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Periodical volume 23. September 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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zu geordneten Z uständen zu kommen. D an n ! M eine H erren, die G ründe, die n u n  gegen die 
w urde der B au le itung  erw idert, daß, w enn die eigene Regie angeführt sind, sind zum T eil sogar 
S tä lle  fü r die eigenen P ferde  nicht passen, w enn vom M agistrat selbst zurückgezogen w orden. S o  
sie fü r die eigenen P ferd e  nicht gesund genug w urde beispielsweise der Kostenpunkt nachher erst 
seien, sie dann  doch auch fü r frem de P ferde  nicht in  allerletzter Linie erw ähnt.
ausreichen w ürden. (B ürgerm eister M a ttin g : Doch nicht zurück­
(S e h r richtig!) gezogen!)
Und w as die Anschaffung der 160 P ferde  und der —  W enn auch nicht zurückgezogen, aber doch in 
Kutscher anbelangt, so w urde gesagt, daß B erliner letzte Linie gestellt. E s w urden  dagegen besonders 
T ran sp o rtu n te rn eh m u n g en  darin  wohl kaum eine die Schwierigkeiten bei der Ü bernahm e der eigenen 
Schwierigkeit erblicken w ürden, daß z. B . die Regie hervorgehoben. M an  behauptet, es w ürden 
Omnibusgesellschaft und andere m it Leichtigkeit sich Unzuträglichkeiten herausstellen, die wo­
auch eine größere Anzahl von P ferden  anschaffen möglich die gesamte Bürgerschaft C harlo ttenburgs 
könnten, daß das also keine unüberw indliche zu einem  lebhaften P rotest herausfo rdern  w ürden. 
Schwierigkeit sei. N un, m eine H erren, diese Schwierigkeiten in der 
M eine H erren, einen gewissen R au m  in  den Ü bergangszeit w erden sich schließlich ebenfalls 
E rö rterungen  nahm  auch die in der letzten Sitzung zeigen, w enn das gemischte System  angenom m en 
von Ih re m  B erichterstatter geäußerte Ansicht ein, w ürde.
daß die E rklärungen des M agistra ts m it den von (Widerspruch am  M agistratstisch.)
den Sachverständigen in den Akten gegebenen G u t­ D as  ist schließlich genau dasselbe. E s ist selbst­
achten nicht übereinstim m ten. Bekanntlich h a t sich verständlich klar, daß es e tw as U nruhe in dieser 
I h r  Berichterstatter darüber beklagt, daß ihm , als Ü bergangszeit geben w ird ; erber schließlich ist sie 
er im vorigen J a h re  auf die ihm  vorgelegten Akten doch zu bew ältigen.
Bezug nahm , vom M agistra t erklärt w urde, die E in  anderer triftiger G rund, der, wie m ir auch 
Akten seien veraltet. D ieser V organg h a t sich in schien, u n te r Um ständen m aßgebend sein könnte, 
der letzten Sitzung in  der Weise w iederholt, daß w ar die Fertigstellung der Baulichkeiten. Ich  sagte 
vom M agistrat erklärt w urde, die in den Akten be­ m ir selbst: w enn die Baulichkeiten in  dieser kurzen 
findlichen G utachten des H errn  B randdirektors, der Z eit nicht fertig w erden könnten, dann w äre es 
sich in w ärm ster Weise fü r die Ü bernahm e in eigene um  die eigene Regie tatsächlich geschehen. D a ra u f­
Regie ausgesprochen hatte , seien dadurch gegen­ h in w urde H err S tad tbauinspektor W interstein be­
standslos gew orden, daß der H err B randdirektor fragt, und der erklärte ausdrücklich: w enn alleA pparate  
später anerkannt habe, es sei besser, zurzeit von der der S tad tv e rw a ltu n g  richtig funktionieren, daß über­
eigenen Regie Abstand zu nehm en. H iervon en t­ all die richtigen Beschlüsse rechtzeitig gefaßt w erden, 
halten  die Akten kein S terbensw örtchen . Es u n te r­ so w erden auch die Baulichkeiten rechtzeitig fertig 
