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Periodical volume 8. Januar 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

Es ist ferner der Antrag eingegangen: G e in e i n s i n n , der die Mensche» erhebt über Die Versammlung »volle beschließen: Die die engen Grenzen ihrer eigenen persönlichen, selbst­ Versammlung ersucht den M agistrat, noch vor süchtigen Interessen, der sie erhebt auf das Gebiet den nächsten Ergänzungswahlen gemäß § 12 der selbstlosen Arbeit für die Allgemeinheit, für der Städteordnung auf Grund des Ergebnisses S tad t und S ta a t, für Gemeinde und Vaterland. der Volkszählung vom Ja h re 1905 die Zahl D i e S e l b st V e r w a l t u n g e r z i e h t d e n der Stadtverordneten von 72 auf 78 zu er­ B ü r g e r z u r V a t e r l a n d s l i e b e . S o ist höhen, zum mindesten aber eine der ver­ das Recht der Selbstverwaltung das vornehmste änderten Bevölkerungszahl entsprechende und bedeutsamste Recht der S täd te geworden, die Neueinteilung der Wahlbezirke in den ein­ Grundlage ihrer Entwicklung und damit der E nt­ zelnen W ählerabteilungen vorzunehmen. wicklung des V aterlandes.' Der Gedanke eines Unterschrieben von Herrn Kollegen Hirsch und geeinigten Deutschen Reiches, die Erfolge der Jah re der genügenden Anzahl von Kollegen. Ich werde 1870 und 1871, der Aufschwung der deutschen S täd te diesen Antrag auf die nächste Tagesordnung setzen. und von Handel und Industrie in ihnen, die macht­ Punkt 1 der T ag eso rd n u n g : volle Kraft des jetzigen Deutschen Reiches: es beruht alles nach meiner Auffassung auf der in der C in fü hrun g der w ieder- und neugew ählten Selbstverwaltung gewonnenen Kraft, auf der in S tad tverord n eten . der Selbstverwaltung errungenen Tüchtigkeit un ­ seres Volkes. Auf dem Gebiete der Selbstver­ Ich bitte die wiedergewählten und neuge­ waltung und in der in der Selbstverwaltung täglich wählten Herren Kollegen vorzutreten. erneuten erziehlichen Arbeit ist erwachsen und er­ Der Herr Oberbürgermeister hat das Wort. starkt täglich aufs neue die Kraft unseres großen Oberbürgermeister Schustehrus: Um mich geeinigten Deutschlands. D e s h a l b h a l t e n zu vergewissern, meine verehrten Herren, daß die w i r a u c h so f e st a n d i e s d m R ech t ' d e r Herren, welche heute neu einzuführen sind, auch S e l b s t v e r w a l t u n g , deshalb verteidigen wirklich erschienen sind, werde ich m ir erlauben, wir es mit aller Zähigkeit und Hartnäckigkeit, tu e i 1 die Nam en der Herren zu verlesen. Ich bitte w i r d a m i t i m l e t z t e n S i n n e d e m freundlichst, m ir durch B eantw ortung mit J a oder V a t e r l a n d e d i e n e n . I n diesem B ew ußt­ Nein zu erkennen zu geben, ob die Herren anwesend sein, meine geehrten Herren, soll und wird sich auch sind. Ich verlese die Namen folgender Herren: Ih re Arbeit in diesem Saale vollziehen, I n diesem R entier Louis Barnewitz, — Generalm ajor z. T . Bewußtsein lassen S ie uns zusammenstehen und Gustav Becker, — Bureaudirektor Heinrich B oll­ lassen S ie uns zusammen arbeiten immer im Hinblick m ann, — Kaufmann P au l Haack, — Brotfabrikant und im Ausblick auf das große Ganze: auf das P au l Liebe ,— Architekt Karl M ittag, — Zeitungs­ V aterland! . spediteur Gustav Scharnberg, — Baumeister Die A r b e i t d e s n ä c h s t e n J a h r e s , Richard Wolffenstein, — K