Path:
Periodical volume 30. Juni 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

Sitzung v o m i i. Juni 1909 3 09
die G rundlage  zum Weiterarbeiten, die ihm sonst die Nr. 2 zu streichen und an  ihre S te lle  zu
entzogen sein würde. Deshalb bitte ich S ie ,  die setzen: „Die förmliche Festsetzung der Flucht­
Vorlage anzunehmen. linie bedarf noch eines Gemeindebeschmfses". 
Die Magistratsvorlage geht zweifellos weiter. Oder 
S tab tb . Harnisch : M eine Herren, ich möchte soll dieser Antrag als Amendem ent behandelt 
bloß noch dem widersprechen, w as  vorhin über w e rd e n ? D a n n  werde ich den Versuch machen.
die Sachverständigen und über die B auordnung  
gesagt worden ist. Die B auordnung  —  das ist S tad tv . Dr. S tadthagen (zur Geschäfts­
n u n  ein Urteil von einen, Sachverständigen, Herr ordnung):  M ein  Antrag ist doch ein A m endement 
Kollege G redy —  die B auordnung  wird nicht in zur M agistratsvorlage; ich und wohl auch mancher 
der T iefbaudeputation  gemacht. S ie  sagten vorhin, Kollege würde der Magistratsvorlage n u r  zu­
S ie  möchten wohl wissen, w as geschehen wäre, stimmen, falls der Zusatz gemacht wird. Es ist 
w enn  m an  die B auordnung  dam als kritisiert hätte. also wohl über m ein  Am endement zuerst ab­
(S tad t» .  G redy : B e b a u u n g s p la n !) zustimmen.
-— B ebauungsp lan  ist e tw as  anderes; S ie  sprachen 
von B auordnung. —  D a n n  ist die Sache au s ­
geglichen. Vorsteher K a u fm a n n : Ich  w ar dabei, so
W as das Ruhmeshallenprojekt betrifft —  „bot vorzugehen. Ich  werde den Antrag als Am endem ent behandeln und darüber zunächst abstimmen lassen.
lach ick äroer." G lauben  S ie ,  daß sich in der Hoch­
baudeputation  irgend jemand m it dem R uhm es­
tempel, der auf irgend einer Skizze als Id e a l -  (Die Versammlung lehnt den Antrag des 
entw urf  steht, beschäftigt hat, und glauben Sie, S tad tv .  Dr S tad thagen  ab und beschließt nach dem 
daß irgend eine Hochbaudeputation jem als die Antrage des Ausschusses, wie folgt:
5 M illionen gutheißen würde, die ein solches 1. D er Abänderung der Fluchtlinien am  Reichs­
Projekt kosten w ü rd e? kanzlerplatz nach M aßgabe des im E inver­
(Z uruf  bei der F re ien  Berein igung: J a !  —  nehmen m it dem Hochbauamt aufgestellten 
E n tw urfs  des S ta d tb a u ra ts  Bredtschneider 
Heiterkeit.) vom 25. M ai d. I .  wird zugestimmt.
—  Gegen den G lauben  kann m a n  nichts machen. 2. Vor förmlicher Festsetzung der Fluchtlinien 
W enn  die F rage  an un s  heran tre ten  sollte, werden zu 1 ist über die Aufbringung der M itte l 
S ie  ja  sehen, wie m a n  darüber urte ilen  wird. zur Neuregulierung des Reichskanzler­
(S tad tv .  S te in :  Charlottenburger Brücke!) platzes ein Gemeindebeschluß herbeizuführen.)
