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Periodical volume 2. Dezember 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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fü r alle G em einden G roß -B erlin s G eltung haben Z ander s e l b  st die G eheim haltung dieses P ro to ­
würde und später auch fü r alle anderen S täd te , kolls b ean trag t hat, nachdem dieser Wunsch seiner­
soweit diese Versicherung dort noch nicht E ingang seits geäußert w ar und er heute den Wunsch äußert, 
gefunden hat. hier das Protokoll verlesen zu sehen, nehm en wir, 
Aber ich möchte I h n e n  trotzdem em pfehlen, die w ir an  der V erhandlung teilgenom m en haben, 
die V orlage einem  Ausschuß zu überweisen. Es keinen Anstand, dieses Protokoll zu verlesen, da 
ist m ir nicht möglich, Ih n e n  heute eine klare, w ir-auch überzeugt sind, daß H err Kollege Ja c h ­
präzise F o rm ulierung  der von m ir vorgebrachten m ann , der heute nicht anwesend ist, sich dem 
E inw endungen  gegen die Unvollständigkeit des anschließen w ürde.
Artikels 1 hier vorzu legen; sie kann am  besten im  
Schoße einer A usschußberatung gefunden w erden. M it te i lung  eines P ro toko lls  betr. Ä uß eru n g en  
Ich  bitte S ie , den E n tw urf, u n te r  Anerkennung üb e r  F inanzveryä ltn iffe .
seiner sonstigen Vorzüge, einem  Ausschuß von 
9 M itg liedern  zu überw eisen, dessen Aufgabe es Ich  w ürde aber nunm ehr bitten, daß H err Kollege 
sein dürfte, die noch notw endige V ervollständigung Hubatsch die G üte hätte , die w eitere V erhandlung 
des Artikels 1 zu bringen. zu leiten.
(B ra v o !)
(V orsteher-S tcllv . Dr Hubatsch übern im m t den 
S ta d tv .  M e y e r : D er A ntrag , den der H err Vorsitz.)
R eferen t gestellt hat, die V orlage einem  Ausschuß zu 
überw eisen, entspricht auch den In te n tio n e n  m einer G estalten S ie  m ir, ehe ich dieses Protokoll 
F reunde. W ir erkennen die G üte des E n tw urfes verlese, I h n e n  kurz zu berichten, wie dasselbe 
in  jeder B eziehung an, hatten  aber ebenfalls einige zustande gekommen ist. Als w ir in der letzten Sitzung, 
F rag en , die au s diesem E n tw u rf sich ergeben, in  welcher H err Kollege Z ander die V ersendung 
fü r der Aufklärung bedürftig. Ohne aus Einzel­ einer Denkschrift angekündigt hatte, hier das 
heiten  einzugehen, möchte ich n u r auf die F rage  Protokoll vollzogen, kam H err Kollege Jach m an n  
hinweisen, ob es sich rechtfertigt, auch die G ew erbe­ an  mich heran  m it der B itte , ob w ir die A ngelegen­
steuer zahlenden P ersonen  der Zwangsversicherung heit Z ander nicht im  In teresse  der S tad tgem einde 
zu un terw erfen , also auch Zwischenmeister, die in im  Keime ersticken könnten; es sei nicht wünschens­
G roß-B erlin  ja eine ganz andere S te llu n g  einnehm en w ert, daß derartige Angelegenheiten breit getreten  
a ls  in  allen anderen S tä d te n , die hier teilweise und, indem  m an eine solche Angelegenheit aufrühre , 
m ateriell und sozial in  recht gu ter S itu a tio n  sich der A llgem einheit —  ich will mich nicht des vul­
befinden. Ich  w ürde dagegen Bedenken haben, gären  W ortes bedienen —- D üfte  zugeführt w ürden, 
sofern es nicht e tw a m it Rücksicht auf die Kassen die nicht willkommen w ären . Ic h  w ar bereit, die 
oder au s  sonstigen G ründen  geboten ist. Diesen Hand dazu zu bieten, daß die V erhandlung au s  