aufm ann Hermann meine Herren, wird sich neben den sonstigen Dunck, — Rechtsanwalt Dr Ludwig F latau, — kleineren und größeren Aufgaben, die wir wie ge Kassenbeamter Otto Flemming, — Gewerkschafts­ wöhnlich zu verrichten haben, in einem vielleicht beamter August Gebert, — Architekt Otto Harnisch, noch höherem M aße als bisher bewegen auf d e m — Rentier S iegm und Jacobi, — K aufm ann Jsaac G e b i e t e d e r S c h u l e , d e r H y g i e n e , Jastrow , — Straßenbahnhofsvorsteher Karl Kern, d e r s o z i a l e n A r b e i t . Die Aufgaben, die — Kaufmann Alexander Klau, — Kommerzienrat uns auf diesen Gebieten erwachsen, erweitern und Hugo Lifsauer, — Konsul a. D. Josef Litten, — vertiefen sich von J a h r zu J a h r und erfordern in Syndikus der Handelskammer Oskar M eyer, — jedem Jah re immer größere Hingabe. Im bevor­ Fabrikbesitzer Otto M osgau, — Apotheker Rudolf stehenden Jah re wird der Truck, der auf den Geld­ M ottet, — R entier Bernhard Nickel, — Kaufmann verhältnissen lagert, und der, >vie es scheint, noch Max Vogel II, — In g en ieu r Johann W agner, — immer nicht weichen will, uns bei der Lösung der Mechaniker Alfred Wilk, — Fabrikbesitzer Gotthilf Aufgaben auf manchen Gebieten vielleicht mancherlei Zander, — Redakteur Fritz Zietsch. Schwierigkeiten entgegenbringen. Lassen S ie uns (Die Genannten sind sämtlich anwesend.) hoffen, daß es uns gelingen wird, diese Schwierig­ M eine sehr geehrten Herren, nachdem S ie von keiten zu überwinden, ohne daß jene Ziele darunter der Bürgerschaft zu Stadtverordneten gewählt leiden. Ich möchte nicht unterlassen, a u f e i n e worden sind, und nachdem Ih re Wahl als gültig A r b e i t n o c h b e s o n d e r s h i n z u w e i s e n , anerkannt worden ist, liegt es m ir ob, S ie am die uns in der nächsten Zeit wohl noch vielfach be­ heutigen Tage in I h r Amt einzuführen. S ie treten schäftigen wird, einmal, weil sie völlig neu für uns in dieses Amt ein in einem Jah re , welches für uns ist, und ferner weil sie meines Erachtens von sehr von Bedeutung ist: in ihm vollendet sich das hun­ großer Bedeutung für uns ist. Schon zur nächsten dertste J a h r seit Erlaß unserer preußischen S täd te­ Sitzung wird Ih n en , meine Herren, eine Vorlage ordnung. Wenn wir heute zurückblicken, so müssen des M agistrats zugehen, welche behandelt die wir bekennen, daß dieses Werk, erdacht von einem Bildung eines Verbandes der Gemeinden Groß- der weitblickendsten und klügsten S taatsm änner, Berlins zum Zwecke der Errichtung und des B e­ in dessen Brust ein von glühender Vaterlandsliebe triebes von Straßenbahnen. Und es schweben erfülltes Herz schlug, daß dieses Werk, das den Verhandlungen über die Bildung eines zweiten preußischen S täd ten das Recht der Selbstverwaltung ähnlichen V erbandes unter denselben Gemeinden verlieh, in dem Jahrhundert seiner Wirksamkeit zur Schaffung eines gemeinsamen Bebauungs­ sich glanzvoll bewährt hat. D i e S e l b s t v e r ­ planes von Groß-Berlin und der Errichtung w a l t u n g löste in unserm Volke eine Fülle von eines Wald- und Wiesengürtels, der sich um Kräften aus, die bisher ungenutzt und nutzlos für die Gemeinde- oder durch diese Gemeinde­ den S ta a t geschlummert hatten: sie w e ck t e d e n gebiete ziehen soll. . D i e s e r Z u s a m m e n -
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