Path:
Periodical volume 9. Juni 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

2 40 Sitzung vom 9. Juni 1909
gerechnet w erden soll, und zw ar m it rückwirkender Wunsch nach lebenslänglichen Anstellung, konnten 
K raft vom 1. A pril 1905 ab. w ir schon deshalb nicht erfüllen, weil es sich hier 
B ei dem T ite l „S ek re tä r der Kunstgewerbe- um  B eam te  handelt, die mechanische Dienst­
und Handwerkerschule" hatte  sich der Ausschuß leistungen zu verrichten haben und darum  ihrer 
m it der P e titio n  des S ek re tärs D  z i c y k zu lebenslänglichen Anstellung auf G rund  des von der 
befassen, die bereits die S tad tvero rdnetenversam m ­ S taa ts reg ie ru n g  genehm igten S ta tu s  rechtliche 
lung bei der früheren G ehaltsaufbesserung beschäf­ Bedenken entgegenstehen.
tig t ha tte . D er Ausschuß hat sich nicht den A us­ M eine H erren, ich komme nunm ehr zu den 
führungen verschlossen, die hier gemacht w orden t e c h n i s c h e n  B e a m t e n  und gestatte m ir, 
sind, und hat es begrüßt, daß der M agistrat sich m it einigen W orten auf diese Klasse einzugehen, 
bereit erklärte, dem P e te n te n  entgegenzukom m en, obwohl fü r sie Ä nderungen nicht vorgenom m en 
indem  ihm  der W eg zu der Klasse der geprüften  w orden sind. Anlaß hierzu gibt die u n s  von dem 
Sekretäre freistehen soll, w enn er sich dem  hiesigen Deutschen Technikerverbande noch nach der A us­
Exam en un terw irft. schußberatung u n terb re ite te  Erklärung, in welcher 
M eine H erren, w as die S e k r e t a r i a t s ­ im  allgem einen eine erfreuliche Z ustim m ung zu 
a s  s i st e n t e n  an lang t, so w ar der Wunsch den Grundsätzen der V orlage ausgesprochen ist, 
ausgesprochen w orden, daß ihnen der T ite l und aber doch eine gewisse U nzufriedenheit darüber 
die Bezüge der S ekretäre nicht, wie dies nach der zum Ausdruck kommt, daß die technischen B eam ten  
V orlage sein soll, erst nach 12 Ja h re n , sondern nicht in gleicher Weise bedacht und gew ürdigt 
bereits nach 10 J a h re n  zuteil w erden. B ei den seien wie die V erw altungsbeam ten . Ich  glaube, 
Bezügen m ußten  w ir u n s von vornherein schon im  S in n e  des gesam ten Ausschusses und auch im  
m it Rücksicht darauf ablehnend verhalten, daß S in n e  des M agistrats zu handeln , w enn ich dieser 
w ir dann  w ieder das gesamte V erhältn is  der Auffassung auf das bestimmteste entgegentrete. 
G ehälter von S ekretären  und Assistenten verschoben I n  der M agistratsvorlage ist ausdrücklich anerkannt 
hä tten . B ei dem T ite l w ar wohl in dem A us­ die Hebung des Technikerstandes im  allgem einen 
schüsse G eneigtheit vorhanden entgegenzukom m en; und die Z unahm e der A nforderungen der V er­
aber w ir haben u n s doch schließlich dafü r en t­ w altung, und unser Ausschuß hat darin  übere in ­
scheiden müssen, es bei der V orlage des M agistrats gestimmt, daß diese Tatsachen auch in der B e ­
zu belassen, da w ir dem Grundsätze nicht w ider­ soldung zur G eltung gebracht w erden m üßten . 
