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Periodical volume 12. Februar 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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H err R eferen t angeschnitten hat, eingehen zu lung gestrichen w erden, dann  w ürden  nicht nur 
dürfen. diejenigen, die gestrichen w orden sind, sich schwer 
D er H err R eferen t fragte einm al, w eshalb die verletzt fühlen, sondern wahrscheinlich auch der 
V orlage so spät gekommen ist. M eine H erren, ganze Kreis ihrer F reunde und Berufsgenossen. 
w ir haben bisher keine rechten M itte l zur V erfügung E s w ürde dann jener F a ll e in tre ten  können, daß 
gehabt, und w ir w ollten nicht eine K unstdeputation wir überhaup t nicht m ehr die geeigenten P ersön ­
ins Leben rufen , ohne die M itte l zu haben, über lichkeiten finden, die sich bereit erklären, sich auf 
die sie, w enn sie ins Leben tr itt, verfügen kann. die Vorschlagsliste setzen zu lassen. D eshalb  w äre 
W ir haben im  J a h re  1904 20000 M  fü r Kunstzwecke es z w e c k m ä ß i g ,  w e n n  d i e  S t a d t v e r ­
eingesetzt; die sind zum größten T eil verbraucht. o r d n e t e n v e r s a m m l u n g  h e u t e  s t i l l -  
I m  J a h re  1905 und 1906 standen n u r je 2000 J l  s c h w e i g e n d s i c h d a m i t e i  » v e r s t a n d e n  
im  E ta t. M it 2000 M  lohnt es sich aber nicht, eine e r k l ä r t e :  e s w i r d  t a t s  ü c h l i c h  n i c h t  
K unstdeputation zu befassen. Je tz t im  laufenden v o r k o m m e n ,  d a ß  w i r  d i e  u n s  g e ­
J a h re  s in d ,20000 M  eingesetzt w orden. B ei den m a c h t e n  V o r s c h l ä g e  a b l e h n e n .
E ta tsb era tu n g en  fü r das folgende J a h r  ist die 
F rage  der K unstdeputation von neuem  angeregt (D ie B era tu n g  wird geschlossen.)
und in  V erbindung dam it die Forderung  auf E in­
setzung von 20000 M  für Kunstzwecke gestellt Berichterstatter S ta d tv . Holz (Schlußw ort): 
worden. Dem zufolge sind 20000 M  auch in  dem M eine H erren, ich freue mich, daß ich m it dem 
E ta t 1908 w ieder vorgesehen, und nunm ehr haben H errn  O berbürgerm eister im  wesentlichen konform 
w ir geglaubt, daß es an  der Z eit sei, I h n e n  auch gehe. Ich  w ollte n u r hervorheben, daß ich es be­
die V orlage wegen der K unstdeputation zu machen. dauern  w ürde, w enn der M agistrat im  E ta t nur 
Ic h  glaube, es w äre nicht richtig gewesen, w enn den B etrag  von 20 000 M  jetzt bean tragen  w ürde. 
w ir die V orlage früher gebracht hä tten . Es hat ja keinen Zweck, heute mich des w eiteren 
Z w eitens hat der H err R eferen t gefragt, wie darüber auszulassen, ich behalte m ir alle Rechte 
das m it der W ahl der 5 sachverständigen M itglieder fü r die E ta tsb e ra tu n g  vor; ich wollte das n u r kon­
gehalten w erden solle. D ie K unstdeputation soll statieren. Jetzt sind säst vier J a h re  ins Land ge­
sich ja  zusammensetzen au s 15 M itgliedern , d. i. aus gangen, alles ha t sich geändert, w ir w ürden keines­
5 M agistratsm itg liedern , 5 S tad tv ero rd n e ten  und w egs in diesem J a h re  m it 20 000 M  auskom m en. 
5 Kunstsachverständigen oder Künstlern als B ü rg e r­ I n t  übrigen b itte  ich um  A nnahm e der V orlage.
deputierten , und von diesen sagt die V orlage: 
letztere w e r d e n  a u f  V o r s c h l a g  der ersten (D ie V ersam m lung beschließt nach dem  A n­
10 M itglieder von der S tad tvero rdnetenversam m ­ trage des M agistrats wie folgt:
lung g e w ä h l t .  Ursprünglich ha tten  w ir die D er Einsetzung einer D ep u ta tio n  fü r K unst­
Absicht, wie der H err R eferen t ausgeführt hat, den zwecke nach M aßgabe der abgedruckten B e ­
5 M agistra tsm itg liedern  und den 5 S tad tv e ro rd ­ stim m ungen wird auf G rund  des § 59 der 
neten  die W ahl der w eiteren 5 B ürgerdepu tierten  S täd teo rd n u n g  zugestimmt.)
