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Periodical volume 26. Februar 1908

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1908

-------- 112 -------- die N atu ralisierungsan träge zur P rü fu n g bekommt, B edeutung, und ich bin der M einung, daß, w enn die bereits eine B efü rw ortung von feiten des de jure dem M agistrat entgegengetreten werden M agistrats erfahren haben. G egenüber der von kann, es zweckmäßig w äre, daß der M agistrat m it einer S e ite geltend gemachten Ansicht, ob denn uns sich dazu entschließt — nach dem Grundsatz: überhaup t der W ahlausschuß irgendwelche aktive q u ie ta non m overe — , an dem Zustande, wie er seit Tätigkeit entwickele, w urde von einem M itglieds Jah rzeh n ten besteht, nicht zu rü tte ln . des Wahlausschusses darauf hingewiesen, daß die Ic h verm ag es in der T a t nicht einzusehen, Tätigkeit des Wahlausschusses denn doch in einzelnen zum al au s den Kreisen des Wahlausschusses keinerlei F ällen nicht so m inim al gewesen sei, wie m an es in Beschwerde gekommen ist, wieso der M agistrat der Öffentlichkeit zuw eilen annehm e, daß der W ahl­ V eranlassung genom m en hat, m it dieser Vorlage ausschuß doch auch schon M ateria l beschafft habe, an uns heranzutreten . Die Sache liegt rechtlich das hernach dem M agistrat und nam entlich auch so: nach der V orlage des M agistrats wird u n te r den B ehörden gegenüber a ls besonders wichtig B ezugnahm e auf das Reichsgesetz vom 1. J u u i 1870 wohl Beachtung gesunden hat. darauf hingewiesen, daß die Gem einde bei N a tu ra ­ E s w urde ferner erörtert, wie in anderen lisierungsgesuchen zu hören ist. M eine Herren, S tä d te n diese D inge behandelt w erden. w er ist die G em einde? Die V orlage bem üht sich, D er Ausschuß w ar schließlich in seiner großen u n ter Bezugnahm e auf § 56 der S täd teo rd n u n g M ehrheit der Ansicht, daß Erleichterungen wohl nachzuweisen, daß dem M agistrat besondere^Rechte geschaffen w erden könnten. D er Ausschuß ver­ nicht bloß hinsichtlich der laufenden V erw altung langte aber, daß die S tad tverordnetenversam m lung vorbehalten sind, und folgert aus § 56 N r. 8 der u n te r keinen Umständen in ihrem Rechte irgend­ S täd teo rdnung , daß bei N aturalisationsgesuchen welche E inbuße erleiden sollte. M an glaubt nun lediglich und ausschließlich der M agistrat allein die die Lösung in dem A ntrag gefunden zu haben, entscheidende S tim m e habe. M it Recht ha t H err den der Ausschuß Ih n e n un terb reite t. F ü r diesen Kollege C rüger bereits darauf hingewiesen, daß A ntrag kommt zweierlei in B etracht. E inm al ein die B egründung der M agistratsvorlage in dieser wesentlich erleichtertes V erfahren, indem nämlich Beziehung vollständig versagt. E r ha t deshalb die die S tad tverordnetenversam m lung nicht in jedem ausgezeichneten R echtsausführungen vorgelesen, F alle gehört zu w erden braucht. D er M agistrat welche im Schoße der Kommission gegeben w orden kann die N atu ra lisierungsan träge z. B . w ährend sind, gegeben und auch den einzelnen M itgliedern der Ferien , in der Zeit, in der die S tad tv ero rd n e ten ­ abschriftlich m itgeteilt w orden sind. Diese Rechts­ versam m lung keine Sitzungen abhält, erledigen. ausführungen sind aber auch nicht geeignet, die D an n aber ist ein Z w eites von Wichtigkeit, und hier Bedenken, die ich gegen die V orlage habe, in irgend­ gehen die A nträge des Ausschusses über die O b­ einer Weise zu entkräften. An der H and der S tä d te ­ liegenheiten h inaus, die die S tad