grundbahnen bis zum N√ľrnberger Platz, um ein 
tigen Vorlage liest und sie m it den tendenziösen Projekt der S tadtgem einde Wilmersdorf vom 
M itteilungen vergleicht, die von einer dem Char¬≠ N√ľrnberger Platz bis zur Dahlemer Grenze und 
lottenburger Verkehrsprojekte feindlichen _ und um  ein Projekt der Domäne Dahlem innerhalb der 
dem W ilmersdorfcr Vcrkehrsprojekte g√ľnstigen Dom√§ne D√§hlem. D as Projekt, das durch die E r¬≠
S eite  veröffentlicht worden sind, der muß sagen, gänzung verfolgt wird, ist ein Projekt der Gesell­
da√ü diese Nachrichten alle samt und sonders nicht schaft f√ľr elektrische Hoch- und Untergrundbahnen 
zutreffend waren, und daß das Verhalten der Char­ und betrifft lediglich den T eil der Bahn, der sich bis 
lottenburger Beh√∂rden im S treite  m it W ilmers¬≠ zum N√ľrnberger Platz erstreckt. Bez√ľglich der beiden 
dorf in jeder Beziehung einwandsfrei gewesen ist. anderen Projekte ist die S ta d t Charlottenburg 
W enn das richtig sein sollte, was in dieser Notiz formell √ľberhaupt nicht beteiligt;
ver√∂ffentlicht ist, so w √ľ r d e d a s  d e n  V e r ¬≠ (S tad tv . I)e Ftentzel: S ehr richtig!) 
s u c h  B e d e u t e n  ‚ÄĒ  fb ist es wenigstens'in der diese Projekte k√∂nnen absolut selbst√§ndig verfolgt 
B√ľrgerschaft vielfach gedeutet worden ‚ÄĒ , die werden;
S t a a t s b e h ö r d e n ,  w e l c h e  i n  d i e s e r  (S tad tv . Dr Frentzel: Sehr richtig!) 
F r a g e  m i t z u s p r e c h e n  h a b e n ,  z u ­ das bewegt sich durchaus im Rahmen des Gesetzes. 
g u n s t e n  d e s  W i l m ' e r s d  o r f  e r  P r o ­ Daß sie selbständig verfolgt werden, erschwert nur 
j e k t e s  d a d u r c h  i'vL v i n k u l i e r e n , d a ß  unsern Standpunkt. Aber diese Erschwernis ist nicht 
sie bei der Grundsteinlegung dieser B ahn sich eineFolge von M aßnahmen dritterPersonen, sondern 
beteiligen z u e i n e m  Z e i t p u n k t ,  w o  d e r  eine Folge der Rechtslage, und mit dieser Rechts­
R  e ch t s st a N'd P u n k t  n o c h  g a r  n i c h t  g e ­
k l √§ r t  i st. Es ist ja nicht ausgeschlossen, da√ü das lage m√ľssen wir rechnen. Ob eine Grundstein¬≠
Erg√§nzungsverfahren den Erfolg hat, da√ü die¬≠ legung stattfindet m it einem Fr√ľhst√ľck oder ohne Fr√ľhst√ľck, oder ob √ľberhaupt keine Grundstein¬≠
jenige Linie, welche Wilmersdorf intendiert, nicht legung stattfindet, ist sachlich völlig unerheblich.
genehmigt wird, und daß diejenige Linie genehmigt 
wird, welche Charlottenburg intendiert. Es ist (S tad tv . Dr Frentzel: S eh r richtig!)
nicht ausgeschlossen, es ist sogar wahrscheinlich, Ich möchte bitten, diese Frage auszuscheiden, da sie 
da√ü das Schiedsgerichtsverfahren in dem S tre it nur geeignet ist, die Sache auf ein Gebiet hin√ľber¬≠
zwischen Charlottenburg und der Untergrundbahn, zuspielen, das der Förderung unserer Interessen 
welche unsere Gegnerin ist, dahin ausfällt, daß die nicht dienlich sein kann. '
Charlottenburger Interessen nach jeder Richtung (B ravo!)
hin als berechtigt anerkannt werden. Nun wird den Was im √ľbrigen die sachliche Seite der An¬≠
Staatsbehörden von den Gemeindekörperschaften gelegenheit anbetrifft, so hat der Magistrat alle 
W ilmersdorfs zugemutet, sich während des schwe­ Schritte unternom m en, die in der Angelegenheit 
benden Rechtsverfahrens an der Grundsteinlegung unternom m en werden konnten. Die Tatsache des 
zu beteiligen und gewisserma√üen f√ľr Wilmersdorf pr√§judiziellen Einflusses der selbst√§ndig geneh¬≠
P a rte i zu nehmen. Es ist ja ganz fraglos, daß migungsfähigen Wilmersdorfer B ahn und der nöch 
diese Grundsteinlegung an sich bedeutungslos ist; weit präjudizielleren Erlaubnis des Herrn Ministers 
denn selbst wenn der Grundstein in Wilmersdorf der öffentlichen Arbeiten, daß mit dem B au 
gelegt ist, so w√ľrde das ja einer Verlegung der Bahn begonnen werden kann, bevor die Planfestsetzung 
vom Hohenzollernplatz ‚ÄĒ von demjenigen Punkte stattgefunden hat ‚ÄĒ einer Erlaubnis, die sich 
aus, wo der Grundstein gelegt wird ‚ÄĒ durch die durchaus im Nahmen seiner Befugnis bewegt ‚ÄĒ , 
Uhlandstra√üe nach dem Kurf√ľrstendamm nicht diese Tatsache hat uns Veranlassung gegeben, den 
präjudizieren, da die Bahn, wie auch das Gerichts­ Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten zu bitten, 
verfahren ausgehen m√∂ge, immer √ľber den Hohen¬≠ falls es in seiner Macht liegt ‚ÄĒ in seiner Macht 
zollernplatz gef√ľhrt werden mu√ü. Um aber eine au√üerhalb der gesetzlichen Befugnisse ‚ÄĒ , dahin 
Kl√§rung in dieser Sache herbeizuf√ľhren, erlaube zu wirken, da√ü eine B auausf√ľhrung der Wilmers- 
ich m ir an den M agistrat die Frage, ob er es f√ľr dorser B ahn in dem Teile unterbleibt, die k√ľnftig 
angängig erachtet, bei den S taatsbehörden dahin auch einer Entscheidung der Frage, wie das Projekt 
vorstellig zu werden, daß die W ilmersdorfcr Ge- der Hoch- und Untergrundbahn traciert werden
        
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