ganz zu überlassen, wie es bei der Schuldeputation  
ist, bei der die sachverständigen M itglieder von den Borsteher K au fm an n : D ie V ersam m lung
M itg liedern  des M agistra ts und den M itgliedren will ihr In teresse  fü r diese A ngelegenheit dadurch be­
der S tad tverordnetenversam m lung  gew ählt w erden. kunden, daß m ir bereits eine Vorschlagsliste fü r die 
D as  aber ging hier nicht zu machen, weil die Kunst­ W ah ld er5  M itg liederder D ep u ta tio n  heraufgegeben 
depu tation  eine D ep u ta tio n  auf G rund des § 59 w orden ist, m it anderen  W orten , die V ersam m lung 
der S täd teo rd n u n g  sein soll und weil nach den B e­ will heute w ählen. Ich  mache darau f aufm erksam , 
stim m ungen des § 59 auch die B ürgerdepu tierten  daß nach dem § 30 b unserer G eschäftsordnung 
von den S tad tv ero rd n e ten  zu w ählen sind. Also die W ahl von M itg liedern  der ständigen V er­
r e c h t l i c h  liegt die Sache in  der T a t so, wie der w a ltungsdepu ta tionen  dem W ahlausschuß zur 
H err R eferen t gesagt h a t: die S tad tv ero rd n e ten ­ V orbera tung  zu übergeben ist. W enn die V er­
versam m lung kann dem ihr gemachten Vorschlage sam m lung aber d am it einverstanden ist, die W ahl 
folgen, sie kann auch von diesemVorschlage abgehen. heute vorzunehm en, obgleich sie w eder au f der 
Aber, m eine H erren, ich w ürde es doch fü r sehr T agesordnung  stand, noch dem W ahlausschuß vor­
sehr unzweckmäßig erachten, w enn das letztere gelegen hat, dann w ürde ich die W ahl vornehm en 
jem als t a t s ä c h l i c h  geschehen w ürde, und ich lassen.
befinde mich da m it dem H errn  R eferen ten  in (S tad tv . O tto : Ic h  erhebe E inspruch! — 
Übereinstim m ung. W ir w ürden  dann nämlich Z u ru fe : W ahlausschuß!)
sehr leicht in die mißliche Lage kommen können, 
daß sich Künstler oder Kunstsachverständige uns — D am it ist die A ngelegenheit erledigt.
nicht m ehr zur V erfügung stellen w erden, w enn W ir kommen zu P unk t 3 der T ag eso rd ­
einm al der F a ll e in treten  w ürde, daß ein Künstler, nung :
der von den 10 M itgliedern  vorgeschlagen worden 
ist, nachher von der S tad tverordnetenversam m lung A ntrag der S ta d tv . Hirsch u. Gen. betr.E rhöhung  
nicht gew ählt w ird. D enn  wie wird sich der V or­ d erZ ah l der S tadtverordneten  und N eucin teilung  
gang tatsächlich abspielen? Diese 10 M itglieder, der W ahlbezirke. -  Drucksache 18.
die in  der D epu ta tio n  sind und die Vorschlagsliste 
aufstellen, müssen sich doch m it Künstlern oder D er A ntrag  lau te t:
Kunstverständigen vorher in V erbindung setzen, D ie V ersam m lung wolle beschließen:
müssen sie fragen : seid ihr bereit, m itzuwirken an D ie V ersam m lung ersucht den M agistrat, noch 
den A rbeiten der D e p u ta tio n ?  W enn die Künstler vor den nächsten E rgänzungsw ahlen  gem äß 
sich n u n  bereit erklärt haben für das E hrenam t und § 12 der S täd teo rd n u n g  auf G rund des E r­
trotzdem dann  von der S tad tverordnetenversam m ­ gebnisses der V olkszählung vom  J a h re  1905
        
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