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Periodical volume 21. April 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

Sitzung vom 21. April 1909 1 7 5
W ir stehen schließlich auch auf dein S tandpunkt, 400 000 ungefähr erreicht ist, w ürde die B estim m ung 
daß m al eine Höchstgrenze der S tad tverordnetenzahl in  Wirksamkeit tre ten , w enn m an  nicht den § 1 
festgelegt werden kann. D aß das aber fo abgehackt anders fassen und sagen w ü rd e : auf G rund  der nach 
geschehen soll, wie es hier in der M agistratsvorlage dem E rgebnis der letzten Volkszählung sortge- 
vorgesehen ist, das ist u n s  äußerst unsympathisch schriebenen Bevölkerungszahl, wie sie von unserm 
und nach jeder S e ite  hin unannehm bar. Es wird Statistischen Am te am  1. J a n u a r  festgestellt w ird, 
darüber noch zu sprechen sein, welche Höchst­ kann die V erm ehrung erfolgen. Ich  w ürde auch 
grenze der V ertreterzahl angenom m en werden vorschlagen, das zu tun, um  eine K lärung der 
m uß und wie hoch die Übergangszahlen und ganzen S itu a tio n  herbeizuführen.
-Z eiten  von heute bis zu jener Höchstgrenze zu N un glaube ich mich in Übereinstim m ung m it 
bemessen sind. W enn w ir dem  Vorschlage des den vorhergehenden R ednern  und m it allen m einen 
M agistrats folgen und die V orlage unbesehen F reu n d en  zu befinden, w enn ich sage, daß der letzte 
annehm en w ürden, dann  w ürden w ir ev. erst im Satz —  die Zahl bleibt dam it endgültig begrenzt — 
J a h re  1926 zu der Z ahl von 90 S tad tvero rdneten  un te r keinen Um ständen bestehen bleiben darf. W ir 
kommen. W ir haben die letzte Erhöhung der brauchen nicht fü r alle Zukunft zu sorgen. Dieser 
S tad tverordnetenziffer im  J a h re  1901 gehabt. Satz wird jedenfalls fortfallen  müssen.
E s w ürden also netto  25 J a h re  vergehen, ohne W enn w ir eine Ä nderung der V orlage vor­
daß dem Anwachsen der E inw ohnerzahl in der nehm en, die Unklarheiten, die noch nach manchen 
V ertre tung  der G em einde nach irgendeiner S e ite  Richtungen bestehen, durch nähere E rörterungen  
Rechnung getragen werden kann. D aß das kein im Ausschusse beseitigen und zu einer klaren Fest­
glücklicher Zustand ist, darin  w erden S ie  m it m ir stellung kommen, so wird m an  doch vielleicht gut 
übereinstim m en. tu n , dem Grundsätze der V orlage zuzustimmen, 
M eine F reunde sind gleichfalls fü r Ausschuß­ um  nicht die D ebatte, die w ir jedesm al sonst über 
beratung und auch für die Einsetzung eines A us­ die A uslegung der S täd teo rdnung  hier gehabt 
schusses von 15 M itgliedern. haben, sich w iederholen zu lassen.
