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Periodical volume 16. Dezember 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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dvch selbst auf dem S tandpunkte  steht, daß es Sache Die V ersam m lung ersucht den  M agistrat, 
der staatlichen und städtischen B etriebe sei, als bei der bevorstehenden E ta tsb era tu n g  die 
M usterbetriebe eingerichtet zu werden. F rage  zu erw ägen, in  welchen B etrieben sich 
(S e h r  richtig !) k eine Verkürzung der A rbeitszeit ermöglichen 
Ich  glaube, daß m an  das auch auf die Arbeitszeit läßt, und der S tad tverordnetenversam m lung 
beziehen m uß. Ich  kann auch nicht anerkennen, entsprechende Vorschläge zu machen.)
daß eine solche Einrichtung seitens eines städtischen 
B etriebes notw endig einen Druck auf die P r iv a t­ W ir kommen nunm ehr zu Punkt 8 der T ages­
industrie ausübt. D ie E rfahrung  spricht fü r das ordnung zurück:
G egenteil, denn w ir haben in B erlin  und Um ­
gegend schon staatliche und städtische B etriebe, die Bericht des Ausschusses über die V orlage  
eine neunstündige oder neuneinhalbstündige A rbeits­ betr. B eitritt der Stadtgem cinde Charlottcn- 
zeit haben; w enn das einen solchen Druck tatsächlich burg zu einem Verkehrsverbande. —  Druck­
ausüb te , dann  m üßte also die P rivatindustrie  längst sachen 19, 467.
dem gefolgt sein. D er B e itritt von C harlo tten­
burg zu diesen B estrebungen wird —  ich sage sogar Berichterstatter S tad tv . Dr. Frentzel: M eine 
m it dem  H errn  Kollegen Hirsch: leider —  daran  H erren, der Bericht des Ausschusses, den S ie  vor 
wahrscheinlich nichts ändern . W enn aber die Lage nunm ehr 11 M onaten  eingesetzt haben, liegt Ih n e n  
der P rivatindustrie  auch eine Verkürzung der gedruckt vor zu I h r e r  K enntnisnahm e und auch 
Arbeitszeit gestatten wird und w enn sie diese V er­ gleichzeitig zu I h r e r  Kritik. Es ist kaum anzu­
kürzung vornim m t, dann, glaube ich, können wir es nehm en, daß irgendeiner von Ih n e n  diesen Bericht 
n u r  m it F reude begrüßen, daß w ir die V eran ­ gerade m it B efriedigung und F reude gelesen haben 
lassung zu einer unbedingt fortschrittlichen M aß­ wird, und sein Verfasser ist am  allerwenigsten der 
regel gegeben haben. Ansicht, daß dies geschehen ist. D enn tatsächlich 
(S e h r richtig! bei den Sozialdem okraten.) ist das, w as Ih n e n  zu berichten ist, nichts E r­
Ich  bitte S ie , m eine H erren, nach alledem, freuliches, sondern ganz im Gegenteil, und der T o n  
lassen S ie  die wirklich nicht sehr gewichtigen E in­ der Resignation, der durch die Zeiten hindurch­
w ände fallen und stim m en S ie  möglichst einhellig klingt, steht wenig im  Einklang m it den H offnungen 
fü r den A usschußantrag in  seiner Gesam theit. und E rw artungen , die w ir alle gehegt haben und 
hegen durften , als w ir am  29. J a n u a r  u n s zum 
Vorsteher K au fm an n : W ir kommen zur Ab­ erstenm al an  die B era tung  dieser V orlage heran ­
stim m ung. H err Kollege Dr S tad th ag en  hat ge­ machten. Aber eben iveil es so ist, iveil der A us­
tren n te  Abstimmung über die beiden Sätze des schuß vor S ie  m it vollkommen leeren H änden tritt, 
Ausschußantrages bean trag t. H err Kollege Zietsch weil er I h n e n  so recht Positives gar nicht vorzu­
hat m it genügender Unterstützung beantrag t, die schlagen hat, desw egen hat der Ausschuß beschlossen, 
Abstimmung über den ersten T eil des A ntrages in noch einm al, bevor er seine A rbeiten beendet, einen 
nam entlicher Abstimmung vorzunehm en. Bericht an  S ie  ergehen zu lassen, und zw ar in der 
W ir tre ten  in die namentliche Abstimmung schriftlichen F o rm , die w ir im  allgem einen nur 
ein. Ich  bitte diejenigen H erren, die den ersten selten und  n u r fü r besonders wichtige D inge zu 
Satz des A usschußantrages: w ählen pflegen.
