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Periodical volume 26. Februar 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

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daß die Errichtung eines Pavillons für 'hie ft- 
genantste erste und zweite blasse i s t W f t r ^  (Dtfob- 
krankenhause eventuell in Aussicht M M 'h m M  sei. D tis  is t  W t$ c iijo lt lm chgeftieftit w orden.
Ach muß sagen, ich habe stetsaus dem Standpunkt M i z M ' chöst' Aljß- liitb No.tstästben kann beseitigt 
gestandeii, daß die S ta d t als solche keLiglich fift Htp/M stestellt ' /r ti ii tbVtts ' iWftn. e ine  gehörige  Wvlj- 
diejenigen Kranken zu 'ftrgen  hach die sich in einem iiustgSaufsicht und  W o h n iin as fü rso rq e  stattfindet. 
gewissen Rotstande befinden, und nicht für (pft- I c h  g laube  deshqw) daß ingn d e m  G edanken  de r  
fenigen, die für ihre B ehand lungW bst 'LÜ, .fttbcii Wohßustgsaussichb litib seiner (b a ld ig en  V erw irk-
in der Lage sind. Ich  habe es stets bedauert, daß lichust'g dinest S i e i i i  in  d ö n 'W e g l e q t ,  w e n n  M an
die Klasseneinteilung in vielen — keineswegs" th !1L« £ ? ) » _  HL..MiI rtu i i . . ' ' L i l i l l i L ? , _ : r e  . a > -  t i„
(ilieit — städtischen .strankenhäüserst' be.sleht, und 
bin der M einung, daß der leitende Arzt, weitn er 
eine genügende Zahl kleinerer Räüm e zur B e t­ ► p y  y v ^ i • v j i m  j V -111yye  e i 4 4 ^ ^ w |  w v y  1»v  11 ♦
fügung h a t, auf die Lebensgewvhnheiten Ürib-bqs fl M b  ivollte hier niir dfese) beiden Punkte M  
Umgangsbedürfnis seiner .stranken diejenige 'W ik­ Spräche " brtitnttgoehsht, uulitid  behalte nmt ir w eitere E r­
ficht zu nehmen vermag, welche berechtigt ist. ö r f t^ t3gen; jiftVdbn Etc itß IHN;.
Es ist sicherlich richtig, daß manche'Ktättke rchpiwätsn 
Krankenhäusern weit größere Opfer bringen müssen, (Die Beratung wird geschlossen. Die Ver­
als sie sonst ihrer Lebensführung nach sich aufzu­ sammlung beschließt die Einsetzung eines Aus- 
erlegen gewöhnt sind. Aber diese müssen nun einmal fchusses von 15 M itgliedern zur B eratung der 
selbst für sich eintreten: hier hat die Allgemeinheit Vorlage betr. den S tad thaushaltsetat, wühlt zu 
nicht den Helfer zu spielen. Ich will keinen Anstand Ausschußmitgliedern die Stadtverordneten Boll- 
nehmen, diesen meinen Standpunkt hier zu be­ m ann, Dzialoszpnski, I)r. Frentzel, Hirsch, 
kennen; er wird nicht von m ir allein vertreten, es Dr Hubatsch, Jolenberg, Kaufmann, Klick, M ann, 
gibt eine große Anzahl von Aerzten, die die so­ Münch, Otto, Protze, Schwarz, Wolffensteiu und 
genannte zweite und nun gar noch eine erste Klasse Zietsch, zu S tellvertretern die S tad tv . Bartsch, 
in städtischen Krankenhäusern perhorreszieren. Haack, Holz, Fachmann, Dr Landsberger, Liebe, 
Die zweite Anregung betrifft die vom Herrn Lingner, Paetel, Rackwitz, Schwaß, Dr Spiegel, 
Hollegen Hirsch angeschnittene W ohnungsfrage. Dr S tadthagen, Vogel I, Wenig und Wöllmer, 
Er hat sie in Verbindung gebracht mit den Ver­ und überweist demselben Ausschusse die M itteilung 
sendungen in die Lungenheilstätten, wo die Einzel­ betr. den Bericht über die Verwaltung und den 
fälle allerdings innerhalb des Rahm ens der Arm en­ S tand  der Gemeindeangelegenheiten der S tad t 
direktion entschieden werden. D as geschieht aus Charlottenburg für das Rechnungsjahr 1906 sowie 
dem Grunde, weil die S tad t für diejenigen Fälle, die Vorlage betr. Abänderung der Gemeindegrund­
für die die Landesversicherung einzutreten ver­ steuerordnung, und zwar m it dem Aufträge, die 
pflichtet ist, nach einer Abmachung m it der Landes­ letztere in der ersten Sitzung zu erledigen, sodaß 
versicherungsanstalt B randenburg ein D rittel der in der nächsten Stadtverordnetensitzung darüber 
Kosten beiträgt. N un gebe ich zu, das brauchte Beschluß gefaßt werden kann.)