sprechen konnten, den der M agistra t in der V orlage D eshalb ist auch das G ehalt unserer städtischen 
durchgeführt h a t: keinen T ite l ohne reale G rund­ Techniker durchgehend erheblich erhöht w orden, 
lage zu verleihen — , und weil w ir die R egelung, und zw ar hat m an  sich dabei an  die G utachten 
die der M agistrat vorgeschlagen hat, den Assistenten gehalten, die von seiten der D ezernenten  und 
die S ekre tär ft e 11 u  n  g nach 12 J a h re n  zu D epu ta tionen  gegeben w urden. M eine H erren, 
verleihen, doch fü r viel besser ha lten  als die in  einer w enn hierbei teilweise eine Verschiebung gegen­
Nachbargem einde stattgehabte R egelung, wo ihnen über den G ehältern  der B üroangestellten  ein­
n u r der T ite l, allerd ings schon nach 10 J a h re n , getreten  ist, so liegt das wohl darin , daß diese ver­
verliehen wird. schiedenen K ategorien sich nicht m ite inander ver­
E ine Ä nderung hat der Ausschuß bei gleichen lassen. W ir durften  hier ebensowenig 
der P osition  „ B o t  e n  u n d  P f ö r t n e r "  wie in  anderer Beziehung eine schematische Gleich­
vorgenom m en. W ie S ie  aus der V orlage wissen, macherei treiben, sondern m ußten  im  einzelnen 
ist im  allgem einen diese Klasse nicht n u r im  G ehalt die Ansprüche abw ägen, die nach M aßgabe der 
besser gestellt, sondern auch dadurch, daß den V orbildung und Leistung begründet sind, und u n s 
jüngeren A ngehörigen durchweg die Chance der hierbei auf die Sachkunde der D ezernenten  und 
B eförderung in  die nächst höhere Klasse gew ähr­ D ep u ta tionen  verlassen. Je d e n fa lls  dürfen  die 
leistet ist. Aber diese Chance haben die älteren  Techniker, die in  städtischen Diensten stehen, davon 
zurzeit vorhandenen B oten  und P fö rtn e r  nicht. überzeugt -sein, daß die M u tm aßungen , die sie 
I n  der M agistratsvorlage hieß es, daß zu ihren über eine m angelnde B eachtung des Techniker­
G unsten keine A usnahm e gemacht w erden könnte. standes zum  Ausdruck bringen , irrtüm lich sind.
D em  Ausschuß h a t es w iderstrebt, in  der groß­ B ei den B e a m t e n  d e r  B e t r i e b s ­
zügigen V orlage des M agistra ts n u r e i n e  B e ­ v e r w a l t u n g e n  ist eine Klasse, die Klasse 
stim m ung zu belassen, die a ls eine, w enn auch G I lb ,  im  G ehalte zu erhöhen gewesen m it Rück­
n u r objektive Ungerechtigkeit em pfunden w erden sicht auf die E rhöhung der G ehälter der B ü ro ­
könnte, und w ir haben deshalb eine allgem eine vorsteher, die derselben Gehaltsklasse angehören. 
Erhöhung der G ehälter dieser Klasse beschlossen, D aß  die Klasse G H a  ebenfalls im  G ehalt erhöht 
wodurch die prozentuale Erhöhungsziffer von 14,86 w orden ist, rechtfertigt sich dam it, daß sie, wie 
auf 18,81 steigt. W ir haben u n s dazu um  so ich schon sagte, die einzige ist, deren beide B eam ten , 
leichter entschließen können, a ls es sich hier um  eine die Betriebsassistenten der G asanstalten , nach der 
der geringst besoldeten Beamtenklassen handelt, V orlage des M agistrats eine E rhöhung nicht be­
und a ls  w ir auch die Nachwirkung auf die andern  kommen sollten.
Beamtenklassen desselben R anges fü r erfreulich D ie A u s f ü h r u n g s b e  s t i m m  u n g e n ,  
gehalten haben, auf die B eam ten  der F euerw ehr m eine H erren, haben einen Zusatz bekommen, 
und der B etriebsverw altungen , O berfeuerw ehr­ der u n s  erst im  Ausschuß vom  M agistrat vorgelegt 
m änner, Koksvermesser und W iegemeister der w orden ist, und der eine große B edeu tung  fü r sich 
G asanstalt und Maschinisten des Krankenhauses in Anspruch nehm en kann. Es handelt sich nämlich 
Kirchstraße. um  die F rag e , inw iew eit der B eam te  und inw ie­
E inen  andern  Wunsch, der u n s  au s den weit die S ta d t  ein Anrecht auf E r f i n d u n g e n  
Kreisen der B o ten  und P fö rtn e r  und auch w eiterhin haben sollen, welche der B eam te  macht. E s kann 
aus den Kreisen der S traß en re in ig u n g s- und seinem Zw eifel unterliegen, daß eine R egelung 
M üllaufseher geltend gemacht w orden w ar, den dieser in  der gegenw ärtigen Ju d ik a tu r außer-
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.