D ie V ersam m lung steht einer Verkürzung der M eine H erren, wie es gekommen ist, daß wir 
A rbeitszeit fü r die ständig beschäftigten A r­ heute in der letzten Sitzung des nunm ehr gealterten  
beiter auf 9 S tu n d e n  sympathisch gegenüber J a h re s  eigentlich nicht w eiter sind in dieser A n­
annehm en wollen, m it I  a zu stimmen, die H erren, gelegenheit als in  den Ju g en d tag en  dieses J a h re s ,
die dagegen sind, m it N e i n  zu votieren. Die —  wie es gekommen ist, daß die V erhandlungen 
nam entliche Abstimmung beginnt m it S p a lte  I. bisher einen so unerfreulichen V erlauf genom m en 
(D er N am ensau fru f erfolgt. E s  stimmen haben, das hat der Ausschuß versucht, I h n e n  in 
m it J a  die S tad tvero rdne ten  Barnewitz, Bartsch, diesen Zeilen  möglichst zu erklären. E r ist bei 
D r B auer, B ergm ann, B ollm ann, B raune , v r  B or- einigen P unkten  m it einer gewissen absichtlichen 
chardt, B rode, D  Crüger, Dunck, Dzialoszynski, B reite  vorgegangen —  nicht etw a, um  sich oder e
Ew ald, Dr F la tau , D  Frentzel, G ebert, G u ttm ann , irgendein anderes M itglied der V erw altung zu e
Haack, Harnisch, Hirsch, Holz, Jacob i, Jastrow , entschuldigen. D enn  einer solchen Entschuldigung 
Jo lenberg , K aufm ann, Klau, Klick, D  L ands­ bedarf es nicht, da von irgendeiner Schuld, irgend­e
berger, Leben, Dr v. Liszt, L itten, M eyer, M ottet, einer V ersäum nis in  dieser Sache unsererseits ab ­
M ünch, Neukranz, Nickel, O tto , Protze, D  R oth­ solut nicht die Rede sein kann, am  allerwenigsten e
holz, R uß, Scharnberg, Schwarz, Schw aß, Sellin , bei den M itgliedern  des M agistrats, die, wie uns 
D  Spiegel, Vogel I ,  W agner, W enig, Wilk, im  Ausschuß berichtet w orden ist, ihre besten K räfte e
W olffenstein, W öllm er, Zietsch. eingesetzt haben, um  das Werk zu fördern. D er A us­
m it N ein die S tad tvero rdne ten  Becker, F reund , schuß hat es aber doch fü r richtig gehalten, diesen 
D e de G ruy ter, D e Hubatsch, Jachm ann , Lissauer, Bericht zu geben, gleichsam als eine dokumen­
M ann , M osgau , Dt S tad th ag en , S te in . tarische Festlegung der historischen Entwicklung
D as  Ergebnis der Abstimmung wird erm ittelt.) —  hoffentlich zu Nutz und F rom m en  w eiterer 
künftiger und erfolgreicher V erhandlungen.
D as  R esultat der nam entlichen Abstimmung ist S ie  w erden mich n u n  fragen : w as ist in der 
fo lgendes: Es haben 51 S tad tvero rdnete  m it J a ,  Sache zu t u n ? D iese .F rage  ist auch im  Ausschuß 
10 m it N ein gestimmt. D er erste Satz des A us­ aufgetaucht und dort sehr gründlich ventiliert 
schußantrages ist demnach angenom m en. worden, und die F rage  ist so natürlich für alle die­
(D ie V ersam m lung beschließt darauf en t­ jenigen, welche auf dem S tandpunk te  des A us­
sprechend dem zweiten Satze des Ausschußantrags, schusses stehen, den die V ersam m lung am  29. J a -  
wie folgt: nuar^dieses J a h re s  eingenom m en hat, welche der
        
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