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Periodical volume 23. Juni 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

welchen E rö rterungen  allerdings von Schöneberg W enn S ie  diesen S tandpunk t der A llgem ein­
um  desw illen w eniger die Rede w ar, weil w ir heit zulassen, dann w erden S ie  m ir darin  zunächst 
bereits in  einem  sehr frühen S tad iu m  dieser folgen können, daß die R egelung, welche die klein» 
A ngelegenheit von dem M agistrat zu hören G elegen­ bahngesetzliche Zustim m ung beiderseits gefunden 
heit ha tten , daß eine begründete Aussicht bestände, hat, eine durchaus richtige und glückliche ist. S ie  
m it dieser G em einde zu einer Verständigung zu wissen au s der V orlage, daß w ir die kleinbahn­
kommen, die Aussicht auf ein gutes Neben- und gesetzliche Zustim m ung, deren Schöneberg zur 
M itc inanderarbeiten  erw arten  ließ. Diese V erhand­ Fortsetzung seiner B ahn  bedarf, quasi lasten- und 
lungen haben sich nun  zu einem  R esultat ver­ spesenfrei erteilten, das heißt, w ir verlangen w eder 
dichtet, und dieses R esultat liegt I h n e n  in  F o rm  eine einm alige Z ahlung noch eine G ew inn­
eines V ertrages zur Beschlußfassung und K enntn is­ beteiligung, die w ir ja bei den Erwerbsgesellschaften 
nahm e vor. E s ist dies die B asis, auf der ein gem ein­ stellen m üßten und auch gestellt haben. Auf der 
sam es W eiterarbeiten  erfolgen soll. Gleichzeitig andern  S e ite  gew ährt u n s Schöneberg fü r die­
hat m an  in  ganz geschickter Weise nach m einer jenigen S traß en , wo die Fortsetzung unserer Linie 
M einung die G elegenheit benutzt, um  noch zwei in  F rage  kommt, das gleiche Recht. N un w ürde 
andere D inge, die ebenfalls zum  Abschluß drängen m it Recht eingew endet w erden können: fü r
und  die G em einde Schöneberg betreffen, zur Schöneberg stellt die Konzession augenblicklich 
Erledigung zu bringen. E inm al handelt es sich einen größeren W ert dar a ls für u n s : Schöneberg 
u m  eine F rage  der G renzregulierung; vor allen ist m it seinem B ahnbau  bereits vor den T oren  
D ingen  hat m an  aber V eranlassung genom m en, C harlo ttenburgs angelangt, w ann  w ir unsere B ahn  
e inen alten  S tre it, der sich schon au s dem J a h re  bauen  und fortsetzen wollen, ist noch in  
1903 herschreibt, durch Vergleich au s der W elt zu Dunkel gehüllt. Diesem S tandpunk te  wird aber 
schaffen, wahrscheinlich in  der Voraussetzung, die auch dadurch Rechnung getragen, daß u n s Schöne­
übrigens auch in  der M agistratsvorlage zum  A us­ berg außer dieser P a r i tä t  auch die w ertvolle E i n ­
druck kommt, daß bei der W eiterverfolgung dieser g e m e i n d u n g  der sogenannten Schöneberger 
streitigen Angelegenheit sonst das freundnachbar­ W iesen, die Ih n e n  ja au s  dem P lan e  näher bekannt 
liche E invernehm en sehr leicht gefährdet und ein sind, gibt, daß sie uns ihre E igentum srechte auf die 
M ißklang in  die notw endige H arm onie hinein­ dort befindlichen Wiesen ab tritt, eine Konzession, 
getragen  w erden könnte, w as absolut verm ieden die fü r u n s von sehr bedeutendem  W erte ist, 
w erden m uß, w enn w ir bei dem viel größeren Werk, nam entlich, w enn w ir unsere Hafenprojekte in  
das w ir gemeinsam vorhaben, auf ein glückliches dieser G egend w eiter verfolgen w ollen; w ir w ürden  
R esultat und gute Erfolge rechnen wollen. V on in dieser B eziehung keine freie H and haben, w enn  
diesem Gesichtspunkt aus, daß es notw endig ist, das Schöneberg noch im  Besitz dieser W iesen w äre. 
freundnachbarliche V erhältn is zu erhalten, mögen Schöneberg gew ährt aber auch als w eiteres 
S ie , m eine H erren, die ganze V orlage betrachten. Ä quivalent die B estim m ung des § 17 Ab. 6, die 
S ie  w ürden sonst ihre Tendenz nicht gut verstehen fü r Schöneberg ein gewisses O pfer bedeutet, fü r 
und w ürdigen können. D ie H altung, die m an  hier u n s aber die V erständigung m it W ilm ersdorf um  
eingenom m en hat, ist die, die sonst zwei Leute, ein Erhebliches erleichtern w ürde.
