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Periodical volume 22. Januar 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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Ablehnung der M agistratsvorlage, in den P unkten Stadtsyndikus Dr M aier: Ich  möchte aber 
1 bis 4, und zw ar gegenseitig übertragbar, folgender­ doch bitten , daß die V orlage heute erledigt wird.
m aßen festsetzen w ill :
1. R einigung und Wäsche ....................  1000 J t Vorsteher Kaufmann: Ich  möchte annehm en, 
2. F ü llm ateria l, A rzneien und  D esin ­ daß die H erren A ntragsteller einverstanden sind, 
fektionsm ittel...........................................  1000 „ daß Punk t 22 heute noch m it behandelt wird.
3. Bureaukosten und Zeitschriften . . 300 „
4. R ep ara tu ren  und Verschiedenes . . 700 „ (Zustim m ung.)
(Die V ersam m lung beschließt dem gem äß.) Oberbürgermeister Schustehrus: Z u  Punk t 20
möchte ich bitten, da die Sache wahrscheinlich in 
R unm ehr lasse ich abstim m en über die 5. Posi­ einen Ausschuß kommen wird, den Ausschuß heute 
tion, die der Ausschuß neu einsetzen w ill: schon einzusetzen. E s kommt bei dieser V orlage 
5. M i e t e ......................................................  1500 M ih r finanzieller Effekt in  F rag e , und fü r u n s ist es 
wichtig, daß w ir wissen, wie die V ersam m lung 
(Die V ersam m lung beschließt dem gem äß.) darüber beschließt, bevor w ir den E ta t an  die S ta d t ­
verordnetenversam m lung hinübergeben. Ich  bitte 
Demnach ist diese Gesam tposition fü r persön­ also, von dem A ntrage abzusehen, diesen Punk t 
liche und sächliche A usgaben von der S ta d tv e r­ abzusetzen.
ordnetenversam m lung auf 18 900 M  festgesetzt.
W ir kommen n u n  zur Beschlußfassung über Stadtv . Zander (zur G eschäftsordnung): Ich  
die durch die A nnahm e des A bänderungsan trages w ollte bitten, die N r. 20, Schankerlaubnissteuer, 
des H errn  Kollegen Dr Frentzel in N r. 2 veränderten  nicht abzusetzen. Die A ngelegenheit h a t bereits 
Ausschußanträge, die jetzt folgenderm aßen lau ten : so viel Unruhe in C harlo ttenburg aufgew irbelt, 
1. D er Einrichtung einer Schulzahnklinik zum daß es nötig ist, daß heute auch darüber verhandelt 
1. A pril 1908 wird zugestimmt. wird.
2. D ie laufenden Kosten in Höhe von 18 900 M  
sind in den E ta t fü r 1908 einzustellen. Stadtv . Hirsch (zur G eschäftsordnung): M eine 
3. Z u  einm aligen A usgaben sind 11 000 M  H erren, ich habe den A ntrag  auf Absetzung des 
dem D ispositionsfonds fü r 1907 zu entnehm en. P unktes 20 gerade m it Rücksicht auf den H errn  
Kollegen Z ander gestellt. Wie ich au s den Z eitungen  
(Die V ersam m lung beschließt dem gem äß.) ersehen habe, hat H err Kollege Z ander in einer 
V ersam m lung der G astw irte das feierliche G elöbnis 
Die M agistra tsan träge  sind dadurch erledigt. abgelegt, den K am pf gegen die Schankerlaubnis­
E s ist ein A ntrag eingegangen: steuer m it allen K räften  aufzunehm en. D a  sollte 
W ir beantragen, Punk t 14, 15, 16, 17, 18, er doch nicht in  dem  ersten M om ent, wo der K am pf 
22, 23 und 24 zu vertagen. gegen diese S te u e r  beginnt dadurch, daß w ir die 
D er A ntrag ist gestellt von H errn  Kollegen Boll- V orlage von der T ageso rdnung  abfetzen, versagen.
m ann und einer genügenden Anzahl von M it­ (Große Heiterkeit.)
gliedern.
Stadtv . Hirsch (zur G eschäftsordnung): S o llen  Vorsteher Kaufmann: E s ist von dem  H errn  
die Punkte n u r bis ans Ende der Sitzung vertagt Synd ikus der Wunsch geäußert w orden, P unk t 22 
oder überhaup t abgesetzt w erden? noch m it zu verhandeln. V om  H errn  O berbürger­meister ist der Wunsch geäußert w orben,. P unk t 20 
Vorsteher Kaufmann: S ie  sollen heute von noch m it zu verhandeln. Ic h  nehm e also an, w enn 
der T agesordnung  abgesetzt w erden; so verstehe ich ich keinen W iderspruch höre, daß die V ersam m lung 
den A ntrag  auf V ertagung. dam it einverstanden ist, die P unkte  14, 15, 16, 17, 18, 23 und 24 heute von der T ageso rdnung  ab­
zusetzen.
Stadtv . Hirsch (zur G eschäftsordnung): Ich  
möchte dann beantragen, auch noch Punkt 20 ab­ (Z urufe.)
zusetzen. —  M eine H erren, S ie  machen sich die Sache selbst 
schwer. W enn S ie  acht geben w ürden, w ürden  S ie  
Vorsteher Kaufmann: Ic h  nehm e an, daß wissen, daß fü r P unk t 21 gar nicht Absetzung be­
diese Absetzung von der T agesordnung  auch auf a n trag t ist. Ich  habe festgestellt, daß die V er­
den Punk t 20 ausgedehnt wird. sam m lung einverstanden ist, die von m ir erw ähnten  
Punkte von der T agesordnung  abzusetzen. D a ­
Stadtsyndikus Di: M aier: Ich  möchte bitten, gegen werde ich ausdrücklich abstim m en lassen, 
Punkt 22 m it Rücksicht auf die in den V erträgen  ob S ie  w eiter auch den P u n k t 20 von der T ag es­
festgesetzte F rist heute zu erledigen. ordnung absetzen wollen, obgleich der H err O ber­
bürgerm eister heute eine erste B e ra tu n g  für 
Vorsteher Kaufmann: D er H err S tad tfyndikus w ünschensw ert erachtet.
macht darauf aufmerksam, daß bei Punk t 22 eine 
Frist ab läuft, die n u r bis zum  15. F eb ru a r reicht. (D ie V ersam m lung beschließt, Punk t 20 von 
E s kann allerd ings die V ersam m lung darüber noch der T agesordnung  abzusetzen.)
beschließen; die nächste außerordentliche Sitzung, 
die dann  die Gegenstände, die heute abgesetzt 
w ürden, zu erledigen haben w ürde, w ürde ich ja Stadtv .-V orst .-S tc llv .  Dr Hubatsch (den V or­
früher ansetzen. sitz übernehm end):
        
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