und andere Punkte, die einer Besprechung w ert diesem Gesichtspunkte, die Schonung des äußeren 
sind, wird m an  im  Ausschuß erö rte rn ; bei der über­ Ansehens der S tad tgem einde im  Auge zu behalten, 
sichtlichen und klaren Fassung des E n tw u rfs  wird sofort stattfinden möge. E s w aren aber n u r noch 
es jedoch leicht möglich sein, rasch zu einem  Ende die H erren  anwesend, die das Sitzungsprotokoll 
zu kommen, und  ich kann mich dem Danke des vollzogen, und glücklicherweise au s jeder F raktion  
H errn  V orredners an  den M agistrat, daß er dem  ein M itglied . Ich  wünschte H errn  Kollegen Hubatsch 
einstim m igen V otum  der S tad tv e ro rd n e ten ­ a ls  m einen  S te llv e rtre te r zugezogen zu sehen; 
versam m lung so schnell und in  so guter Weise Folge H err Kollege Hubatsch w ar aber leider schon weg­
geleistet hat, n u r vollständig anschließen. gegangen und  w ar auch nicht m ehr zu erreichen —  
es w ar abends, ja  schon nach 10 Uhr, y211 etw a, 
(D ie B era tu n g  wird geschlossen. D er Bericht­ nachdem die Sitzung geschlossen w ar. Auf Wunsch 
erstatter verzichtet. D ie V ersam m lung beschließt des H errn  K ollegen Jachm ann , sofort, noch am  
die Einsetzung eines Ausschusses von 9 M itgliedern  selben Abend, w enn es ginge, die Angelegenheit 
und w ählt zu Ausschußnritgliedern die S tad tv e ro rd ­ zu beseitigen, tra te n  w ir in  dem V orstandszim m er 
n eten  Dr. B orchardt, De Frentzel, G u ttm an n , M eyer, zusam m en. Nach fast zweistündiger B era tu n g  
M osgau , Dr Rothholz, Dr S tad thagen , Z ander, w urde dann das Protokoll festgestellt. E s lau te t, 
Zietsch.) wie folgt:
Auf A nregung des Kollegen Jach m an n  tra te n
V orsteher K a u f m a n n : M eine Herren, zu heute die H erren  Vorsteher K aufm ann, S ta d tv .
B eg inn  unserer heutigen Sitzung hat H err Kollege Jachm ann , Hirsch, Protze, Borchardt, Holz
Becker vor der T ageso rdnung  das W ort verlangt und Z ander im Z im m er des Vorstehers
und die Angelegenheit des H errn  Kollegen Z ander zusam m en.
hier angeschnitten. Ich  habe bei B eginn der V er­ H err Kollege Z ander erklärt:
handlungen mich daraus beschränkt, auf Wunsch des 1. Ich  habe mich gelegentlich m eines V or­
H errn  Kollegen Becker eine M itte ilung  aus einem  trag es  im H aus- und Grundbesitzerverein 
Protokoll zu machen, ohne dieses Protokoll zu von 1895, der in der Sitzung vom 4. 11. 
verlesen. H err Kollege Z ander hat dann  beantrag t, zur S p rache  kam, in der G rupp ierung  
dieses Protokoll hier wörtlich zur Verlesung zu einiger Z ah len  aus dem E ta t geirrt.
bringen, und  ich habe m ir w eitere A usführungen 2. D er dem  R efe ra t des S ta d tv . W öllm er 
in der Sache vorbehalten. Nachdem ich m it den zugrunde liegende Bericht der „N euen  
H erren, die der V erhandlung beigew ohnt haben, Zeit" über m einen  V ortrag  >var entstellt.
über welche dieses Protokoll aufgenom m en w orden H err S ta d tv . Hirsch erklärt:
ist, Rücksprache genom m en habe und mich namentlich D ie in m einer Rede in  der Sitzung vom 
in m einer E rinnerung  habe versichern »vollen, 4. 11. gebrauchte Ä ußerung, H err Z an d er 
daß ich mich darin  nicht täusche, daß H err Kollege habe die S ta d t  übers O hr gehauen,
        
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