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Periodical volume 22. September 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

388 Sitzung vom 22. September 1909
die ich weder in der Lage noch auch w illens bin Nach dem, w as ich vorhin gesagt habe, ist es klar, 
I h n e n  vorzutragen, da ich S ie  sonst e tw a zwei daß ich dieses Projekt nicht von gleicher Q u a litä t 
S tu n d e n  lang aushalten  m üßte. Ich  möchte Ih n e n  halte wie dasjenige, das w ir uns ausgearbeite t 
aber ungefähr den.G edankengang m itteilen. h a b e n ; durchaus nicht; aber ich sehe darin  doch eine 
Zunächst wird form ell gegen die Zulässigkeit des brauchbare Lösung, nam entlich w enn das durch­
A ntrages F ro n t gemacht, soweit er die Gem einde gesetzt w ird, w as der M agistrat vorsieht, daß ein 
D ahlem  und die S ta d t W ilm ersdorf betrifft, da gem einsam er B ahnhof an  der Uhlandstraße ge­
diese als N ichtunternehm er ü b erhaup t gar nicht schaffen wird, der die W eiterverfolgung unserer 
antragsberechtigt sind. D as  hat insofern eine Projekte ermöglicht. D aß  das Projekt ein gutes und 
gewisse B edeutung , als, falls das Schiedsgericht zu vernünftiges ist, geht erstens wohl auch d a rau s 
unseren G unsten entscheidet, der A ntrag  überhaup t hervor, daß es von der Behörde em pfohlen und vom 
in der Luft schwebt. Z w eitens verbreitet sich der M inister vorgeschlagen w orden ist. D esw egen 
A ntrag m ateriell gegen die Zulassung des E r­ glaube ich auch, daß es eine gewisse Chance auf 
gänzungsverfahrens, und zw ar im  wesentlichen A nnahm e seitens der m aßgebenden In s tan zen  
m it den gleichen G ründen , die ich I h n e n  in  der haben w ird. J a ,  m eine H erren, ich kann Ih n e n  
Schöneberger Angelegenheit kurz skizziert habe. Ich  sagen, daß die U ntergrundbahn selber sich in  dem  
will sie nicht w iederholen. Ic h  möchte S ie  n u r auf S in n e  ausgesprochen hat, daß dieses Projekt voll­
eine praktische Folgerung aufmerksam machen, die ständig brauchbar w äre, und ich glaube, w enn die 
sich d arau s ergibt, w enn m an  ohne w eiteres das Untergrundbahngesellschaft so könnte, wie sie w ollte, 
E rgänzungsverfahren  nicht n u r fü r den S traß en - w ürde sie sicher gern die hierm it von u n s dar­
däm m , sondern auch fü r den u n te r  den S traß en  gebotene Hand nehm en und auf diese Weise allen 
gelegenen B oden fü r zulässig erklärt. M eine Z w eifelsfragen  ein Ende machen. Aber leider kann 
H erren, w ir beabsichtigen, in  der N ürnberger sie das nicht, denn sie ist durch ihren  W ilm ersdorfer 
S tra ß e  z. B . eine B adeanstalt zu erbauen. Gr* w äre V ertrag  gebunden, sich den Wünschen der S ta d t  
doch sehr leicht möglich, daß w ir das Projekt schon W ilm ersdorf zu fügen.
viel früher so ausgestaltet hätten , daß ein T eil dieser I n  der V orlage ist versucht w orden, eine 
B adeanstalt, z. B . ein T urnsaal oder sonst irgend Gegenüberstellung des V erkehrsw ertes der beiden 
etw as, u n te r  die S tra ß e  gelegt w orden w äre. W er ursprünglichen Projekte zu geben, die allerd ings 
hätte  u n s  d aran  hindern  w o lle n ! D a s  w äre unser nach dem augenblicklichen S ta n d e  etw as ungünstig 
gu tes Recht. Dieser V organg ist nichts N eues. I n  fü r unser a ltes P rojekt abschließt. E s ist aber ohne 
W iesbaden existiert eine unterirdische M arkthalle, w eiteres ersichtlich, daß das U hlandstraßenprojekt 
und in  London z. B . gibt es eine Reihe u n te r­ im  V erhältn is  zu der W ilm ersdorfer Verkehrs­
irdischer, teilweise u n te r der S tra ß e  gelegener einheit genau denselben W ert ha t wie das durch 
T heater. Ic h  selbst bin in diesem J a h re  an  einem  die N ürnberger S traß e , und es ist in  jeder Weise 
anderen, kleineren englischen Platze gewesen, wo besser als alle die anderen  D inge, die vorgeschlagen 
u n ter einem  sehr b reiten  D am m , der a ls H au p t­ w orden sind, die aber höchstens a ls  S u rro g a te  
straße dient, sich ein V ergnügungsetablissem ent m it bezeichnet w erden können und m einer M einung nach 
einem  B ade befindet. Also w as dort möglich ist, a ls  m inderw ertige S u rro g a te .