tv e ro rd n e ten ­ ordnung § 10 bin ich der M einung, daß der Wille versam m lung heute hat — wenigstens können sie der S tad tgem einde als juristische K orporation nach dieser Richtung darüber hinausgehen — , durch die Übereinstim m ung, durch das Z usam m en­ indem nämlich der M agistrat in Zukunft nicht nur wirken der verfassungsm äßigen O rgane zum A us­ verpflichtet sein soll, die N atu ra lisierungsan träge druck kommt, d. H. der S tad tverordnetenversam m ­ zur K enntn is der S tad tverordnetenversam m lung lung und des M agistrats. D ie Rechtsbelehrung, zu bringen, die er befürw ortet, denen er entsprechen welche in der Kommission vom M agistrat erteilt will, sondern auch die N aturalisierungsan träge, w orden ist, und welche der H err Kollege C rüger die der M agistrat nicht zu befürw orten beabsichtigt, eben verlesen hat, beruht nicht auf der S tä d te ­ oder die er nicht befü rw orte t hat. Auf diese Weise ordnung vom J a h re 1853. D ie S täd teo rd n u n g glaubt der Ausschuß, w ird von seiten der S ta d t­ vom J a h re 1853 en thält in ihren M otiven folgenden verordnetenversam m lung eine w eitergehende Kon­ Satz — nachdem gesagt w orden ist, w as der M agi­ trolle über diese Angelegenheit geüb t werden, als strat fü r Rechte besonders ha t — : sie bisher möglich w ar, indem der M agistrat der D er S tad tvero rdnetenversam m lung ist da­ S tad tvero rdnetenversam m lung und die S ta d tv e r­ neben die selbständige B era tu n g und B e­ ordnetenversam m lung dem W ahlausschuß n u r die schlußfassung über alle G em eindeangelegen­ A nträge überw ies, die von vornherein eine B efü r­ heiten, soweit sie nicht dem M agistrat als w ortung seitens des M agistra ts erfahren hatten . der städtischen V erw altungsbehörde speziell Aus diesen G ründen bitte ich S ie n am ens des zugewiesen sind, belassen, ihr aber zugleich Ausschusses, den von diesem Ih n e n un terb re ite ten auch auf die V erw altung eine tätige M it­ A ntrag anzunehm en. wirkung gew ährt, insofern ihr die S te llu n g einer zur V erhütung von M ißbräuchen be­ S ta d tv . H olz: M eine H erren, es tu t m ir leid, stehenden kontrollierenden B ehörde ange­ daß ich in dieser F rage, und zw ar diesm al en t­ wiesen ist. schieden gegen die A usführungen m eines F reundes Es geht also aus den M otive» zur S tä d te ­ C rüger S te llu n g nehm eil m uß. H err Kollege ordnung hervor, daß die S tad tvero rdnetenversam m ­ C rüger ha t in der letzten B era tu n g dieser Sache lung bei allen F ragen , die die S ta d t interessieren, die A ngelegenheit im allgem einen freudig begrüßt, ein mitbeschließendes, m itbestim m endes Recht hat, von dem Gedanken geleitet, daß die S tad tv e ro rd ­ w enn auch die Exekutive selbst, wie der § 56 vor­ netenversam m lung dadurch einer A rbeit überhoben schreibt, dem M agistrat zusteht. I m Anschluß an w ürde, und u n te r Akzeptatioir der Rechtsbelehrung, die A usführungen der M otive, die ich eben vor­ welche der M agistrat in der Vorlage, die H err getragen habe, sagt das O berverw altungsgericht D r. C rüger heute selbst verw irft, u n s entgegen­ in einer Entscheidung: gebracht hat. Auf dem Gebiet der Exekutive in der M eine H erren, die Angelegenheit, um die es V erw altung aber kontrolliert die S ta d t­ sich handelt, ist nach m einem D afürhalten keine verordnetenversam m lung den M agistrat, so- Lappalie, fie ist vielm ehr von einer grundsätzlichen daß ersterer nicht jede M itw irkung bei der
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