vielleicht nicht gerade im Rahm en der Armen­
direktion zu geschehen, das wäre nicht notwendig, Borsteher-Stellb. Dr Hubatsch: Zu Punkt 11 
und ich würde mich einer Modifizierung in diesem der T agesordnung:
S inne wohl anschließen können. V o r l a g e  b e t r .  V e r g l e i c h  i n  d e r  
Wie Herr Hirsch muß auch ich es beklagen, P r o z e ß  s a c h e  W i n d m ü l l e r  g e g e n  
daß in Sachen der Wohnungsaufsicht keinerlei d i e  S t a d t g e m e i n d e  w e g e n  Z a h ­
Fortschritt seit langer Zeit gemacht worden ist, l u n g  v o n  K a n a l i  s a t  i o n  s g  e b ü h r e n .
daß die Verhandlungen in gewisser Weise ins Drucksache 108 — 
Stocken geraten sind. W ir wissen allerdings, daß hat der Herr Berichterstatter Vertagung empfohlen- 
diese Stockung darauf zurückzuführen ist, daß der da er nicht länger hier bleiben konnte. D a er der 
M agistrat aus wohlbekannten Ursachen ganz be­ einzige ist, der mit der Sache gründlich vertraut 
sonders erheblich überlastet war. D as ist hier schon ist, so werden wir wohl dem zustimmen müssen. 
früher zum Ausdruck gekommen gelegentlich einer Ich  will aber formell verfahren und frage daher 
Besprechung über den S tan d  der W ohnungs- die Versammlung, ob der V ertagungsantrag unter­
aufsichtsfrage. Ich  weiß, daß speziell unser Herr stützt wird. — D as genügt. Wenn kein Widerspruch 
Oberbürgermeister ein sehr w atm es Interesse für laut wird, darf ich annehmen, daß die Versammlung 
die Einrichtung der Wohnungsaufsicht hat, sodaß die Vertagung beschließt. — D a s  ist der Fall.
diese Frage wohl in Kürze wieder in F luß kommen 
wird. W as mich aber veranlaßt hat, zu der An­
regung des Herrn Kollegen Hirsch S tellung zu Vorsteher Kaufmann (den Vorsitz über* 
nehmen, ist, daß er die Einführung des W ohnungs­ nehmend): Wir kommen zu Punkt 12 der T ages­
am ts durchaus mit sogenannten positiven M aß­ ordnung :
nahm en auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge 
verquicken will. Gewiß, an den positiven M aß­ Vorlage betr. Verstärkung der Etatsnummcr 
nahmen wird m an es nicht fehlen lassen dürfen. Ordinarium Kap. X 11— 2(5 für 19(17. — Druck­
Aber ich halte es für einen beklagenswerten I r r tu m  sache 109.
und für eilt Hemmnis, das der Einrichtung der! . ,
Wohnungsaufsicht entgegengestellt wird, wenn m an Der Berichterstatter, Herr Gredy, ist während
im m er betont: a l l e'i n sei m it der W ohnungs- »er Sitzung erkrankt und hath ier schriftlich zurück
aufficht nichts geschehen, es müssen daneben positive gelassen:
M aßnahmen zur Beschaffung besserer Wohnungen Ich beantrage nach Durchsicht der Akten die 
erfolgen. M eine 'H erren, m an kann sehr viel Annahme der Vorlage.
        
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