w äre vielleicht hier auch möglich. Ich  bin fest über­ Dieses Projekt, das der M agistra t I h n e n  jetzt 
zeugt, daß über kurz oder lang die K om m unen bei zur A nnahm e vorschlägt, und das ich Ih n e n  aus 
der Unmöglichkeit, geeignete Grundstücke fü r a ll­ besonderen G ründen  ohne Ausschußberatung zur 
gem eine Zwecke in  den Z en tren  der S tä d te  auf­ A nnahm e em pfehlen möchte ■— ich komme darau f 
zutreiben, genötig t sein w erden, die u n te r dem noch zurück — , läß t zw ar nicht alle C harlo ttenburger 
Pflaster liegenden Erdbodenteile fü r ihre Zwecke B lü ten träu m e reifen, und es stellt ein besonders 
in Anspruch zu nehm en. W as w äre n u n  die Folge großes Entgegenkom m en unsererseits dar. Aber 
gewesen, w enn m an  m it einem  E rgänzungsan trage  trotzdem ist es ein D ing , m it dem w ir fertig w erden 
ohne w eiteres dieses unser Eigentum srecht an  dem können, und das w ir im  Laufe der Z eit so a u s ­
G rund und B oden hätte  w egdisputieren  können? gestalten können,' daß es auch diejenigen Wünsche 
H ätten  w ir die B adeanstalt, oder w as  w ir sonst erfüllt, die w ir u n s heute noch versagen müssen.
gebaut haben w ürden, räum en  müssen, oder w as Ich  möchte S ie  b itten , diesem A ntrage des 
hätte  sich ergeben? Ic h  glaube, m eine H erren, M agistrats ohne Ausschußberatung deswegen Folge 
dieser F a ll illustriert am  besten die Schwierigkeiten, zu geben, dam it w ir w ieder einm al —  ich w eiß 
die sich in bezug auf das E igentum s- und E r­ nicht, zum  wievielten M ale — beweisen, daß w ir 
gänzungsrecht herausstellen. k e i n e  E i g e n b r ö t l e r  u n d  k e i n e  
Endlich erw ähn t die A ntw ort des M agistrats, K r ä h w i n k l e r  s i n d ,  s o n d e r n  d i e V e r -  
daß ein öffentlicher, au s  Verkehrsrücksichten her­ k e h r s f r a g e n  m i t  d e m  E r n s t  u n d  
rührender G rund  gar nicht vorlag, die E rgänzung zu v o n  d e m  g r o ß z ü g i g e n  S t a n d p u n k t  
beantragen , weil w ir ja nicht a b s o l u t  u n s e r e  a u s  b e h a n d e l n ,  v o n  d e m  s i e  m e i n e r  
Z u s t i m m u n g  z u  d e m  A n s c h l u ß  a n  M e i n u n g  nach e i z i g u n d  a l l e i n  
d a s  W i l m  e r  s  d o r  f e r  P r o j e k t  u n d  r i c h t i g  u r  d z u m  V o r t e i l  d e r  b e t e i ­
d i e  S t a m m b a h n  v e r w e i g e r t  h a b e n ,  l i g t e n  K o m m u n e n  b e h a n d e l t  w e r ­
sondern n u r insofern r e l a t i v ,  als w ir andere d e n  k ö n n e  it.
Projekte, die diesen Anschluß ermöglichen, geneh­ (Lebhaftes B ravo .)
m igen w ollten und dazu unsere Bereitw illigkeit des 
öfteren ausgesprochen haben. In sbesondere  ist dies S ta v tv .  D z ia lo sz y n sk i: M eine H erren, ich
das Projekt der B ahn  durch die Uhlandstraße. möchte m ir n u r eine A nfrage an  den M agistrat 
Ich  möchte, indem ich nunm ehr auf die V orlage erlauben. I n  den T agesb lä ttern , insbesondere in 
komme, die ich bisher n u r in  bezug auf ihre Abwehr- einer m ir vorliegenden N um m er der Deutschen 
m aßregeln gestreift habe, dieses Projekt noch Z eitung  vom 20. S ep tem b er 1909, ist eine Notiz 
etw as hier vor Ih n e n  beleuchten. en thalten , die folgenderm aßen lau te t:
        
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