zwei F irm en  oder auch zwei K om m unen m it Recht W eniger leicht wird m an  sich in die B e­
gegeneinander einnehm en, w enn es sich darum  stim m ungen der §§ 11 und 14 hineinfinden können, 
handelt, gem einsam  ein größeres Werk zu fördern, die die Fortsetzung der U ntergrundbahn über den 
und die notw endigen vertraglichen Festsetzungen Nollendorfplatz und die Verpflichtung ihrer F o r t­
w eniger darauf ausgehen, sich selber S o n d er­ setzung zum G egenstände haben. I m  § 11 ist die 
vorteile zu sichern, sondern vielm ehr dahin  gerichtet V erpflichtung zur Fortsetzung nach Ablauf von 
sind, einander entgegenzukom m en, den einzelnen 7 J a h re n  ausgesprochen, und im § 14 wird diese 
K om parenten  das Geschäft möglichst schmackhaft Verpflichtung quasi dadurch unwirksam gemacht, 
zu machen, um  dasjenige, w as aus diesen V er­ daß sie rechtlich nicht einklagbar sein soll. M eine 
e inbarungen  entstehen soll, möglichst aussichts- und H erren, diese Fassung, die zunächst e tw as unbegreif­
erfolgreich ins Leben setzen zu können. lich erscheint, ist dadurch zustande gekommen, daß 
Dieser S tandpunk t ist desw egen von C har­ die Schöneberger S tad tvero rdnetenversam m lung , 
lo ttenburg besonders richtig eingenom m en worden, also unsere Kollegen, diesen § 14 in  den u rsprüng­
weil w ir bei allen unseren Erklärungen, a l l e n  lichen V ertrasgen tw urf hineingebracht haben. D a ­
u n s e r n  E r ö r t e r u n g e n  ü b e r  d i e  her erscheint hier form ell ein  W iderspruch. M aterie ll 
U n t e r g r u n d b a h n f r a g e  i n  e r  st e r  kann m an das V orgehen unserer Kollegen in  
L i n i e  i m m e r  b e t o n t  h a b e n ,  d a ß  Schöneberg durchaus begreifen. Ic h  w ürde m eine 
m i r  d e n  g r ö ß e r e n  S t a n d p u n k t  d e s  Zustim m ung auch nicht geben, w enn eine derartige 
g e m e i n e n  N u t z e n s  f ü r  a l l e  B e t e i ­ Verpflichtung - von u n s  verlangt w ürde, heute 
l i g t e n  i n  d e n  V o r d e r g r u n d  s t e l l e n  nach vielen J a h re n  eine B ahn  nach B erlin  C zu 
und daß w ir den Wünschen benachbarter G e­ bauen, die ungeheure Kosten verschlingen w ürde, 
m einden n u r  d a n n  unsere Z ustim m ung ver­ also zu einer Zeit, wo m an  über das Schicksal der 
sagen, w enn  sie den e i g e n  t l i ch st e n I n ­ ursprünglichen Projekte gar nicht im  klaren ist. 
t e r e s s e n  u n s r e r  S t a d t  z u w i d e r ­ Diese Verpflichtung erscheint m ir zu groß, und ich 
l a u f e n  und dam it gegen den g r ö ß e r e n  a l l ­ kann es n u r richtig finden, w enn sich die Schöne­
g e m e i n e n  S t a n d p u n k t  verstoßen. Dieser berger in  diesem Punkte unsern  Wünschen nicht so 
S tan d p u n k t dürfte ganz besonders Schöneberg gefügig gezeigt haben, a ls m an  vielleicht ursprünglich 
gegenüber angebracht sein, weil ja, wie S ie  bereits angenom m en hatte . M a n  kann aber auch, sachlich 
gehört haben, diese G em einde sich von A nfang an  gesprochen, hier ganz ruhig der Zukunft ver­
auf unsere S e ite  gestellt ha t und u n s auf diese trau en ; denn es können sich n u r  zwei F älle  ereignen. 
Weise, wie m a n  an  anderer S te lle  gesagt hat, E ntw eder erweist sich das Projekt der Fortsetzung 
e i n  b r i l l a n t e r  S e k u n d a n t  gew orden ist. der B ahn  nach B erlin  C a ls  überflüssig, und  die
        
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