liegt keinem Zw eifel, daß I h r  Berichterstatter w erden. D er E inw and, der gemacht w orden ist, 
irgend welche bösw illige Absicht beim  M agistrat es w äre unmöglich, in  die frischen S tä lle  die P ferde  
nicht vorausgesetzt hat und daß seine W orte nach hineinzustellen, wird dadurch widerlegt, daß die 
dieser Richtung auch nicht zu deuten  w aren . Ich  S tä lle  dem U nternehm er auch zur V erfügung 
nehm e gern die G elegenheit w ahr, zu erklären, daß gestellt w erden sollen. Also dasselbe sollen sich 
ich dem M agistra t oder seinen V ertre te rn  eine frem de U nternehm er gefallen lassen! Also auch 
illoyale H andlungsw eise weder zutraue noch u n te r­ dieser E inw and ist ebenfalls treffend w iderlegt 
stellen w ollte. Dieses M ißverständnis w urde denn w orden. W ir tre ten  nach wie vor unbedingt für 
auch im  Ausschuß vollständig beseitigt. die eigene Regie ein, und ich möchte die H erren 
M eine H erren, die Erklärung des M agistra ts ersuchen, jedenfalls die M agistratsvorlage n u r 
und der Sachverständigen haben also das eingangs in einer solchen Fassung anzunehm en, daß w ir die 
von m ir erw ähnte  E rgebnis gehabt: sechs der A us­ eigene Regie einführen.
schußmitglieder tra ten  den A usführungen  des 
M agistra ts bei, fünf behielten ihren ablehnenden Borsteher K au fm an n : V om  H errn  Kollegen 
S tan d p u n k t bei. Ich  habe n u n  die Pflicht, nam ens Hirsch ist m it genügender Unterstützung der A ntrag 
des Ausschusses Ih n e n  die A nnahm e der M ag istra ts­ gestellt w orden, über Punk t a der V orlage n am en t­
vorlage zu em pfehlen. lich abzustim m en.
(H eiterkeit.)
S tab tra t B o l l : M eine H erren, ich möchte, 
S tab tb . W ilk : M eine H erren, nachdem lediglich ehe die w eiteren H erren zu W orte kommen, zunächst 
auf G rund einer Z u fa llsm ajo ritä t der Ausschuß einen I r r t u m  des H errn  R eferen ten  richtigstellen. 
dazu gekommen ist, die M agistratsvorlage zur A n­ E r behauptet noch im m er, wie schon im  Ausschuß, 
nahm e zu em pfehlen, ist es jedenfalls sehr ange­ daß an  den Akten irgend e tw as zu bem ängeln 
bracht, daß w ir uns heute noch einm al eingehend w äre, daß darin  e tw as en thalten  w äre, w as jetzt 
m it dieser F rag e  beschäftigen. ganz anders lau te t. M eine H erren, jeder von 
M eine H erren, darüber ist sich ja der M a ­ Ih n e n , der einm al irgend eine größere Sache be­
gistrat wie die S tad tverordnetenversam m lung  arbeite t hat, w ird wissen, daß sie allerlei S ta d ie n  
vollständig klar, daß die Zustände, die m om entan  durchmacht, besonders w enn sehr viele H erren  
in C harlo ttenburg  herrschen durch die Geschäftsver­ m itzureden haben. I n  der D ep u ta tio n  —  das 
b indung m it der F irm a  Friese, u n h a ltb a r sind. haben w ir nie geleugnet —  ist ein Beschluß zustande 
Diese Zustände, die bei der G eschäftsverbindung gekommen, daß die eigene Regie eingeführt w erden 
m it dieser F irm a  Friese zutage getreten  sind, sollte. I n  dem vom M agistrat eingesetzten A us­
w erden jedenfalls auch den M agistrat veranlassen, schuß zur B e ra tu n g  des D e p u ta tio n san trag es  er­
fü r die Zukunft sich die U nternehm er genauer gaben sich aber so viele Schwierigkeiten, daß die 
anzusehen und zu untersuchen, ob ihre Leistungen einzelnen V erw altungen  bezüglich einzelner Punkte 
auch tatsächlich ans der Höhe der Z eit stehen. noch einm al befragt w urden, und es stellte sich heraus,
        
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