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Periodical volume 11. November 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

5Ö5 20 000 M flüssig zu machen. Denn welche bessere i Absatz b können wir nur bedingungsweise stimmen, Gelegenheit kann sich bieten als eine Ehrung des das heißt unter Vorbehalt. Auch wir haben durch­ Freiherrn vom S tein aus Veranlassung der Hundert­ aus nichts dagegen, daß auf dem Steinplatze ein jahrfeier der S täd teordnung? Wenn wir aber die B runnen errichtet wird. Wir machen auch keine 20 000 M flüssig machen wollen, dann müssen wir Opposition dagegen, daß der B runnen dem Ge­ auf die Ehrung durch einen B runnen auf dem dächtnis des Freiherrn vom S tein gewidmet sein Steinplatze zurückgreifen. D as ist doch, wie ich soll, weil auch wir in dem Freiherrn vom S tein glaube, so schlüssig, daß, wenn m an auch in der ver­ einen M ann achten und hoch schätzen, der es in aus­ gangenen Stadtverordnetensitzung noch zweifelnd gezeichneter und erfolgreicher Weise verstanden hat, zu der Frage gestanden hat, m an sich heute, nachdem in einer urreaktionären Zeit an das demokratische m an alle diese Erwägungen gehört hat, auf den Gefühl des Volkes zu appellieren. Wenn wir Boden der modifizierten Magistratsvorlage, möchte irgend welche Bedenken gegen die bedingungslose ich sagen, stellen wird. Bewilligung der 50 000 M zu diesem Zwecke haben, Nun bleibt die Erhöhung der S tiftung für die so entspringen diese Bedenken der Erwägung, daß im Ehrendienste der S tad t tätigen B eam ten um wir leider nicht in der Lage sind, über die Gestaltung 50 000 M. Meine Herren, ob da 50 000 M oder des Denkmals, des B runnens, a l l e i n zu be­ 100 000 M ausreichen werden, weiß heute keiner stimmen. von uns. Der Herr Oberbürgermeister hat sich im (S tadtv . Holz: Die Kunstdeputation!) Ausschusse dahin geäußert, daß während seiner — W enn es die Kunstdeputation allein wäre, Herr Amtstätigkeit nur ganz wenige Unterstützungs­ Kollege Holz, dann würden wir gar keine Bedenken gesuche hervorgetreten find. M it vollem Rechte ist haben; schon die Bürgerdeputierten dieser D e­ dem Herrn Oberbürgermeister entgegengehalten putation bilden so illustre M itglieder der Künst- worden, daß, solange wir gar keinen Fonds hatten, deputation, daß wir davon überzeugt sind, daß s i e doch auch eigentlich für die im Ehrendienste der dem guten Geschmack Rechnung tragen würden. S tad t tätig gewesenen oder tätigen Beam ten gar Es handelt sich aber in erster Linie darum, daß uns keine Veranlassung gewesen wäre, sich an die S tad t hier irgend eine Kunstrichtung oder irgend ein zu wenden; denn es waren ja keine M ittel da. Geschmack wieder aufgedrängt werden kann, der Wenn erst ein derartiger Fonds vorhanden sein unserm Kunstgefühl und unserm Geschmack absolut wird, werden zweifellos die Unterstützungsgesuche nicht entspricht. Sie wissen ja, daß wir uns leider in genügender Zahl kommen. I m übrigen aber, in der Lage befinden, uns Anschauungen gefallen wenn die Unterstützungsgesuche nicht kommen lassen zu müssen, die in bezug auf die Kunst durchaus sollten, nun, dann wollen wir nicht darüber klagen, nicht dem entsprechen, was allgemein als Kunst sondern uns darüber freuen. Es handelt sich hier angesehen wird. Die vielen verunglückten Reiter­ um die Auswerfung eines Fonds, dessen Erträge standbilder, die wir in Preußen haben, die ver­ m an für alle Fälle bereithalten will. Werden ftc pfuschten Fassaden an öffentlichen Gebäuden, die nicht in Anspruch genommen, dann hat m an durch­ vielen M arm orgruppen mit den verhedderten Bein­ aus keine Veranlassung, darüber zu klagen, sondern stellungen usw. kann nur froh darüber sein, daß die B eam ten sich (Heiterkeit) in so günstiger Position befinden, daß keiner es legen uns selbstverständlich eine gewisse Reserve nötig hat, auf diesen Subventionsfonds zurück­ auf und mahnen uns zur äußersten Vorsicht, wenn zugreifen. es sich für uns darum handelt, ein Kunstwerk zu Meine Herren, ich hoffe, daß, wenn die S tad t­ schaffen, das auf der einen Seite einem verdienst­ verordnetenversammlung dem vom Ausschuß ein­ vollen M anne geweiht ist, auf der andern Seite mütig gefaßten Beschlusse Folge leistet, auch der bahnbrechend für die öffentliche Künstdenkmals- Magistrat sich auf den gleichen Boden stellen und pflege in Charlottenburg wirken soll. Wir stehen sich'nicht im letzten Augenblick kurz vor der Feier nicht auf dem Standpunkte, daß w ir ein derartiges des Jub iläum s der Städteordnung in Differenzen Denkmal für e i n e n M ann errichten, sondern m it der Stadtverordnetenversammlung verwickeln wir errichten es für die Bevölkerung von ganz wird, und zwar aus Gründen, die — ich glaube auch Charlottenburg, vom Standpunkte des M agistrats aus nicht als (sehr richtig!) durchgreifende betrachtet werden können. Ich auch für die vielen Frem den, die nach C harlotten­ möchte daher entsprechend dem Antrage des Herrn burg kommen. Es ist ganz widersinnig, daß eine Berichterstatters auch als Mitglied des A usschuss einzige Stelle Wünsche äußern darf oder Wünsche die Stadtverordnetenversammlung bitten, möglichst äußern kann, denen leider immer zu viel Rechnung einmütig sich aus den Boden des Ausschusses zu getragen wird. Es sind ja gewöhnlich immer nur stellen, wobei ich hoffe, daß auch der Magistrat sich „Wünsche", die geäußert werden. Diese eine Person auf den gleichen Boden stellen wird. kommt vielleicht'in ihrem Leben nur einmal an dem Denkmal vorüber, sie ist also in der günstigen Lage, Stadtv. Zietsch: F ü r die Vorlage, wie sie der sich nur einmal das Denkmal ansehen zu müssen. Ausschuß Ih n e n unterbreitet, stimmen auch meine (Heiterkeit.) Freunde geschlossen Viele andere Leute müssen aber nachher täglich (S tadtv . Holz: B ravo!) daran vorübergehen und sie haben das zweifelhafte - Herr Kollege Holz, ich muß Ih n en doch ein bißchen „Vergnügen", dieses „Kunstwerk" immer wieder Wasser in den Wein Ih re r Begeisterung schütten. sehen und sich darüber ärgern zu müssen. (Heiterkeit.) Aus diesem Grunde machen wir unsern V or­ F ü r den Absatz a des Ausschußantrages stimmen behalt gegenüber dieser Bewilligung. W ir er­ wir insofern ohne weiteres, als fein In h a lt um w arten,' daß, weiln das Denkmal errichtet wird, seine Form durchaus den Vereinbarungen ent­ die dazu berufenen Stellen der S tad t auch genügend sprechen, die im Seniorenkonvent in bezug aus diese Rückgrat zeigen werden gegenüber etwaigen „W ün­ Angelegenheit getroffen worden sind. F ü r den schen" gewisser Stellen, um dadurch einem wirtlich
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