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Periodical volume 17. März 1909

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1909

Sitzung vom 17. März 1909. 119
Borsteher Kaufmann: Der Antrag auf Ver­ Vorsteher Kaufmann: Herr Kollege Zietfch, 
tagung bedarf der Unterstützung. ich möchte Sie bitten, den Antrag zurückzuziehen. 
(Der Antrag wird genügend unterstützt.) Es dauert vielleicht noch 5 Minuten, und die nächste 
Ich werde dann über den Pertagungsantrag ab­ Tagesordnung ist schon genügend bepackt. W ir 
stimmen lassen. wollen doch morgen keine Sitzung halten. Herr 
Kollege Zietsch, halten Sie den Antrag aufrecht?
(Die Versammlung lehnt den Antrag auf Vertagung 
der Beratung ab.) Stadtv. Zietfch (zur Geschäftsordnung): Es
sind freilich verschiedene Sachen auf der heutigen 
Stadtv. I)r. Hubatfch : Ich wollte nur erklären, Tagesordnung, wie z. B. die Wahl eines unbesol­
daß bei unserer Fraktion niemand gebunden ist, deten Stadtrats, die an den Ausschuß geht, welche 
daß jeder stimme« kann nach den Erfahrungen, die ohne Diskussion erledigt werden können. Aber 
er hier macht, und nach dem Antrage, den er für gut w ir haben auch noch die Vorlage über die Arbeiter­
hält. Insbesondere wollten w ir die Begründung ausschüsse zu beraten. Dazu haben w ir noch Ver­
des Magistrats abwarten, warum 2000 M  mehr schiedenes im Plenum zu reden.
bewilligt werden sollen als 3000 M.  W ir hatten 
uns vorgestellt, daß w ir bei der Bewilligung von Vorsteher Kaufmann: Dann werden w ir den 
3000 M  in dem ungefähren Verhältnis von Berlin Punkt 11 betr. die Arbeiterausschüsse von der 
und Schöneberg bleiben würden. Berlin hat, soviel heutigen Tagesordnung absetzen und auf die Tages­
w ir wissen, 10 000 M  bewilligt und Schöneberg ordnung der Sitzung vom 24. März bringen — ich 
1000 M ; es ist im Verhältnis für Charlottenburg höre keinen Widerspruch; es ist so beschlossen— ; 
etwas hoch, wenn w ir 5000 M geben, insbesondere aber w ir wollen doch die übrigen Gegenstände er­
bei unsern jetzigen knappen Finanzverhältnissen. ledigen, damit w ir morgen keine Sitzung haben.
Deshalb haben w ir uns m it 3000 M begnügt.
Stadtv. Zietfch 
    
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