S ta d tv .  D r. S ta d th a g e n : M eine H erren, ich S ta d tv . Dr. F rc n tz e l: M eine H erren, auch
habe m eine Ansicht nicht geändert seit der Zeit, diejenigen m einer F reunde, die der M agistra ts­
wo w ir m it der großen M ehrheit der S ta d tv  er vorlage und dem E rlaß eines O rtssta tu ts  erheblich
ordnetenversam m lung den Beschluß gefaßt h a b e n : j sympathischer gegenüberstehen, als es au s  den A us- 
der M agistrat wird ersucht, die Aufstellung eines j sührungen m eines F reu n d es F la ta u  hervorgeht, 
O rtssta tu ts  betr. die Z ahl der S tad tv ero rd n e ten  j stimmen der Ausschußberatung zu. S ie  stellen sich
in E rw ägung zu ziehen. Ich  m eine, w enn e tw as im wesentlichen aus den S tandpunk t, den w ir bei der 
geeignet w ar, an diesem Beschlusse festzuhalten, B era tu n g  der F rage  im J a n u a r  vorigen J a h re s  
dann w ar es die Rede des H errn  Kollegen Zietsch. vertre ten  haben und der dahin ging, daß es sich 
W ir haben auch heute w ieder gesehen, daß die lediglich um  eine praktische F rage  handelt und daß 
S tre itfrag e , ob die angefangenen  oder abge­ tatsächlich zu irg en d e in e r. Z e it eine Beschränkung 
schlossenen 50 000 zu einer V erm ehrung der S ta d t ­ der S tad tvero rdnetenzah l ein treten  m uß. D as  hat 
verordneten führen sollen —  trotzdem sie nicht auch H err Kollege Zietsch, der sonst den A ntrag  am  
aufgerollt w erden sollte — , aufgerollt w orden ist, meisten bekämpfte, zugegeben. E s w ird sich nur 
und daß H err Kollege Zietsch seine Auffassung ein darum  drehen: ist der gegenw ärtige Augenblick der
gehend begründet hat. 11m diese U nklarheit,! richtige, oder sollen w ir noch w arten , und  wie sollen 
diese Zwiespältigkeit der Ansichten, die doch nun  I w ir das O rtssta tu t gestalten ? —  wobei ich neben» 
einm al besteht, aus der W elt zu schaffen, hat sich I bei bemerken will, daß die A usgestaltung, die der 
dam als die M ajo ritä t auf den S tandpunk t gestellt: M agistrat vorschlägt, auch uns nicht gefällt und daß 
der M agistrat soll erw ägen, ob nicht durch O r ts - : w ir den plötzlichen S p ru n g  verm eiden und min» 
statut die F rag e  zu regeln ist. Diesen S ta n d p u n k t! bestens Zwischenstufen einführen  möchten. I m  
können wir, glaube ich, auch heute noch festhalten, übrigen ist die F rag e , ob eine größere oder kleinere 
und ich hoffe, daß die M ajo ritä t im Ausschusse zu | V ersam m lung besser arbeitet, eine reine Doktor- 
dieser Ansicht gelangen wird. F rage , eine F rage  rein  theoretischer N a tu r, die von
W enn ich diese Auffassung habe, so kann ich j  den M än n ern  abhängt, die diese größere oder 
doch der M agistratsvorlage —  das möchte ich hier j  kleinere V ersam m lung konstitutieren. H err Kollege
im P len u m  sagen —  nicht ohne w eiteres zustimmen. S te in  hat ganz m it Recht einige praktische E r­
S ie  w ürde ganz sonderbare Folgen haben. Ich  w ägungen hier au s unserm  täglichen. S ta d tv e r­
will n u r den H auptpunkt —  es sind verschiedene ordnetenleben vorgebracht. D ie Beobachtungen 
Punkte, über die m an sprechen kann und über die sind richtig; aber er irrt sich darin , daß er glaubt, 
w ir auch im Ausschusse wohl sprechen werden —  die Erscheinungen w erden sich nicht zeigen, w enn 
hier berühren. W enn im J a h re  1915 —  die w ir n u n  um  6 M itglieder verm ehrt sein w erden. 
Volkszählung wird bekanntlich n u r alle 5 J a h re  Es wird in jeder V ersam m lung, m ag sie.noch so 
vorgenom m en —  sich eine E inw ohnerzahl von groß oder klein sein, im m er dahin .kommen, daß 
etw a 398 000 oder 399 000 ergeben hat, so würde eine Reihe von Leuten, die durch ihre B egabung, 
das zur Folge haben, daß in den nächsten ü J a h re n  durch die Zeit, die sie den D ingen  w idm en können, 
von einer Erhöhung von 72 ans 90 S tad tvero rdnete  durch die Möglichkeit, sich in die einzelnen V orlagen 
noch nicht die Rede sein kann, sondern die F rage zu vertiefen, im m er m ehr als andere herangezogen 
w ürde nach dem T enor des P a rag rap h en  1 erst w erden zur Erledigung der laufenden Geschäfte. 
im J a h re  1920 akut w erden. D a finden aber keine S ie  sehen das in unserm  Reichstag, im Abgeord­
W ahlen statt, w enn nicht irgendwie inzwischen ein netenhaus, in sämtlichen P arlam en ten  der W elt: 
unvorhergesehenes Ereignis eingetreten ist, sondern es handelt sich im m er um  eine verhältn ism äßig  
das geschieht erst Ende des J a h re s  1921; also « J a h re  geringe Zahl von denen, die eigentlich berufen  
später, nachdem tatsächlich die Einw ohnerzahl von sind, über die wichtigsten D inge m itzureden. Diese
        
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