(Die B era tung  wird geschlossen.) Punkt 8 der T a g e so rd n u n g :
Berichterstatter S tad tv . W olssenstein : Rach 
den ausführlichen D arlegungen  der Herren, die Bericht des Ausschusses über die V orlage betr. Neugestaltung des R orm albesoldungsetats für 
fü r  die Borlage eingetreten sind, kann ich mich die Leiter, Lehrer und Lehrerinnen an den
kurz fassen. Ic h  bebaute sehr, daß die Ansicht, die von städtischen Schulen. —  Drucksachen 170, 229.
m ir  wie von seiten des Kollegen Harnisch sowie von 
dem M agistrat vertreten worden ist, nicht allgemein Berichterstatter S tad tv . M e y e r : Meine
geteilt war. Die Wirkung des Platzes ist bei der Herren, die Beschlüsse, deren Annahm e I h n e n  der 
Benutzung der bestehenden Fluchtlinien m it  der Ausschuß heute empfiehlt, sind das Ergebnis einer 
Anlage von Bauwichen zwischen den einzelnen sehr reiflichen B era tung . Wie eingehend die B e ­
Häusern völlig gefährdet. Als die B auordnung  ratung  gewesen ist, beweist schon der äußerliche 
für  Neu-Westend festgestellt wurde, hat m an  nicht Umstand, daß wir dazu zwei mehr als fünfstündige 
bedacht, daß m an  danach Häuser bauen kann, welche Sitzungen gebraucht haben, obwohl die g rund­
einige 20 m  F ro n t  und 40 m Tiefe haben. Denken sätzlichen Fragen , die wir bei den übrigen Besol­
S ie  sich solche Kasten, getrennt durch Bauwiche, dort dungseta ts  zur Klärung gebracht haben, hierbei von 
auf dem Reichskanzlerplatz? D a ru m  ist eine' ge­ vornherein aus der Erörterung  ausscheiden konnten. 
schlossene Bauweise hier vorzuziehen, wo es sich M it  Rücksicht auf die Geschäftslage der heutigen 
u m  die Umgrenzung eines Platzes handelt. Um Sitzung werde ich mich in meinem  Bericht daraus 
alle Mißlichkeiten, welche durch die bestehenden beschränken, die wichtigsten an der M agistra ts­
Fluchtlinien sich herausstellen werden, zu demon­ vorlage vorgenommenen Änderungen zu be­
strieren, müßte m an  den P la n  zur Hand haben. gründen.
S ie  w ürden  dann erkennen, daß z. B . die F ron t  Um hierbei in der Reihenfolge d e r  Vorlage 
eines Hauses, welches zwischen Kaiserdamm und zu bleiben, habe ich zunächst die L e h r e r  a n  d e n  
Reichsstraße an  der westlichen Se ite  des Platzes h ö h e r e n  L e h r a n s t a l t e n  zu berücksich­
gebaut würde, eine ganz schmale ist. D er Reichs­ tigen. Wie S ie  sich erinnern werden, w ar  in der 
kanzlerplatz würde in seiner B ebauung  nach dem vorigen Lesung ausgesetzt worden, daß das V er­
bestehenden Fluchtlinienplan so viel S t ra ß e n  und hältnis der Erhöhung zwischen den Gehältern  
Lücken von Bauwichen aufweisen, daß man sich der Direktoren und den G ehältern der Oberlehrer 
überhaup t nicht zurechtfinden könnte. Ich  bitte kein richtiges sei, indem die Direktorengehälter 
S ie  nochmals dringend, die Vorlage anzunehmen. um  13,13 bis 16,67%, die der Oberlehrer um  9 ,09%  
erhöht werden sollten. I m  Ausschuß hat der 
Borsteher K au fm an n : Herr Kollege Dr S ta d t ­ Magistrat die von u n s  beanstandete M aßnahm e 
hagen hat beantrag t: damit begründet, daß die F requenz der höheren 
der Nr. 1 der Magistratsvorlage hinzuzu­ Lehranstalten Charlo ttenburgs derart  zugenommen 
fügen: „falls die Anlieger für sämtliche ent­ habe, daß an die leitenden Persönlichkeiten dieser 
stehenden Kosten aufkommen", Anstalten ganz außerordentlich hohe A nforderungen
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.